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triosphere - the road less travelled

Band: Trioshpere
Album: The Road Less Travelled
Spielzeit: 50:10 min
Plattenfirma: AFM Records
Veröffentlichung: 28.05.2010
Homepage: www.thetriosphere.com
Wertung: 8,5 von 10
Die norwegische Band TRIOSPHERE veröffentlichten im Jahre 2007 ihr Longplayer Debüt “Onwards”. Nun sind sie mit neuem Label, AFM Records und der neuen Scheibe „The Road Less Travelled“ zurück und wollen beweisen das ihr super Debüt keine Eintagsfliege war und mit der Band nach wie vor zu rechnen ist. Personell hat sich meines Wissens nach nichts geändert und die Band besteht immer noch aus der Frontfrau Ida Haukland (Gesang und Bass), Marcus Silver (Gitarre, Ex Griffin), Tor Ole Byberg (Gitarre) und Orjan Jorgensen (Schlagzeug). TRIOSPHERE waren in der letzten Zeit stark im Gespräch gewesen, das sie mit so Größen wie W.A.S.P oder JORN auf Europatour waren. Der musikalische Stil der Band ist nach wie vor der Power Metal mit ab und an ein paar Prog Metal Anleihen.
Los geht es mit dem etwas öden Intro „Ignition“ was nur als Einleitung dienen soll.
Richtige Power zum anheizen sucht man hier leider vergebens.
Diese Power bekommt man dann aber beim ersten richtigen Track „Driven“, richtig serviert.
Hier wird gerockt und gegroovt was das Zeug hält. Ein mächtiges Soundgewitter was hier auf den Hörer los gelassen wird. Ein richtiger guter Opener der einen gleich packt und so schnell nicht mehr los lässt. Ganz starke Nummer.
Schon zum Anfang ein kleines Minihighlight, so kann es weiter gehen.
Bei Song 3 „Human Condition“ wird es ein wenig sanfter, dafür hat das Teil eine tierische Dynamik und feine Melodiebögen. Zusätzlich wird uns hier ein ganz klasse Chorus angeboten, der sich sofort im Gehörgang festsetzt. Im Mittelteil gibt es ein richtig gutes Gitarrensolo von Mr. Silver zu bewundern. Der Mann hat was drauf, das hört man mit jeder Note. Klasse Song gefällt mir sehr gut.
Das folgende „Death of Jane Doe“ groovt ebenfalls was die Rythmusfraktion her gibt. Der Spannungsbogen wird bis zum, etwas zahmeren, Chorus sehr gut aufgebaut. Dieser ist, wie man es von den vorherigen Songs gewöhnt ist extrem eingängig. Zum Ende des Songs werden ein paar gesprochene Passagen in den Song mit eingemischt, was wohl zur Story beitragen soll. Passt wie ich finde ganz gut.
Der Track schwankt vom Stil her an einigen Stellen doch ganz extrem zwischen Midtempo und Halbballade. Cooles abwechslungsreiches Stück. 
Track 5 „Marionette“ kommt auch sehr abwechslungsreich daher. Mal etwas langsamer, dann wird das Tempo wieder angezogen und zum Ende hin wird es total verträumt und leise. Der Song hat wirklich viele Stilelemente zu bieten.
Feines Stück zum etwas verschnaufen und Luft holen.
Der Titeltrack „The Road Less Travelled“ ist für meinen Geschmack nicht Fisch, nicht Fleisch. Soll heißen auf der einen Seite gut gemacht, mit gutem Aufbau und einen guten Chorus, auf der anderen Seite aber für einen Titelsong nicht sehr aufregend und er bleibt nicht wirklich hängen. Schade, hätte man mehr draus machen können.
Der 8. Song „The  Watcher“ ist auch recht interessant, aber diesmal ist es nicht so sehr der Chorus, der einem im Kopf hängen bleibt, sondern eher die Strophen die cool mit ein wenig Nachhall gemacht sind. Ein hörenswerter Song, nicht überragend, aber gut gemacht.
So jetzt bleiben noch 2 Tracks bevor ein Outro das Ende der Scheibe einläutet. An 9. Position erwartet uns mit „21“ ein herrliche rockender Midtempo Song der mit einem ganz klasse Gesang und catchigen Chorus ausgestattet ist. Noch absolut nicht erwähnt, was ich jetzt aber schnellstens nachhole, habe ich das Frontfrau Ida wirklich eine richtig gute Rockröhre besitzt, die den Songs den richtigen Druck aber auch Gefühl verpasst. Super Nummer!
Mit dem letzten richtigen Track „Worlds Apart“ liefern uns TRIOSPHERE ein klasse Abschluss und eins der Highlights der Platte. Super abwechslungsreicher Aufbau, klasse Chorus und ganz starke Gesangsleistung. Ganz ganz starke Nummer! Power/Melodic Metal Herz was willst du mehr?

Anspieltipps:

Man kann das neue Album wirklich sehr gut am Stück hören, aber die Songs die ein wenig raus stechen und die man sich zum an testen anhören sollte sind: „Driven“, „Human Condition“, „21“ und „Worlds Apart“.

Fazit:

Mit ihrem zweiten Werk „The Road Less Travelled“ haben TRIOSPHERE bewiesen das ihr viel gelobtes Debüt keine Eintagsfliege war. Man geht konsequent den eingeschlagenen Weg weiter und besitzt mit Frontfrau Ida die passende Sängerin zu dem druckvollen Sound. Das Album ist, wie schon gesagt von vorne bis hinten gut hörbar. Man sollte aber den ein oder anderen Song ein paar Durchläufe mehr gönnen. Erst nach und nach entfaltet sich die richtige Wirkung einiger Nummern. Mit AFM haben die Mannen und die Frau von TRIOSPHERE auch das passende Label, die das zweite Album auch richtig vermarkten. Ihr Debüt “Onwards” hat glaube ich nicht so viel Aufmerksamkeit in der Fachpresse bekommen wie man es sich erhofft hatte. Noch ist nicht alles Gold was glänzt, aber TRIOSPHERE sind auf dem richtigen Weg. Weiter so!

Trackliste:

01. Ignition (Intro)
02. Driven
03. Human Condition
04. Death Of Jane Doe
05. Marionette
06. The Road Less Travelled
07. The Anger And The Silent Remorse
08. Watcher
09. 21
10. Worlds Apart
11. The Last Haven (Outro)

Julian
 

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