|
Band: Wiser Time Album: Beggars And Thieves Spielzeit: 39:21 min Plattenfirma/Vertrieb: Wiser Time Music Homepage: www.wiser-time.com VÖ: 12.02.2010 Wertung: 8 von 10 Traditionelle Bands wie Wiser Time aus den Vereinigten Staaten nötigen mir immer wieder Respekt ab. Und zwar weil sie ungeachtet aller Trends und des Mainstreams die Musik spielen, die in ihrem Herzen fest verankert zu sein scheint. Wie ist sonst zu erklären dass „Beggars And Thieves“ auf so sympathische Art und Weise dem amerikanischen Roots Rock frönt und dabei nie altbacken oder gar konstruiert wirkt. Authentizität wird groß geschrieben. Das beginnt schon beim Frontcover und zieht sich dann in Form von traditionellen Southern Rockern, viel Bluesigem und jeder Menge Singer/Songwriter Qualitäten durch das ganze Album. Natürlich erfinden die Jungs um Sänger und Gitarrist Carmen Sclafoni das Rad nicht neu, aber das brauchen sie auch nicht. Es macht einfach Spaß dem Mann mit dem Mädchennamen bei seinen Songs zuzuhören. Beim 12-Bar-Blues „Whiskey And Wine“ beispielsweise wähnt man sich mit einem Glas Jacky On The Rocks in einem Saloon entlang der Route 66. „On Our Way“ versetzt einen dann direkt auf dieselbe und man kann die unendliche Weite Nordamerikas förmlich spüren. Abertausende Hippies in San Francisco erscheinen vor dem geistigen Auge beim Protest Song „Revolution 09“, der eindeutig den Spirit des jungen Bob Dylan atmet. Weitere gern gesehene Gäste sind die Rolling Stones, Neil Young, Free oder auch die Black Crowes. Das abschließende Cover von Bad Company hätte jedoch nicht unbedingt sein müssen, rettet das Album aber wenigstens auf eine erträgliche Lp-Laufzeit. Da mir Wiser Time bislang völlig unbekannt waren, sie aber seit 2002 existieren und seitdem 3 vollwertige Alben und eine Ep veröffentlicht haben, weiß ich was zu tun ist. Ihr hoffentlich auch. Viel Spaß damit. Heavy
|