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Unverhofft kommt oft. Besonders wenn man einfach so auf myspace surft und auf einmal eine Band entdeckt, deren Songs dich einfach vom Hocker hauen. So geschehen bei mir und einer Truppe namens TRIBE aus Großbritannien. Also einfach Kontakt aufgenommen, bisschen mit Sänger Paul K. gemailt und schon hatte ich ein kleines Interview für euch. Besonders, da die Jungs gerade mit Produzentenlegende Sascha Paeth im Studio sind, um ihr Debüt einzutrommeln.

M.R.: Ihr habt vor der Gründung von TRIBE bereits Erfahrung im Musikbusiness gesammelt. Leider habe ich nicht herausgefunden wo, warum dies ein Ende hatte und wie es zum Start von TRIBE kam. Klär mich doch in Kurzform darüber auf.

P.K.: Nick (Dunne, git.) und ich spielten vor einigen Jahren zusammen in einer Band namens CREED (nicht die bekannte amerikanische Band!). Wir hatten hier in Großbritannien einigermaßen Erfolg. Der Hauptgrund für den Split war, dass die Jungs in der Band in verschiedene Richtungen wollten, sowohl musikalisch als auch persönlich. Wie das Leben so spielt, Menschen ändern sich, es gab also keinen großen Knall, es ging einfach nur jeder seinen Weg.
TRIBE steht unter anderen Voraussetzungen als unsere alte Band. Wir haben alle aus den vergangenen Erfahrungen höllisch viel gelernt, sowohl über uns uns als auch über unsere Musik. Wir werden bei TRIBE absolut nichts tun, hinter dem wir nicht zu hundert Prozent stehen. Die Songs handeln von unseren Erfahrungen, Ereignisse die uns beeinflussten, solche Sachen eben. Es gab keinen spezifischen Grund, warum die Band zusammen fand, es war eine ganze Kette von Ereignissen, so eine Art Domino Effekt.


M.R.: Wie kam der Kontakt zu Sascha Paeth zustande?

P.K.: Als wir anfingen die Songs für das Album zu schreiben, hatten wir ein paar Ideen, mit wem wir zusammen arbeiten wollten. Sascha stand auf Platz 1 der Liste vom ersten Tag an. Wir alle lieben seine Arbeit und so beauftragten wir unser Management ihn zu kontaktieren und sandten ihm ein paar Songs.

M.R.: Wie ist die Arbeit denn mit ihm? Lass uns mal annehmen einer unserer Leser sitzt mit euch im Studio. Was kann er/sie erwarten?

P.K.: Sascha ist sowohl ein unglaublicher Musiker als auch ein großartiger Produzent. Er holt sämtliche Ideen aus der Band. Wir haben gerade die Vorproduktion hier in England abgeschlossen, wo wir einige Wochen damit beschäftigt waren, an den 16 Songs zu arbeiten, die wir für das Album geschrieben haben. Sascha analysiert jeden Part des Songs und jedes Instrument einzeln und schlägt Wege vor, das zu verbessern, was schon in Grundzügen steht. Sollte also eine Sektion eines Songs nicht so gut sein, schauen wir alle, wie wir das ändern können. Er ist eine gelassene absolut coole Person, die auch sehr witzig sein kann. Wir lieben es mit ihm zu arbeiten.

M.R.: Ich habe bisher keine Plattenfirma entdeckt, die euch unter Vertrag genommen hat. Macht ihr momentan alles auf eigene Faust?

P.K.: Im Moment übernimmt unser Management sämtliche geschäftlichen Aspekte von TRIBE. Wir sind in der glücklichen Lage dabei ein echt gutes Team zu haben. Es ist eine Schande, dass nicht viele Bands dieses Glück haben. Sie werden schlecht beraten, betrogen und belogen. Und das von Leuten, denen sie vertrauen. Ich befürchte, dies ist viel zu häufig der Fall im Musik Business. Es ist sehr schade, dass viele talentierte Bands niemals etwas erreichen, obwohl es gar nicht ihre Schuld ist.

M.R.: Warum habt ihr euch für den Namen TRIBE entschieden?

P.K.: Der Bandname stammt von einem Song, den ich vor langer Zeit geschrieben habe. „The Last Tribe“ handelt von der Zielstrebigkeit der Menschheit. Ich habe die dahinter steckende Idee und natürlich auch den Titel an sich schon immer für toll empfunden. Als wir dann einen Namen für die Band suchten, schlug ich ihn vor und alle waren begeistert. Ich vermute man könnte auch die Philosophie der Band damit ausdrücken.

M.R.: Was sind eure Haupteinflüsse und warum habt ihr angefangen Rockmusik zu spielen? (Cause we all wanna be big rockstars, driving 15 cars – Nickelback)

P.K.: Wir sind von Kindheit an mit Rock und Metal aufgewachsen, darum glaube ich, dass einfach eine natürliche Entwicklung war, dass wir Rock Musik machen wollten. Jeder einzelne von uns hat unterschiedliche Einflüsse und einen anderen musikalischen Geschmack. Ich persönlich steh voll auf NIGHTWISH oder KAMELOT. Oder als ich ein wenig jünger war, bin ich auf IRON MAIDEN abgefahren. Wir sind auch schon mit OZZY OSBOURNE auf Tour gewesen (mit unserer alten Band), der natürlich auch ein großer Einfluss war. Es war auch eine großartige Erfahrung, da Nick und ich mit ihm und SABBATH praktisch aufwuchsen.

M.R.: Was ist in nächster Zeit geplant? Wann steht das Album zum Release an und sind schon irgendwelche Gigs geplant?

P.K.: Wir sind gerade in Phase 2 des Aufnahmeprozesses, wir werden also mit Sascha in Wales bis Ende Februar arbeiten und anschließend im März nach Deutschland reisen, um letzte Hand anzulegen. Wir hoffen, dass das Album etwa Mitte April fertig ist. Hinsichtlich Liveauftritten versuchen wir im Sommer ein paar Shows organisiert zu bekommen, vielleicht sogar ein oder zwei Festivals. Wir wollen wirklich dringend in den Ländern spielen, die uns schon seit Jahren unterstützen. Es gibt so viele großartige Menschen dort und es wäre echt cool ihnen unsere Wertschätzung und Anerkennung für ihre Unterstützung auf diesem Weg zu zeigen. Allerdings ist noch nichts wirklich in trockenen Tüchern.

Danke für die Zeit, die ihr euch in all dem Aufnahmestress (oder auch nicht?) genommen habt. Ein Tipp für alle Leser, für die dieses Interview Lust auf mehr gemacht habt, schaut einfach auf der myspace Seite der Jungs vorbei, hört rein und freut euch hoffentlich genau so wie ich auf das fertige Album.

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