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Band: White Lilium Album: Tarantula Spielzeit: 17:46 min. Plattenfirma/Vertrieb: Eigenvertrieb Homepage: www.myspace.com/whitelilium Wertung: 5,5 von 10 Erinnert sich noch jemand an Regan, ihres Zeichens exorzierte „Dame“ aus dem gleichnamigen Blockbuster „Der Exorzist“. Das war 1973, nun ist sie wieder da, jetzt „singt“ sie bei WHITE LILIUM. Hä? Nein, Spaß beiseite. WHITE LILIUM sind eine Band aus dem Norden der Republik, genauer gesagt aus Preetz bei Kiel und sie machen irgendwas zwischen Screamo-Metalcore, Post-Hardcore und Deathcore. Die Beschreibung ihrer Musik steht zumindest so im Info zur neuen EP „Tarantula“ und irgendwie trifft es das schon. Das Lärm- ähem Soundgewand ist für ein Demo recht ordentlich ausgefallen, hier liegt also nicht der direkte Schwachpunkt dieses Tonträgers. Der junge Fünfer hat zwei Sänger, zum einen Jonas, der für die Screams zuständig ist (und früher Regan hieß, der Vergleich musste einfach her *grins*) und Gitarrist Felix, der die cleanen Parts übernimmt. Soweit also nix neues. Vier Tracks haben sich auf „Tarantula“ versammelt, einer davon handelt von einem kaputten Ei im Kühlschrank, das ist doch kein Grund um auszuflippen. Im Original heißt der Song also „A Cracked Egg In The Fridge Is No Reason To Turn Into Crazy“. Cool, oder? OK, ernsthaft – WHITE LILIUM machen ihre Sache eigentlich ganz gut, zu dumm nur, dass es halt massenweise Bands in dieser Sparte gibt, die genau wie WHITE LILIUM darauf warten, einen Sprung nach oben machen zu können. Auf dem musikalischen Sektor ist also einiges in Butter, nur der cleane Gesang von Felix klingt teilweise etwas naja sagen wir übungsbedürftig. Was aber nicht über die grundsätzlichen Begabungen der Jungs hinwegtäuschen soll. Trotzdem haben sie in ihrem jungen Alter, alle Bandmitglieder sind zwischen 19 und 21 Jahre alt, noch einiges an Proberaumaufenthalten vor sich. Warten wir einmal ab, was die Zukunft bringt. Im Moment ist leider nicht viel mehr als Durchschnitt drin. Vielleicht könnte man sich aber mit nicht alltäglichen Texten vom Einheitsbrei absetzen. Den Anfang hat man mit dem Eier-Song ja bereits gemacht. Ich hätte da auch gleich ne Idee: wie wärs mit nem Lied über einen Königspudel-Rüden, der in eine Metzgerei geht und als er wieder rauskommt, ist der Bus weg?! Zu guter Letzt möchte ich noch den Hinweis loswerden, dass Ihr Euch diese EP gratis auf der o.g. Myspace-Seite runterladen könnt. Have Fun und nehmt diese Rezession nicht ganz so ernst! Stefan
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