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Ab sofort präsentieren wir jeden Montag ab
20.00 Uhr ein redaktionell geprüftes Album mit 3 Songs beim Internet Radio
www-rock-schmiede.de.
DJ Oldwoodstock wird euch außerdem mit weiteren Schmankerln einheizen.

Flyer-Paranoid

Außerdem gibt es jeden Mittwoch ab
 20.00 Uhr einen von uns ausgewählten Song aus einem brandaktuellen Album auf
www.radio-paranoid.net.
In der Heart N Heavy Sendung des großartigen DJ GeneralCuster. Auch hier heißt es unbedingt reinhören!

yargos - magical karma

Band: Yargos
Album: Magical Karma
Spielzeit: 92:31 min.
Plattenfirma/Vertrieb: Urzeit Productions/AFM
Homepage: www.yargos.de oder www.myspace.com/yargosmusic
Wertung: 8
THRESHOLD ist tot, es lebe THRESHOLD! So, oder so ähnlich könnte der Untertitel zur zweiten YARGOS-Scheibe lauten. Denn mit Andrew „Mac“ McDermott ist bereits zum zweiten Male der Ex-THRESHOLD-Shouter am Mikro vertreten, der ja mittlerweile nicht mehr bei seiner Stammcombo ist. Und das ist für Mastermind Wieland „Wielo“ Hofmeister auch dieses Mal wieder die Optimalbesetzung, denn nicht nur er ist ein großer Verehrer dieser Band. Kaum zu glauben, dass YARGOS mit Unterbrechungen schon seit 1973 existieren, aber doch nach dem 2005er Output „2Be Or Not 2Be“ jetzt erst den zweiten Longplayer vorstellen. „Magical Karma“ ist eine Doppel-CD randvoll mit Songs der progressiven Sorte. Gut anderthalb Stunden Musik verlangen dem Hörer doch einiges an Aufmerksamkeit ab, und so ist dieser Marathon doch eher Vollblutproggies oder unerschrockenen Metallern zu empfehlen, denn die neue YARGOS ist eine Mischung aus Prog, Artrock und Powermetal. Allen anderen möchte ich den Opener „Alien Nation“ ans Herz legen, der nach dem Intro „Out Of Hell“ sofort in die Vollen geht und absolut keine Gefangenen macht. Was für ein Refrain, absolut göttlich! Ohne Pause geht es Song für Song weiter und es eröffnen sich, vielleicht nicht beim ersten Hören, aber nach ein paar Durchgängen, nicht erwartete Facetten und Spielereien, die so mitreißend sind, dass man glatt die Zeit vergessen könnte. Klar sind „The Wolves Howled (And You Pray)“ mit satten 20:43 min. oder “Call Home”, das auch ganze 13:16 min. auf die Zeitwaage bringt, Werke, die sich erst nach und nach erschließen, aber das sollte kein Hindernis sein, sich dieser Herausforderung zu stellen, wird man doch ordentlich belohnt. Belohnt worden ist auch die Produzentenwahl von Cheffe Hofmeister, denn Christian Lanz, den er als „jungen Wilden“ bezeichnet, hat wirklich vorzügliche Arbeit geleistet. „Magical Karma“ klingt druckvoll, heavy und up to date. Neben „Mac“ McDermott, der wie schon erwähnt für die Vocals zuständig ist und Initiator Wielo Hofmeister (Gitarre und Keyboards) sind noch Lars Lehmann (ULI JOHN ROTH) am Bass, Osssy Pfeiffer (MOONDOC) hinter der Schießbude, Andreas Kienitz (HUMAN FORTRESS) an der Gitarre und Anca Graterol (JANE, PALLAS) für einen Teil der Vocals vertreten. Der ursprüngliche Basser Peter Pichl gehört zwar nach wie vor zur Band, war aber aus zeitlichen Gründen nicht in die Aufnahmen involviert, da er sich mit NEKTAR auf Tour befand. „Magical Karma“ besticht also nicht nur durch seine kraftvollen und durchdachten Songs, sondern auch durch seine Musiker, die dieses Konzeptalbum auf ganz spezielle Weise glänzen lassen. Wäre jetzt Winter, wäre genau diese Scheibe mein Tipp für unterhaltsame, lange Winterabende. „Magical Karma“ kann man aber auch getrost zu jeder Jahreszeit geniessen.
Stefan
 

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