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vanderlinde - wind and rain

And rain Band: Vanderlinde
Album: Wind And Rain
Spielzeit: 42:24 min.
Plattenfirma/Vertrieb: Artist Station Records/Soulfood
Veröffentlichung: 29.04.2011
Homepage: www.vanderlinde.info
Wertung: 7 von 10
Dass die holländische Band VANDERLINDE um Komponist und Sänger Arjen van der Linde keine alltägliche Erscheinung in der Musiklandschaft ist, hat sie ja schon mit dem 2009er Album “VanderLism” bewiesen. Und genau so beginnt auch das neue Werk “Wind And Rain” alles andere als gewöhnlich. Dessen Titeltrack – am Anfang stehend – sehr ruhig und gediegen beginnt, erst nach knapp 2 Minuten rock´n rollt der Vierer voll drauf los und lässt die Beine mitwippen. Im Laufe des Albums werden die Referenzen klar: Up-To-Dates wie KINGS OF LEON treffen auf Classics wie FURY IN THE SLAUGHTERHOUSE oder THE GUESS WHO und bei der Coverversion von “Fool On The Hill” würden selbst die BEATLES staunen, was man aus ihren Songs machen kann. Über allem schwebt die Stimme des Mannes, der  in hohen Passagen als neuer SAMMY HAGAR durchgehen könnte. Der Großteil der Songs ist sehr ruhig, auf dem dritten Album geht man noch ein paar Schritte zurück und lässt die rockigen Parts fast komplett unter den Tisch fallen. Um es mit dem Text des Promobeipackzettels zu sagen: VANDERLINDE – A Rock Fragrance For Men And Women! Top Note: Country Rock, Heart Note: Heavy, Base Note: Americana. Gut, das mit dem Country und Americana unterschreibe ich blind, aber das mit dem Heavy muss mir nochmal wer erklären. Definitiv wollen die Holländer nicht eine schnelle Nummer für zwischendurch sein, sondern haben mit “Wind And Rain” ein Album gemacht, das man langsam entdecken muss. Für alle, die sich doch ein schnelles Bild machen möchten, empfehle ich den schon erwähnten Opener “Wind And Rain” und die Single-Auskopplung “The Difference”. Bei Gefallen sollten aber schon ein paar mehr Hördurchgänge angedacht werden.
Ob “Wind And Rain” ein geeignetes Album für den Headbanger von nebenan ist, kann bezweifelt werden. Aber Rocker mit dem gewissen Weitblick könnten sich durchaus für dieses luftige Album begeistern.
Stefan

vanderlinde - vanderlism

Band: Vanderlinde
Album: Vanderlism
Spielzeit: 47:39 min.
Plattenfirma/Vertrieb: ASR/Soulfood
Veröffentlichung: 23.10.2009
Homepage: www.vanderlinde.info oder www.myspace.com/vanderlindeinfo
Wertung: 7 von 10
Irgendwie sagt es uns schon der Name: VANDERLINDE können nur aus den Niederlanden kommen. Das Trio um Namensgeber und Bassist Arjan van der Linde beschert uns nun mit ihrem neuen Rundling “Vanderlism” ihr zweites Album, dem das relativ rockige, etwas an AC/DC orientierte Erstwerk “Fertility” vorausgegangen war. Wer aber auch dieses Mal kernigen, straighten Rock´n Roll erwartet, wird gleich von Beginn an etwas verwundert aus der Wäsche gucken. Denn auf “Vanderlism” kommen ganz andere Einflüsse zum Tragen, denn der Großteil des Songmaterials bewegt sich irgendwo zwischen Alternative und Country. Im Info führt man über 30 Bands auf, die man bei genauem Hinhören alle erkennen soll. OK, das ist jetzt Geschmackssache, ich finde einfach, dass die Band auf ihrem Zweitling einfach in eine neue, eigenständigere Richtung tendiert, die sicherlich gewisse Einflüsse in sich birgt (jede Band hat seine Vorbilder, egal ob Megaseller oder Dorfcombo), aber mehr eigene Identität zeigt. Aber nicht jeder der 13 Songs kann sofort punkten. Das erste Stück “She´s Rock´n Roll” geht mir auch nach oftmaligem Hören nicht in den Kopf und das folgende “Lonely” ist mir einfach zu langweilig. Da kann auch die Herbststimmung nicht viel daran ändern. Aber es gibt auch starke Nummern wie die erste Single “Killing The Man”, “Unconcealed” oder das dreckige “The Road To Nowhere” bzw. “820721 (95%)” (welch kurioser Titel, in dem Song geht es um einen Unfall, der an diesem besagten Tag beinahe tödlich geendet hätte). Und das abschließende “My Sweet Love” ist der perfekte Soundtrack für Euer nächstes Urlaubsvideo von der Route 66. Nebenbei möchte ich noch erwähnen, dass diese CD von keinem Geringeren als Erwin Musper gemixt wurde. “Vanderlism” ist ein abwechslungsreiches Album für alle, die mit einer Mischung aus Hardrock, Alternativ und Country zurechtkommen und über den Tellerrand hinausschauen können. Denn aus diesen verschiedenen Bereichen gibt es eine wilde Mischung, angefangen von äußerst ruhigen Tönen über stampfende Rockriffs bis hin zu amerikanischen Songwriter-Stücken, von allem etwas.
Stefan
 

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