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winger - karma

Band: Winger
Album: Karma
Spielzeit: 42:47 min.
Plattenfirma/Vertrieb: Frontiers Records/Soulfood
Veröffentlichung: 16.10.2009
Homepage: www.kipwinger.com oder www.myspace.com/wingertheband
Wertung: 8
Schon während ihrer Hochphase während der ersten drei äußerst erfolgreichen Platten spalteten WINGER die Gemüter in zwei Lager. Auf der einen Seite die nicht gerade unerhebliche Anzahl an Fans, auf der gegenüberliegenden Seite die Horde der Zweifler und derjenigen, die sich über die Band lustig machten (z.B. die unsägliche Geschichte mit Beavies & Butthead auf MTV). 1993 war dann auch erst einmal Schicht im Schacht und Namensgeber Kip Winger wandelte auf Solopfaden. Erst 2006 warf der Chefdenker die Maschinerie wieder an und warf den Fans, die wie eine hungrige Meute fast 13 Jahre lang auf neues Material ihrer Helden warten musste, das recht gewöhnungsbedürftige Album “IV” an den Kopf. Eigentlich war es logisch, dass nichts mehr sein würde, wie es einmal war, immerhin befand man sich nicht mehr in den Hochzeiten melodischer Rockmusik, aber die Songs waren, um es einmal vorsichtig auszudrücken, praktisch Musik von Musikern für Musiker. Zwar waren die Verkaufszahlen nicht die schlechtesten, aber unterm Strich war “IV” nichts mehr für die breite Masse der alten Fans. Weitere 3 Jahre später wagen die Jungs um Kip Winger (der zwischenzeitlich auch ein neues, nicht so prickelndes Solowerk - “From The Moon To The Sun” -  in Angriff nahm) einen neuen Anlauf. Schlicht “Karma” betitelt gehen die Amis dieses Mal bei Weitem zeitgemäßer zu Werke.  WINGER im Jahre 2009 wird die Musikliebhaber auf ein Neues spalten, denn mit dem klassischem Rock der ersten beiden Megaseller hat “Karma” in weiten Teilen erneut nicht viel gemein. Aber ich glaube, das hat niemand mehr erwartet. Trotzdem haben sich die Amis auf ihre Stärken besonnen und blasen mit Songs wie “Deal With The Devil” oder “Supernova” zum Angriff. Die Platte hat einige Durchläufe gebraucht, aber dann gehen einem die Melodien nicht mehr aus dem Kopf. Zwischendurch treten WINGER auch ganz schön rein, denn an harten Gitarren wird z.B. bei “Feeding Frenzy” wahrlich nicht gespaart. Umso krasser sind dann die Unterschiede zu einem fast schon souligen Song wie “After All This Time”. Ihr seht, über Langeweile kann man sich wirklich nicht beklagen, das Einzige, was Ihr überwinden müsst, ist der innere Schweinehund, der Euch das Teil vielleicht nach dem ersten Hören für immer ins CD-Regal räumen lässt. “Karma” ist eine echt interessante Scheibe, die mich sehr überrascht hat.
Stefan
 

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