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Band: The Gloria Story Album: Shades Of White Spielzeit: ? min. Plattenfirma: Sound Pollution Veröffentlichung: 24.06.2011 Homepage: www.thegloriastory.com oder www.myspace.com/thegloriastory WERTUNG: 8 von 10
Es ist unglaublich, wie viele hochtalentierte Bands sich im skandinavischen Raum tummeln und der Rockwelt beweisen, wie sehr die ehemaligen Wikinger rocken können. Erst vor ein paar Tagen haben mich die phantastischen VIETCONG PORNSÜRFERS mit ihrem rohen und rotzigen Sleaze Rock begeistern können und nun kommt auch schon das nächste Highlight in Form ihrer Landsmänner THE GLORIA STORY daher. Diese entpuppen sich als wahre Rock 'n' Roll Tiere und reichern ihren '70er Jahre beeinflussten Rock mit einem Schuss Glam an.
Diese junge Band, die erst 2009 in Skövde gegründet wurde, wird mit Sicherheit noch für gehörigen Wirbel in der Rockszene sorgen und mit ihrem frisch klingenden Retro Rock, in einigen Ländern, hohe Chartplatzierungen einfahren. Was mich da so sicher macht? In Schweden ist das Album „Shades Of White“ schon am 3. Juni veröffentlicht worden und konnte dort auch, in den offiziellen schwedischen Hard Rock Charts, den ersten Platz für sich beanspruchen. Für ihre erste Single „Oh No“ bekamen THE GLORIA STORY gleich Edelmetall, in Form einer Platinauszeichnung. Die Zeichen stehen also auf Sturm und ich bin mir sicher, dass ihr tolles Album auch in Deutschland sehr gut ankommen wird. Die Band besteht aus: Kid - Vocals & Guitar Filip - Vocals, Guitar & Percussion Jocke - Bass & Vocals Siberg - Drums
Die vier Bengel haben in ihrer Jugend sehr viel THIN LIZZY, KISS, THE SWEET und T-REX gehört und das merkt man dem Album auch an. Es wimmelt auf „Shades Of White“ nur so von Verweisen. Sehr stark hört man besonders den Einfluss von PHIL LYNOTT und seiner Band THIN LIZZY heraus. THE GLORIA STORY begehen nicht den Fehler, sich nur auf die oben genannten Einflüsse zu beschränken, sonder würzen ihre Mucke mit einem Schuss Pop und einer gehörigen Portion Moderne, Power und Frische. Beim Songwriting haben die Jungs alle Karten auf Eingängigkeit und feinen Melodien gesetzt und das Rezept geht auch zu 100% auf. Das Debütalbum strotzt nur so vor tollen Melodien, eingängigen Refrains, welche zum Mitgröhlen einladen und tollen Hooks. Die Band spielt auf einem technisch einwandfreiem Niveau und begeistert mich besonders durch diese immense Energie, welche sie an den Tag legt. Für mich ist es das Partyalbum des Jahres.
So sehr ich die Band um den verstorbenen PHIL LYNOTT auch mag und die Begeisterung für seine Musik mit GTS teile, finde ich, dass sie sich ein bisschen zu stark von ihm, beim Songwriting, beeinflussen lassen haben. Ein wenig mehr Eigenständigkeit würde dem einen oder anderen Song sehr gut zu Gesicht stehen. Das ist aber auch schon mein einziger Kritikpunkt an der ansonsten richtig geilen Scheibe.
Mit dem Opener „Valtentino“ legen die Jungs einen Start nach Maß hin und der Song überzeugt durch ein herrliches schrammliges und melodiöses Gitarrenspiel, dass den Spirit der '70er Jahre versprüht. Wer nach den Nummern, „When The Hearts Cease To Bloom“ und „Highway“, vor Entzückung nicht total ausflippt, muss entweder etwas an den Ohren haben und/ oder sollte sich eine neue Stereoanlage zulegen! Geile Gitarrenläufe, ein klasse Gesang, Refrains die zum Mitsingen einladen werden hier am laufenden Meter geboten. Wer bis hierhin immernoch auf seinem Popo sitzen geblieben ist, wird spätestens bei den super eingängigen Partykrachern „Baby Let The Good Times Roll“ und „I Don’t Wanna Be Your Bet“ aufspringen und automatisch mitfeiern. Der letzte Song des Albums, „15000 FT.“, erinnert mich ein wenig an KISS und stellt einen würdigen Abschluß dar... ja, leider, denn auch die Promoversion von „Shades Of White“ fällt der Unsitte der Label/ Promotion-Portale zum Opfer. Der letzte reguläre Song „It’s Forbidden To Make You Mad“ fehlt. Über die Sinnhaftigkeit einer solcher Aktion brauchen wir hier nicht weiter diskutieren. Einfach nur schade. Wer richtig Lust auf eine Retro Rock Party hat, kommt an diesem phantastischen Debütalbum der Schweden einfach nicht vorbei! Auch Fans von THIN LIZZY, KISS, T-REX etc. sollten hier unbedingt ein Ohr riskieren.
Aufgrund das mir THIN LIZZY, im Songwriting, viel zu präsent sind, gibt es für „Shades Of White“ "nur" 8 ausbaufähige Punkte.
Trackliste: 01. Valentino 02. Total Stranger 03. When Hearts Cease To Bloom 04. Highway 05. That's 70’s Night 06. Babx Let The Good Times Roll 07. I Don’t Wanna Be Your Bet 08. I Can Make You Run 09. 15000 FT. 10. It's Forbidden To Make You Mad
Götz
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