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Leute, wie die Zeit vergeht! Lange 19 Jahre ist es nun schon her, dass die Karohemdenfraktion um NIRVANA die ganze Rockmusikszene – nicht nur in Hollywood – durcheinander gewürfelt hat. Was für VAIN 1989 mit dem Debüt “No Respect” und Hits wie “Beat The Bullet” oder “Who´s Watching You” so vielversprechend begann, sollte kurz vor der Veröffentlichung des Zweitwerkes “All Those Strangers” 1991 ein jähes Ende finden. Na, klingelt´s? Ja, die hier vorliegende Scheibe hat schon ordentlich was auf dem Buckel, nämlich genau 19 Jahre. Bisher war das Teil aber in diversen Bootlegversionen zu haben, die mit den verschiedensten Covers angeboten wurden und auch der Sound war sehr variabel. Jetzt reicht Davy Vain höchstselbst die offizielle Version dieses Silberlings nach, und zwar direkt von den Masterbändern. Ja, da wetzen die Fans ihre Messer und setzen an zum Sturm auf die Plattenläden der Republik. Ach so, es gibt fast keine Plattenläden mehr, die diese Art von Musik führen? Hm, dann muss sich die Meute wohl übers Internet eindecken, besser gesagt bei MusicBuyMail (oder natürlich bei den Kollegen), denn die bringen “All Those Strangers” auch auf den deutschen Markt. Doch bevor jetzt alle blind auf “Bestellung abschicken” drücken, hört zumindest mal kurz rein, denn leider kann das Album nicht ganz gegen das tolle Debüt anstinken. Es fehlen die großen Hits (der beste Song steht mit “Love Drug” gleich am Anfang), es gibt auch ein paar Füller und der Sound hätte auch eine Bearbeitung gebrauchen können. Denn was noch nicht offiziell erschienen ist, kann doch auch etwas verschönert werden, oder? Klar, der Spirit der Entstehungszeit sollte schon rüberkommen (das Debüt war ja auch kein Soundmonster) aber ganz ehrlich, das Bootleg, das ich (gezwungenermaßen) zu Hause habe, hat fast nen besseren Sound als diese Version. Tja, Ihr seht schon, “All Those Strangers” ist ne coole Scheibe, wenn Ihr unmißverständlich auf diese Zeit steht, aber essentiell geht anders. Trotzdem finde ich den offiziellen Release gut, damit hat die Bootleggerei ein für alle Mal ein Ende! Stefan
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