Schwein schwarz copy klein
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Wertung: 6 von 10

Das Debüt der Ludwigsburger Formation VOICES OF DESTINY ging völlig an mir vorüber, das durfte damals ja unser Julian besprechen. So kann ich aber schön unvoreingenommen an deren zweites Werk "Power Dive" heran gehen, keine überbordende Erwartungshaltung, keine Abneigung, einfach Bock auf gute Musik. Und was ich in den ersten Minuten höre, ist nicht von schlechten Eltern.
Geboten wird Symphonic Metal, wie ihn NIGHTWISH oder WITHIN TEMPTATION bekannt machten, man kann also auch ein wenig den Gothic Bereich mit abdecken. Erwähnenswert ist in dieser Hinsicht der Wechselgesang zwischen Sängerin Maike Holzmann und Keyboarder Lukas Palme, der mich sogar ein wenig an CREMATORY erinnert. Allerdings muss ganz klar gesagt werden, dass Maike die weitaus bessere Stimme hat und mich mit ihrem Gesang immer wieder mal kurz gefangen nimmt, die Growls dagegen sind ziemlich gewöhnlich. "Power Dive" legt dann auch wirklich gut los, klar sind die Keyboards dominant aber auch passend, der Song hat aber Feuer unterm Hintern und versumpft nicht in kitschigen Gefilden, wie das komplette Album diese gefährlichen Gestaden gekonnt umschifft. Und Maikes Stimme ist echt bemerkenswert, aber das sagte ich ja schon. "My Separation" langweilt erst ein wenig in der Strophe und Bridge mit schon öfter gehörten Passagen ehe der Refrain zwar zuckersüß aber auch schön den Gesamteindruck verbessert. Ähnliches wage ich von "Dreams Awake" zu berichten. Vielleicht sollten VOICES OF DESTINY noch ein wenig mehr an den Songs feilen und diese dadurch noch deutlicher aus dem Mittelmaß herausheben.
"Kami" klingt mir dann viel zu sehr nach NIGHTWISH, um ihn wirklich ernst zu nehmen. Dann geht es aber leider wirklich stark bergab, denn "Untouchable" hat außer Maikes Stimme rein gar nichts zu bieten, was hörenswert wäre. Gähn. Erst beim Digipack Bonustrack "Smoke And Mirrors" kommt bei mir als Rezensent wieder gute Stimmung auf. Na also, sie können es doch viel besser. Doch gesamt gesehen reichen halt 4 richtig gute Stücke nicht aus, wenn dazwischen noch soviel mittelmäßiges Material rumliegt und die guten Momente es schwer haben durch zu stechen. Als Anspieltipps kann ich euch "Power Dive", "My Separation", "Dreams Awake" und eben "Smoke And Mirrors" nennen, den Rest könnt ihr getrost überfliegen, ihr verpasst nicht viel.      

Markus  

Wertung: 7,5 von 10

Man muss ja auch mal ein bisschen über den Tellerrand hinaus gucken. Das dachte ich mir als mir diese Rezension des Debüts von VOICES OF DESTINY an Land zog. Normalerweise ist ja der Gothic Bereich nicht so meine Ecke. Aber wer weiß vielleicht erwartet einen ja hier eine Überraschung und es lohnt sich mal abseits der Wege zu gehen.
VOICES OF DESTINY gründeten sich im Jahre 2004. Die geistigen Väter sind Christopher Gutjahr (Gitarre) und Jens Hartwig (Bass). Die Band wird durch die Bandmitglieder Lukas Palme (Keyboard), Erik Seitz (Schlagzeug) und Patricia Riegraf (Gesang) allsbald komplettiert. Es folgen einige Liveauftritte, mit denen man sich lokal einen Namen macht. Im Herbst 2005 trennt man sich von Patricia und fand nach 2 monatiger Suche mit Maike Holzmann eine neue Dame für den Gesangsposten. Zu erwähnen sei noch das Keyboarder Lukas die Frontfrau mit Growls an der Gesangsfront unterstützt.
Musikalisch ist die Band in den Epic/Gothic Bereich einzuordnen. Ähnlich so namenhafter Bands wie EDENBRIDGE, EPICA und WITHIN TEMPTATION.
So genug zum Drumherum. Kommen wir nun zur Musik die uns VOICES OF DESTINY auf ihrem Debüt vorlegen.
Eröffnet wird mit „Ray of Hope“. Bombastisch fliegen uns die ersten Noten um die Ohren. Man merkt hier gleich das Sound und Produktionstechnisch aus dem Vollen geschöpft wurde. Der glockenklare Gesang von Frontfrau Maike ist sehr gut, leider hat sie es manchmal, auf Grund des etwas mangelnden Drucks und Power, schwer gegen den vielen Bombast anzukommen.
Ansonsten aber ein guter Start ins Album, mit allem was man von den oben genannten Bands erwartet.
Track Nummer 2 „Twisting the Knife“ wird ebenfalls mit viel Bombast eingeleitet. Treibendes Drumming und die komplexe Songstruktur mit allerlei Tempowechseln sind die hervorstechenden Merkmale. Zwischendurch meldet sich auch erstmals wirklich hörbar Keyboarder Lukas zu Wort. Für mich als bekennender Melodic Metal Anhänger sind seine Growls zwar nichts, aber sie gehören teilweise halt zur Stilrichtung. Sie bilden aber einen guten Kontrast zum klaren Gesang von Maike.
Beim folgenden Song Nummer 3 „Return from the Ashes“ werde ich immer wieder an NIGHTWISH erinnert. Die Songstrukur und Melodie sind doch recht ähnlich. Aber das ist ja keine schlechte Referenz. Growler Lukas bekommt hier mehr Zeit für seine Einlagen zur Verfügung gestellt. Zum Ende hin erwartet uns ein feines Gitarrensolo was sich wirklich hören lassen kann.
Schöne Nummer.
Episch, ja gerade zu progressiv wird es beim 5. Stück „Icecold“. Schöne Melodien und ein wirklich klassen Gesang stechen hier hervor und machen die Nummer zu einem der Highlights auf der gesamten Platte. Der Chorus ist auch nicht von schlechten Eltern.
Gefällt mir wirklich gut. Hat was!
Apropos hat was. Das folgende “Apathy” ist auch so ein Kandidat. Nicht ganz so progressiv und bombastisch, dafür aber mit viel Gefühl ausgestattet, hebt es sich klar von dem Rest ab. Hier merkt man auch, das, wenn der Bombast etwas zurückgefahren wird, Maikes Gesang wesentlich besser zur Geltung kommt.
Leute die wieder mehr Bombast und Power erwarten sind bei Track 7 „Endeavour To Life“ und 8 „All Eyes on Me“ genau richtig. Hier ist alles enthalten. Krachende Gitarrenriffs, aggressive Growls und treibendes Drumming.
Anspieltipps:
Wer sich für die Band interessiert und einen Eindruck bekommen möchte, sollte sich “Ray of Hope”, „Return from the Ashes“, „Icecold“ und „All Eyes on Me“ zu Gemüte führen.
Fazit:
Das Debüt von VOICES OF DESTINY ist nicht von schlechten Eltern. Man bekommt hier genau das was man als Gothic/Epic Metal Anhänger erwartet. Ein bisschen mehr Innovation täte den Fünfen aber ganz gut. Vieles hat man so oder ähnlich doch schon gehört. Gut gemacht ist alles aber trotzdem, das steht außer Frage.
Ein weiterer Kritikpunkt ist, wie schon angesprochen, dass der Bombast hier manchmal etwas zu sehr im Vordergrund steht. Dadurch fällt die wirklich schöne Stimme von Fronfrau Maike ein wenig ab.
Ansonsten gibt es aber nicht viel zu meckern.
Gutes Debüt, welches natürlich noch Luft nach oben hat.
Weiter so!
Julian

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Voices Of Destiny - Power Dive

Info

Band: Voices Of Destiny
Album: Power Dive
Spielzeit: 55:17 min.
Plattenfirma: Massacre Records
Veröffentlichung: 27.01.2012
Homepage:
www.voices-of-destiny.de

Tracklist

1. Intro
2. Power Dive
3. My Separation
4. Dreams Awake
5. Kami
6. Untouchable
7. Being Worth
8. Dedication
9. Your Hands
10. Red Winter's Snow
11. Outro
12. Smoke And Mirrors (Bonustrack)

VOICES_OF_DESTINY_-_From_The_Ashes_artwork

Info

Band: Voices Of Destiny
Album: From the Ashes
Spielzeit: 45:58 min
Plattenfirma: Massacre Records
Veröffentlichung: 26.02.2010
Homepage:
www.voices-of-destiny.de

Tracklist

01. Ray of Hope
02. Twisting the Knife
03. Return from the Ashes
04. Relief
05. Icecold
06. Apathy
07. Endeavour to Life
08. All Eyes on Me
09. Bitter Visions
10. Hourglass
11. Red Winters Snow to Blood and Stone
12. Not the One

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