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Band: The Murder Of My Sweet Album: Divanity Spielzeit: 53:27 min Plattenfirma: Frontiers Records Veröffentlichung: 29.01.2010 Homepage: www.myspace.com/themurderofmysweet Wertung: 8 So hier ist es nun also das schon vorab hochgelobte Debütalbum der Band THE MURDER OF MY SWEET (Kurzform MOMS). Die Band hat das Kunststück geschafft, obwohl sie nicht mit einem Plattendeal ausgestattet waren, einen riesigen Ansturm auf ihrer My Space Seite verzeichnen zu können. Da war es nur eine Frage der Zeit wann ein großes Label auf die vier Schweden aufmerksam wird. MOMS wurden vom Drummer Daniel Flores gegründet. Die Frontfrau und Sängerin Angelica Rylin stieß kurz danach dazu und schon war der Grundstein der Band gelegt. Rylin und Flores sind auch diejenigen die für das Songwriting größtenteils zuständig sind. Komplettiert wird MOMS durch Daniel Palmquist an der Gitarre, Johann Niemann am Bass und Andreas Lindahl der für die Keyboards zuständig ist. So dann kommen wir mal zum musikalischen. MOMS mixen hier klassischen Power Metal mit neueren Einflüssen. Der Eröffnungstrack „No Evil“ geht schon mal sehr amtlich mit gepflegtem Double Bass los. Der sehr schöne glasklare Gesang von Angelica Rylin setzt ein und man ist dann auch schon mittendrin im Song. Das eingangs schon erwähnte Drumming und das immer präsente Keyboard verleihen dem Song ordentlich Schmackes. Ein feiner Chorus rundet den Song ab. Das Ganze geht sehr gut ins Ohr und ist damit der perfekte Song zum Start. Beim folgenden „Follow the Rain“ obliegt es dann Angelica, den Song mit ihrem Gesang einzuleiten. Etwas langsamer als der Vorgänger groovt sich der Song bis hin zum absoluten Mitsingkompatiblen Chorus. Sehr stark! Bei „Bleed my Dry“ wird dann die volle Epik und Theatralik ausgepackt. Es geht mit einer feinen Einleitung mit stark hervorgehobenen Keyboards los. Drummer Daniel holzt sich hier die Seele aus dem Leib und treibt den Song immer weiter an. Im Mittelteil wird es dann noch mal etwas ruhiger bevor wieder der sehr gelungene Chorus einsetzt. Ein Stück mit viel Abwechslung. „Kiss of Death“ ist vielleicht der Song mit dem griffigsten Chorus, welchen man schon nach kurzem Hören mitsingen kann. Hier nimmt sich das ansonsten immer sehr im Vordergrund stehende Schlagzeug ein wenig zurück, was dem Song wie ich finde recht gut steht. Das Keyboard zaubert hier einen wirklich schönen Klangteppich. der keine Langeweile aufkommen lässt. „Tonight“ geht ruhig los, steigert sich dann aber wieder zu dem schon gewohnten bombastischen Sound. Hier muss ich auch noch mal die Stimme von Angelica Rylin hervorheben. Mit welcher Power und Klarheit die Frau singt ist echt klasse! Zu erwähnen ist auch noch der vorletzte Track der Scheibe „Valerie“. Dieser fräst sich dermaßen penetrant mit seinem Chorus in die Gehörgänge das ist schon nicht mehr normal! Zusätzlich besticht der Song durch eine gewissen Einfachheit die dazu führt das der Zugang zu selbigen recht simpel ist. Schöne Nummer bei der man Füße, Arme oder den Kopf im Rhythmus mitgehen lassen kann. Ein kleines Meisterwerk beschließt die Scheibe. „Death of a Movie Star“ könnte man schon als eine Art Filmmusik einstufen. Hier verwenden MOMS wirklich alles was man in einen Song einbringen kann. Synthies, Kindergesang, Glocken und allerhand anderer Töne und Geräusche. Hier wird Abwechslung groß geschrieben. Häufige Tempowechsel erzeugen eine sehr fesselnde Stimmung und der Hörer wird hier auf eine richtige Reise mitgenommen. Das Ganze ist natürlich etwas komplexer, also genau das Gegenteil vom Vorgängersong, aber es lohnt sich hier genau und häufig hinzuhören. Der Song entwickelt erst nach und nach seine Magie.
Meine Anspieltipps sind: „No Evil“, „Follow the Rain“, „Kiss of Death“, „One Bullet“ und „Valerie“.
Fazit : Die Vorschusslorbeeren für die Band waren mehr als gerechtfertig. MOMS ist hier ein sehr gutes Debütalbum gelungen. Es ist zwar noch Luft nach oben da, aber das ist für ein Debütalbum auch nichts Ungewöhnliches. Allerdings sollte man, wenn man ein Ohr riskiert, keine Probleme mit Keyboards, Synthies und viel Bombast haben. Hier wird wild durch den Gemüsegarten gemischt. Der Gesang der Fronfrau, die Instrumentalisierung und die hohe Anzahl der „Earcatcher“ sind aber absolute Pluspunkte der Scheibe. Sehr gutes Debüt! Ich bin gespannt was da noch kommt.
Trackliste:
01. No Evil 02. Follow the Rain 03. Bleed my Dry 04. Chemical Attraction 05. Kiss of Death 06. One Bullet 07. Tonight 08. Storms of the Sea 09. Destiny 10. Revolution 11. Valerie 12. Death of a Movie Star
Julian
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