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Wertung: 7 von 10

Es ist kommt nicht all zu oft vor, dass sich Promo-Material so oft in meinem Player festsetzt, wie das neue Album von Davy Vain. Das liest sich im erstem Moment mit Sicherheit positiv, ist es im Falle von VAIN's neuem Silberling „Enough Rope“ aber nur bedingt. Das Album hat sich mit Sicherheit um die 60 mal in meinem Player gedreht und hat es trotzdem nicht geschafft, mich zu begeistern. Eigentlich sehr schade, da ich das Debüt „No Respect“ als einen Klassiker des Glam Genres sehe. Der ehemalige DEATH ANGEL Produzent ("The Ulta-Violence") hatte es mit seiner unverkennbaren Stimme und dem rotzigen Rock geschafft, dass ich auch heute noch, eben diesen Tonträger, immer wieder gerne auflege. Irgendwie verlor ich seine weitere Karriere aus den Augen und kenne ansonsten nur noch eine weitere Scheibe.

2011 besteht die Bay Area Combo aus:
Davy Vain – Vocals & Gitare
Jamie Scott – Gitarre
Danny West – Gitarre
Ashley Mitchell - Bass
Tommy Rickard - Schlagzeug

Des weiteren untersützten Louie Senor (Schlagzeug) und Fraser Lunney (Bass) die Band bei den Aufnahmen zu "Enough Rope".
Schlecht ist der neue Output von Davy Boy beileibe nicht, verfügt er doch über einige wirklich satte Nummern, die einen Sleaze/Glam Rock Fanatiker dazu bewegen einen Flic Flac zu schlagen. Vain's Stimme hat über all die Jahre nicht an Faszination verloren und der Herr verfügt über das eigenwilligste und charismatischste Organ der gesamten Rockszene. Auch die Produktion ist genau so ausgefallen, wie es bei diesem Genre sein sollte, nämlich schön kraftvoll und genügend Dreck versprühend.
Kompositorisch haben VAIN sich auf ihre Roots besonnen und so manche Nummer hätte auch locker auf „No Respect“ stehen können. Ganz klare Winner sind der kraftvolle Opener „Greener“, der Titelsong „Enough Rope“, das tolle „Vain“ und das flotte und rotzige „Workship You“.

Auch die restlichen Nummern sind nicht schlecht, aber überzeugen mich nicht so sehr, wie die o.g. Titel.
VAIN haben, nach etlichen Jahren, wieder mal ein anständiges Album auf den Markt gebracht und trotzdem zündet „Enough Rope“ nicht in meinem Gehörgang, wie ich es mir eigentlich erhofft habe. Irgendwie kommen mir die Songs zu routiniert gespielt daher und ich vermisse die gewisse Unbekümmertheit, welche mich vor 22 Jahren so sehr begeistert hat.

Lasst Euch von meiner Kritik nicht abhalten und testet „Enough Rope“ mal an, denn die von mir genannten Songs sind es wert, einem Lauschtest unterzogen zu werden. Vielleicht brauche ich einfach noch weitere 40 Durchläufe bis das Album mir gehörig in den Hintern tritt und dann kann es gut sein, dass ich meine bisherige Meinung revidiere.

Momentan erspielen sich Mr. Vain und Bandkollegen grundsolide 7 Punkte.

VAIN_Enough Rope_cover

Info

Band: Vain
Album: Enough Rope
Spielzeit: 48:14 min.
Plattenfirma: Jackie Rainbow Records
Veröffentlichung: 28.10.2011
Homepage: www.davyvain.com

Tracklist

Greener
Triple X
Hot Stage Lights
Stray Kitten Burns
Cindy
Treasure Girl
Enough Rope
Solid Gold
Distance Of Love
Vain
Worship You

Wertung: 6,5 von 10

Leute, wie die Zeit vergeht! Lange 19 Jahre ist es nun schon her, dass die Karohemdenfraktion um NIRVANA die ganze Rockmusikszene – nicht nur in Hollywood – durcheinander gewürfelt hat. Was für VAIN 1989 mit dem Debüt “No Respect” und Hits wie “Beat The Bullet” oder “Who´s Watching You” so vielversprechend begann, sollte kurz vor der Veröffentlichung des Zweitwerkes “All Those Strangers” 1991 ein jähes Ende finden. Na, klingelt´s? Ja, die hier vorliegende Scheibe hat schon ordentlich was auf dem Buckel, nämlich genau 19 Jahre. Bisher war das Teil aber in diversen Bootlegversionen zu haben, die mit den verschiedensten Covers angeboten wurden und auch der Sound war sehr variabel. Jetzt reicht Davy Vain höchstselbst die offizielle Version dieses Silberlings nach, und zwar direkt von den Masterbändern. Ja, da wetzen die Fans ihre Messer und setzen an zum Sturm auf die Plattenläden der Republik. Ach so, es gibt fast keine Plattenläden mehr, die diese Art von Musik führen? Hm, dann muss sich die Meute wohl übers Internet eindecken, besser gesagt bei MusicBuyMail (oder natürlich bei den Kollegen), denn die bringen “All Those Strangers” auch auf den deutschen Markt. Doch bevor jetzt alle blind auf “Bestellung abschicken” drücken, hört zumindest mal kurz rein, denn leider kann das Album nicht ganz gegen das tolle Debüt anstinken. Es fehlen die großen Hits (der beste Song steht mit “Love Drug” gleich am Anfang), es gibt auch ein paar Füller und der Sound hätte auch eine Bearbeitung gebrauchen können. Denn was noch nicht offiziell erschienen ist, kann doch auch etwas verschönert werden, oder? Klar, der Spirit der Entstehungszeit sollte schon rüberkommen (das Debüt war ja auch kein Soundmonster) aber ganz ehrlich, das Bootleg, das ich (gezwungenermaßen) zu Hause habe, hat fast nen besseren Sound als diese Version. Tja, Ihr seht schon, “All Those Strangers” ist ne coole Scheibe, wenn Ihr unmißverständlich auf diese Zeit steht, aber essentiell geht anders. Trotzdem finde ich den offiziellen Release gut, damit hat die Bootleggerei ein für alle Mal ein Ende!
Stefan

vain - all those strangers

Info

Band: Vain
Album: All Those Strangers
Spielzeit: 51:42 min.
Plattenfirma/Vertrieb: MusicBuyMail
Veröffentlichung: 12.03.2010
Homepage: www.davyvain.com

Tracklist

 

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