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Band: Three Wishes Album: Obsession Spielzeit: 62:10 min. Plattenfirma/ Vertrieb: Eigenvertrieb über Bandhomepage Homepage: http://www.3-wishes-rock.com oder http://www.myspace.com/3wishesrock VÖ: 03.01.2011 Wertung: 8 von 10 Der Sleazejunkee düst für 2 Wochen in Richtung Sonne und überlässt uns hier unserem dunklen und ungewissen Schicksal. Aber damit wir, in der Zeit seiner Abwesenheit, immer an ihn denken, hat er jedem von uns noch ein Päckchen mit Promotionmaterial zugeschickt. Als ich heute an meinem Briefkasten gegangen bin (auch ich habe Urlaub, bleibe aber im Gegensatz zu Stefan hier und halte die Stellung … ich hoffe er bekommt jetzt ein schlechtes Gewissen *hahaha*), habe ich den Umschlag erwartungsvoll herausgefischt, direkt aufgerissen und als erstes kam mir ein schickes, in rot und gelb gehaltenes, Digipack entgegen. Ich habe mir nur gedacht: „So Schätzeken, wenn Du Dich so aufdrängst, dann werde ich Dich auch gleich mal anhören!“ Als ich in meiner Wohnung ankam, schaltete ich gleich meine Anlage ein und die CD landete in meinem Player.
Tja, die CD lief einmal, zweimal, dreimal … bis zum Abend hin waren es wohl so um die 10 Runden, welche die CD im Player gedreht hat und ich habe ab sofort eine weitere Lieblingsband!
THREE WISHES aus Hamburg ist eine Band, die mir bisher vollkommen unbekannt war, und veröffentlicht mit „Obsession“ ihr viertes Album. Dieses haben sie in Eigenregie, in ihrem eigenen Studio, aufgenommen und produziert. Man hat sich erst gar nicht auf die Suche nach einem geeigneten Label/Vertrieb begeben, sondern vertreibt das Album über die eigene Homepage. Ich wünsche der Band, dass sie eine beachtliche Menge an Kopien an den Mann/ die Frau bringen können. Verdient hätten es THREE WISHES auf jeden Fall!
Die Band gründete sich vor 10 Jahren und besteht aus: Andi Knaak – Gesang Michael Degen – Gitarre Holger Niedrich – Bass Arthur Qoku – Keyboard Victor Falconi – Schlagzeug
„Obsession“ bietet melodischen Hard Rock, der ab und an in Richtung AOR schielt. Das ganze wird sehr druckvoll vorgetragen, da die Gitarre ganz klar im Vordergrund steht und die rockige Marschrichtung festlegt. Auch der Bass und das Schlagzeug kommen glasklar, durch die gute Produktion, zum Vorschein. Keyboarder Arthur Quku setzt sein Keyboardspiel absolut banddienlich ein und untermalt die Tracks mit seinem Spiel, ohne aufdringlich zu wirken. An manchen Stellen setzt die Band auf Samples, wie z.B. eine Bläser Sequenz bei „Don't Get Me Wrong“. Die leicht angeraute Stimme von Andi Knaak kommt sehr druckvoll rüber und stellt ganz klar ein Wiedererkennungsmerkmal dar. Die Jungs können gute Songs schreiben, die Hooklines sitzen und sie haben ein klasse Gespür für einprägsame Refrains. Gegenüber vielen jungen Kollegen haben THREE WISHES den Vorteil, dass ihr Material absolut eigenständig klingt. Mir fällt momentan keine direkte Vergleichsband ein. Mit „New Tomorrow“ heben sich die Fischköppe noch einmal positiv von der Konkurrenz ab. Sie schaffen es, auf eine angenehme Art und Weise, klassische melodische Hardrock/AOR - Elemente mit Modern Rock zu verbinden, ohne das dies aufgesetzt/künstlich wirkt. Die Nummer könnte sich zu einem kleinen Hit entwickeln.
Gleich der Opener „Living A Lie“ weiß mir sehr gut zu gefallen. Der Song ist melodischer Hard Rock mit schön bratenden und wuchtigen Gitarrenriffs. Es folgt gleich das starke „New Tomorrow“. Chorus und Refrain gehen mir einfach nicht mehr aus dem Kopf. Wie schon oben geschrieben, gelingt der Band der Spagat zwischen klassichen Hard Rock/AOR und Modern Rock. Der Song ist einfach brutalst geil. Besonders die Hooklines und der Chorus sind einfach nur phantastisch! Die Instrumentalsektion pendelt zwischen klassischem melodischen Sound und harten modernen Klängen. Knaak's Gesang kommt schön druckvoll und ist teilweise elektronisch verfremdet worden. Ich glaube, dass die Nummer auch sehr gut ohne die zeitgemäßen Einflüsse funktioniert hätte und es wäre mal eine spannende Angelegenheit, so eine Version des Songs zu hören. Sehr eingängig geht es mit der Nummer „Don't Get Me Wrong“ und bietet feinen Melodic Rock, der wieder über einen sehr guten Chorus verfügt. Dieser stiehlt dem Frontmann bei dieser Nummer die Show, obwohl er wieder eine sehr gute Arbeit abliefert. Die ruhigere Piano - Nummer „Everything To Me“ lebt wieder von Knaak's kräftigem Organ und einem coolen Saxophon Sample (???). Ganz im Gegensatz zu der Vorgängernummer, geht es wieder ordentlich bei „Y.D.N.W.L.C.B.“ zu. Die Rhythmussektion geht teilweise ein wenig vertrackter zu Werke. Dies merkt man besonders zum Beginn der Nummer. Falconi's Schlagzeug auf „One Life“ kommt sehr variabel und dynamisch rüber und veredelten den ansonsten sehr melodischen Mitgröhlrocker, der wieder über einen bestens aufgelegten Knaak und einem sehr einprägsamen Refrain/Chorus verfügt. „Fight“ und „Flying High“ sind zwei geile, recht harte Nummern, die mich sofort mitwippen lassen und einfach nur Spaß machen. Der Schlagzeuger tritt bei „No Way Back“ ,durch sein variables Spiel, positiv in Erscheinung. Das mit einer Bläser Sektion angereicherte „Sensation“, welches sehr basslastig ausgefallen ist, entpuppt sich als eine lockere AOR Nummer mit geilen Hooks und einem mächtig coolen Groove. Die restlichen 4 Nummern spare ich mir hier einfach, da auch sie sich auf dem guten Niveau des tollen Albums befinden und außerdem möchte ich ja auch nicht alles verraten.
Trackliste: 1. Living a Lie 2. New Tomorrow 3. Don't get me wrong 4. Save my Soul 5. Everything to me 6. Y.D.N.W.L.C.B. 7. One Life 8. Fight 9. Flying High 10. No Way back 11. Sensation 12. Destiny 13. Sally 14. Red, hot & wicked 15. Better Days 2010
Eine wirklich gute Eigenproduktion, die Fans des melodischen Hard Rock/ härteren AOR gewiss zusagen wird. Unterstützt diese coole Band, kauft das Album und feiert es mal kräftig! Von mir gibt es 8 ganz fette und wohlverdiente Punkte für das Album der Three Wishes. Götz
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