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timesword - chains of sin

Band: Timesword
Album: Chains Of Sin
Spielzeit: 51:21 min.
Plattenfirma/Vertrieb: 7Hard/H´art
Veröffentlichung: 05.03.2010
Homepage: www.myspace.com/timeswordband
Wertung: 5,5 von 10
Wenn eine CD mit gerade mal 6 Songs und einer Spielzeit von gut 50 Minuten im Player liegt, kann man gut und gerne davon ausgehen, dass sich die Schöpfer dieses Rundlings der progressiven Metalkunst verschrieben haben. So auch die Italiener TIMESWORD, die mit “Chains Of Sin” ihr Debüt präsentieren. Prominentester Musikant ist wohl Bryan Beller (STEVE VAI, DWEEZIL ZAPPA), der auf 2 Songs den Bass zupft, oder wie man in diesen Kreisen sagt: zelebriert. Gitarrist und Kopf der Band ist Dan Logoluso, der dieses Projekt Ende 2005 ins Leben rief. Kunst ist ja bekanntermaßen eine Sache, die aufs Äußerste polarisiert, das ist im Metalbereich schon seit jeher die progressive Zunft. Zwar gibt es mit DREAM THEATER, TRANSATLANTIC oder THRESHOLD durchaus erfolgreiche Kapellen, die meisten aber werden für immer im tiefen Keller der Erfolgsleiter bleiben. Das hat rein gar nichts mit der mangelnden Beherrschung ihrer Instrumente zu tun, viel mehr jedoch mit dem Aspekt, dass die meisten Bands die Gratwanderung zwischen Eingängigkeit und Progressivität nicht hinbekommen, um nicht nur den Hardcore-Progger anzusprechen. Bei TIMESWORD ist da auch so eine Sache: viele Elemente hat man schon gehört bzw. sind die Trademarks von Bands wie eben DREAM THEATER etc. Allein beim Opener “Thousand Year Kingdom” fühle ich dieses Gleichgewicht, die restliche Dreiviertelstunde von “Chains Of Sin” dümpelt ohne große Überraschungen dahin und hinterlässt einen faden Geschmack im Ohr. Die Musiker eifern um die Wette, Drummer Alex Galanti kann getrost von sich behaupten, ein 50-Minuten-Drumsolo zu spielen. Aber wo ist der Sinn dieses Jeder-gegen-jeden? Wie gesagt: Kunst polarisiert, für mich fehlt TIMESWORD einfach der Wiedererkennungswert: weniger klauen, mehr eigene Trademarks. Ach ja, über das Cover breiten wir einfach mal den Mantel des Schweigens, Euroscheine sehen einfach mal nicht so cool aus wie das amerikanische Pendant.
Stefan
 

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