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Band: Totimoshi Album: Avenger Spielzeit: 43:18 Plattenfirma: At A Loss Recordings Veröffentlichung: 16.08.2011 Homepage: www.totimoshi.com WERTUNG: 7 von 10
Was einem in Pressemitteilungen alles so um die Ohren gehauen wird wenn es darum geht eine Band nach vorne zu bringen schießt doch manchmal sehr am Ziel vorbei...im Fall der Kalifornier TOTIMOSHI ist das wieder so.
Da wird erwähnt dass die Band 30 Minuten entfernt von Frank Zappa und Captain Beefheart vor 14 Jahren gegründet wurde, einen „of acid induced rhythmic Hendrix meets Dick Dale rock“ spielen würden. Soll uns das sagen das dass die Band sich nach Zappa, Hendrix oder Dick Dale anhört oder was ? Und daß man 2010 mit Mastodon, Eye Hate God und den Melvins getourt habe...ah ja. Beim Anhören von „AVENGER“, dem bereits sechsten Longplayer der beiden Bandgründer Antonio Aguilar (guitar, vocals) und Meg Castellanos (bass,vocals) die sich 2008 mit dem Schlagzeuger Chris Fugitt verstärkt haben finden wir von Hendrix, Zappa, Beefheart oder gar Dale dann relativ wenig wieder...muss ja auch nicht.
TOTIMOSHI spielen nämlich einen furztrockenen, Noise-/Alternative-/Stonerrock Mix mit ganz eigener Note. Antonio Aguilar legt sowieso großen Wert auf die Feststellung daß sich seine Band in keine Schublade stecken lässt und er seinen ganz eigenen Gitarrensound kreiert habe. Wer aber auf Bands wie die bereits erwähnten Melvins, deren Drummer Dale Crover auf dem Album zu hören ist, oder auch Sonic Youth steht dürfte mit AVENGER gut klar kommen. Zehn Stücke lang merkt man dem Trio seine langjährige Erfahrung und Spielfreude an die sie sich im Laufe der Jahre durch intensives Touren erarbeitet hat. Neben erwähntem Dale Crover sind übrigens auch noch Brent Hinds (Mastodon), und Scott Kelly (Neurosis) auf der Scheibe vertreten.
Nach kurzem Intro rocken TOTIMOSHI mit dem Titelsong AVENGER mächtig los, die fetten Gitarrenriffs hauen mächtig rein, immer wieder abgelöst durch kurze ruhige Breaks, um dann direkt wieder ordentlich reinzuhauen. Drums und Bass harmonieren wunderbar und schaffen eine ordentliche Basis. Das folgende THE FOOL, ein ruhig dahinfließender Song mit tollem Refrain zeigt uns die andere Seite der bisher übersehenen Band und sorgt direkt für angenehme Abwechslung. MAINLINE kommt dann ein bischen eintönig daher, wird aber durch das folgende Instrumental und dem coolen ROSE sofort vergessen gemacht. Mit SNAG findet sich dann zum Ende hin eine tolle Abschlussnummer, das ruhige bis schleppenden WANING DIVINE beendet die Platte mehr als würdig. Nicht schlecht.
AVENGER ist eine rundum gelungene Platte. Leute, wenn ihr mal Bock auf Abwechslung und die Metal-Scheuklappen grad zuhause vergessen habt...reinhören. Klar ? Ein, zwei uninspirierte Momente mit leichtem Gähn-Faktor trüben die interessante Scheibe nur unwesentlich. Kleiner Punkteabzug dafür.
Anspieltipps: Avenger, Rose, Snag
Trackliste:
1. Intro 2. Avenger 3. The Fool 4. Mainline 5. Calling All Curs 6. Rose 7. Opus 8. Leaves 9. Snag 10. Waning Divine
Bernd
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