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Band: VANDEN PLAS Album: The Seraphic Clockwork Spielzeit: 72:30 min Plattenfirma: Frontiers Records/Soulfood Veröffentlichung: 04.06.2010 Homepage: www.vandenplas.de Wertung: 9 von 10 VANDEN PLAS die deutsche Prog Metal Band bestehen nun auch schon seit gut 25 Jahren. Zum ersten Mal richtig aufgefallen sind mir die 5 Jungs aus Kaiserslautern mit dem Vorgänger Album „Christ 0“, welches das 6. der Band war. Woran es gelegen hat das die Band mir bis dahin völlig unbekannt war, kann ich nicht sagen. Mit „Chris 0“ hatten man sich selbst aber eine sehr hohe Messlatte gelegt und ich kann es vorweg nehmen, diese wurde mit dem mir nun vorliegenden neuen Werk „The Seraphic Clockwork“ auf jeden Fall wieder erreicht. Ganz übersprungen wurde sie aber nicht. Dafür war der Vorgänger einfach zu gut. Musikalisch hat sich natürlich nicht viel geändert. Nach wie vor frönt man dem melodischen und progressiven Metal, wobei hier die absolute Perfektion der Songs auffällt. Die Jungs achten also sehr aufs Detail und haben auch bei ihrem neuen Album wieder eine prima Hintergrundstory erarbeitet. Die Kurzfassung dieser wird von der Band wie folgt angegeben: Die Story des Konzeptalbums erzählt von der Zeitreise des im 16. Jahrhundert in Rom lebenden Protagonisten, der aufgrund einer Vision vom Ende der Welt in die Mühlen einer alttestamentarischen Prophezeiung gerät. Er reist zurück ins Jerusalem des Jahres 33 n. Chr., wo er sich seiner gottgewollten Bestimmung stellen muss. Interessierte dürften vermutlich im Booklet wie auch in Kürze auf der Homepage der Band mehr Infos dazu bekommen. Das Line Up ist übrigens seit Jahren stabil und besteht weiterhin aus Torsten Reichert (Bass), Günter Werno (Keyboards), Andy Kuntz (Gesang), Andreas Lill (Schlagzeug) und Stephan Lill (Gitarre). Nun starten wir aber mal mit dem sehr komplexen musikalischen Teil und schauen wie das neue Werk unseren Gehörgängen mundet. Ohne Opener geht es direkt mit dem ersten Song „Frequency“ los. Die Gitarrenriffs braten gleich zum Anfang voll los. Diese prägenden Riffs bleiben uns auch im gesamten Song erhalten. Trotzdem bewegen wir uns hier im Midtempobereich. Beim guten Chorus wird das Tempo zeitweise ein klein wenig herunter gefahren, was aber zur Abwechslung und zur Stimmung gut beiträgt. Apropos Abwechslung das Wort werdet ihr noch mehrmals lesen. Ein guter Opener der den geneigten Hörer auf das was kommen mag einstimmt. Satter, schöner Prog Metal halt. Beim zweiten Stück „Holes in the Sky“ geht es recht bedächtig los, bevor das treibende Drumming und wieder diese prägnant sägenden Riffs einsetzen. Der Chorus ist hier auch mal wieder aller erste Sahne. Hier geht es nicht ganz so progressiv wie beim ersten Song zu Werke. Das Ganze ist eingängiger und somit für den Hörer besser greifbar. Achja, für alle Gitarrenfreaks, man höre sich einmal das Solo im Mittelteil an, das ist richtig gut. Klasse Song der gut ins Ohr geht und gefällt. Ein Highlight der Platte folgt nun mit „Scar of an Angel“. Prog Metal wie man ihn sich nicht besser vorstellen könnte. Klasse Melodieführung, Tempowechsel, weibliche Vocals und ein richtig gut aufgelegter Sänger Andy. Prog Herz was willst du mehr! Die Nummer gefällt von mal zu mal mehr und man findet immer wieder neue kleine Feinheiten bei jedem Hördurchgang. Klasse! Song 5 „The Final Murder“ geht in eine ähnlich Richtung. Der Anfang ist ein wenig bedächtig. Der sanfte Gesang und die Instrumentalisierung lässt ein wenig orientalisches Feeling aufkommen. Wieder so eine richtig gute Melodieführung und ein klasse Chorus. Wie machen die Jungs das nur? Zwei so Prog Hämmer nacheinander? Der Prog Metal Fan wird begeistert sein und auf Knien vor der Anlage liegen. So Leute, einen Highlight Track habe ich noch für euch. „Rush of Silence“ ist ein wahres Kunstwerk geworden. Hier stimmt einfach alles! Songstruktur, gesanglich, instrumental und der absolut mega geniale Chorus. Alles auf einem sehr sehr hohen Level. Hut ab Jungs, ein spitzen Track! Im Gegensatz hierzu fallen die beiden letzten Tracks leider ein wenig ab.
Anspieltipps:
Die Scheibe ist recht komplex und man benötigt ein paar Hördurchgänge, aber hervorstechen tun die Tracks „Scar of an Angel“, „The Final Murder“ und „Rush of Silence“
Fazit :
Selten ist mir ein Fazit so schwer gefallen. Auf der einen Seite steht die wirklich gute, teilweise geniale Leistung der Jungs von VANDEN PLAS, auf der anderen Seite ist mir die Scheibe zu komplex das ich manchmal keinen richtigen Zugang zu den Songs gefunden habe. Musikalisch und Gesanglich gibt es hier rein gar nichts auszusetzen. Sänger Andy sticht wie immer mit seinem Gesang schön raus und ist gut zu erkennen und die Produktion ist auch schön fett. Was hier zählt ist aber die Leistung und die ist mir bei diesem Album sehr gute 9 Punkte wert und eine Aufnahme in unsere Hall Of Fame.
Trackliste:
01. Frequency 02. Holes In The Sky 03. Scar Of An Angel 04. Sound Of Blood 05. The Final Murder 06. Quicksilver 07. Rush Of Silence 08. On My Way To Jerusalem 09. Eleyson (bonus track)
Julian
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