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Das Debüt der Ludwigsburger Formation VOICES OF DESTINY ging völlig an mir vorüber, das durfte damals ja unser Julian besprechen. So kann ich aber schön unvoreingenommen an deren zweites Werk "Power Dive" heran gehen, keine überbordende Erwartungshaltung, keine Abneigung, einfach Bock auf gute Musik. Und was ich in den ersten Minuten höre, ist nicht von schlechten Eltern. Geboten wird Symphonic Metal, wie ihn NIGHTWISH oder WITHIN TEMPTATION bekannt machten, man kann also auch ein wenig den Gothic Bereich mit abdecken. Erwähnenswert ist in dieser Hinsicht der Wechselgesang zwischen Sängerin Maike Holzmann und Keyboarder Lukas Palme, der mich sogar ein wenig an CREMATORY erinnert. Allerdings muss ganz klar gesagt werden, dass Maike die weitaus bessere Stimme hat und mich mit ihrem Gesang immer wieder mal kurz gefangen nimmt, die Growls dagegen sind ziemlich gewöhnlich. "Power Dive" legt dann auch wirklich gut los, klar sind die Keyboards dominant aber auch passend, der Song hat aber Feuer unterm Hintern und versumpft nicht in kitschigen Gefilden, wie das komplette Album diese gefährlichen Gestaden gekonnt umschifft. Und Maikes Stimme ist echt bemerkenswert, aber das sagte ich ja schon. "My Separation" langweilt erst ein wenig in der Strophe und Bridge mit schon öfter gehörten Passagen ehe der Refrain zwar zuckersüß aber auch schön den Gesamteindruck verbessert. Ähnliches wage ich von "Dreams Awake" zu berichten. Vielleicht sollten VOICES OF DESTINY noch ein wenig mehr an den Songs feilen und diese dadurch noch deutlicher aus dem Mittelmaß herausheben. "Kami" klingt mir dann viel zu sehr nach NIGHTWISH, um ihn wirklich ernst zu nehmen. Dann geht es aber leider wirklich stark bergab, denn "Untouchable" hat außer Maikes Stimme rein gar nichts zu bieten, was hörenswert wäre. Gähn. Erst beim Digipack Bonustrack "Smoke And Mirrors" kommt bei mir als Rezensent wieder gute Stimmung auf. Na also, sie können es doch viel besser. Doch gesamt gesehen reichen halt 4 richtig gute Stücke nicht aus, wenn dazwischen noch soviel mittelmäßiges Material rumliegt und die guten Momente es schwer haben durch zu stechen. Als Anspieltipps kann ich euch "Power Dive", "My Separation", "Dreams Awake" und eben "Smoke And Mirrors" nennen, den Rest könnt ihr getrost überfliegen, ihr verpasst nicht viel.
Markus
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