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Es gibt Menschen die tauchen immer wieder aus der Versenkung auf. So z.B. der Ex RUNNING WILD Gitarrist Preacher und der Ex THE COMPANY Sänger Guido Krämer. Als sich diese beiden Herren im Jahre 2009 auf dem Swordbrothers Festival in Andernach trafen und nachdem mal feststellte das man auf der selben Wellenlänge lag, beschloss man gemeinsam die Band THE GATE ins Leben zu rufen. In den ersten Monaten arbeitete man am Material um dann im Sommer 2010 das Big Easy Studio in der Nähe von Hennef zu entern. Mit den dort entstandenem Demo ging man auf Labelsuche und es dauerte nicht lange bis man beim kleinen aber renommierten Label Rock It Up Records einen Vertrag unterschreiben konnte. Den ersten erfolgreichen Live Gig konnte man gemeinsam mit GUN BARREL, PERZONAL WAR und JUDAS RISING in der Nähe von Bonn bestreiten. Anfang 2011 hatten man endlich die Aufnahmen für das Debütalbum „Earth Cathedral“ abgeschlossen und man komplettierte die Band mit Korbinian Warnecke (Gitarre, Preachers Sohn), Tino Weber (Bass, Ex INSOLENCE und SYSTEM FAILED) und Peter "Unruh" Michels (Schlagzeug, Ex UNDERDOG). Auf „Earth Cathedral“ wir übrigens mit „Deliver from Sin“ ein alter RUNNING WILD Demo Song von Preacher zu finden sein. Den Stil kann man sich natürlich bei der Mannschaft schon denken, Heavy Metal ganz im Stile von RUNNING WILD, aber trotzdem mit eigener Note. So, viele interessante Facts, aber nun widmen wir uns mal dem eigentlich wichtigen, der Musik. Als Opener präsentiert man uns das atmosphärische Intro „Through the Gate“. Der erste richtige Song folgt dann mit „Shout for Metal“. Hier wird auch nicht lange gefackelt, sofort fliegen uns die Riffs um die Ohren und alsbald beglückt uns auch Fronter Guido mit seinem Organ. Den Jungen erkennt man echt sofort wieder! Rau, kräftig und dreckig klingt seine Stimme. Der Song ist ein Midtempo Metalsong wie er im Buche im steht. Kräftige, melodische Riffs paaren sich mit einem eingängigen Chorus und die nötige Härte besitzt das Ganze auch. Gut gemacht würde ich sagen, ein passender Opener. Mit „Face your Fear“ geht es weiter. Hier besticht ganz klar die Abwechslung im Song bestehend aus den ruhigen Passagen zum Anfang und dem kraftvollen aber immer schön melodischen Geholze im Mittelteil. Eine etwas ungewöhnliche Nummer, die unsere ganze Aufmerksamkeit erfordert. Nicht so eingängig, aber trotzdem gut umgesetzt. Richtig episch wird es dann bei „1000 Miles away“. Hier zeigt Fronter Guido das er es auch gefühlvoll versteht ins Mikro zu röhren. Die Nummer bewegt sich im langsam Midtempo Bereich und wird ganz klar von der, sich langsam aufbauenden, Atmosphäre bestimmt. Wieder ein überlanger Track der viel Aufmerksamkeit verlangt. Hier fehlt mir aber ein bisschen die Eingängigkeit. „Hiding where the Wolfes lives“ beginnt mit einem atmosphärischen Vorspiel, bevor es mit einem absolut typischen Midtempoaufbau weitergeht. Keine besonders originelle Nummer, aber sie bleibt ganz gut hängen. So und jetzt kommt das worauf ich schon die ganze Zeit auch etwas gewartet habe. Richtiges RUNNING WILD Feeling. Denn die drei letzten Tracks „Into the Pit, „Deliver from Sin“ und der Titelsong „Earth Cathedral“ können ihre Einflüsse nicht verleugnen. Mal geht es knackig und rockig wie bei „Into the Pit“ und „Deliver from Sin“ und mal episch und mit den schönen RUNNING WILD Gesängen wie bei „Earth Cathedral“ zu Werke. Gerade letztere Nummer überzeugt auf ganzer Linie und hätten auch nicht besser von Rock N Rolf umgesetzt werden können. Zum Abschluss drehen die Jungs also nochmal richtig auf! Anspieltipps: Ein paar schöne Tracks gibt es auf “Earth Cathedral” zu bestaunen. “Shout for Metal”, “Into the Pit” und das Titelstück “Earth Cathedral” sind hier ganz klar die Gewinner der Scheibe. Fazit : Wie aus dem Nichts kamen THE GATE um die Ecke und nachdem ich die Besetzungsliste gelesen haben, wusste ich, diese Scheibe musst du besprechen. Die Jungs haben mich auch nicht enttäuscht muss ich sagen. Klar es ist noch nicht alles Gold was glänzt, aber gerade meine Anspieltipps zeigen das die Jungs es absolut drauf haben. Sänger Guido ist einfach eine Bank und die Riffs die sich Preacher aus dem Ärmel schüttelt überzeugen absolut. Ab und an fehlt den Songs die gewissen Eingängigkeit oder einfach das gewisse Etwas um länger im Gehörgang zu bleiben, aber das wird noch kommen. Einfach so wie beim Titelsong und dann passt das schon :-) . Wie auch immer, abschließend ist mir das Debüt von THE GATE gute 8 Punkte wert. Einfach mal anchecken Leute, ihr werdet nicht enttäuscht sein! Julian
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