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TERRA_NOVA_-_Come_Alive_artwork

Band: TERRA NOVA
Album: Come Alive
Spielzeit: 43:10 min
Plattenfirma: Frontiers Records
Veröffentlichung: 02.07.2010
Homepage: www.myspace.com/terranova2
Wertung: 7,5 von 10
Die holländische Band TERRA NOVA wandelt nun auch schon 14 Jahre auf dieser schönen Rockwelt. Ihr Debütalbum „Livin it up“ erschient 1996 und bescherte der Band große Erfolge und Aufmerksamkeit. Nach zwei weiteren Alben, das letzte erschien 1999, zerbrach die Band an Streitigkeiten mit dem damaligen Label. Die einzelnen Bandmitglieder rund um das Gründerbrüderpaar Fred und Ron Hendrix widmeten sich Soloprojekten. Nachdem man ein neues passendes Label mit Frontiers Records gefunden hatte, verschanzte man sich im Jahre 2008 im Studio um die mir nun vorliegende Comeback Scheibe „Come Alive“ einzuspielen. Die TERRA NOVA Mannschaft besteht wie beim Debüt aus Gesuino Derosas (Gitarre), Lars Beuving (Schlagzeug), Ron Hendrix (Keyboards), Fred Hendrix (Gesang) und
Eric Coenen (Bass). Ganz in der Tradition ihres Debütalbums soll das neue Album eine Mischung aus typischen AOR und neueren Melodic Rock Klängen sein. Ob es so ist und wie und ob die Scheibe einschlägt werden wir nun herausfinden.
Als Eröffnung erwartet uns mit „Come Alive“ gleich der Titeltrack. Flott steigt der Song mit Gitarren und Keyboardklängen ein und entwickelt sich in seiner Folge zu einem richtig gute Laune Rocker. Der Chorus reist einen mit und lädt zum Mitsingen und mit grooven ein. Perfekter Einstieg, der keine Gefangenen macht.
Mit „Fighting Yourself“ geht die wilde Fahrt weiter. Hier wird das Keyboard ein wenig mehr nach vorne geschoben. Es bestimmt ganz klar das Geschehen und legt die Marschroute vor. Und die ist, wie beim Titeltrack, melodisch, nach vorne gehender, gute Laune Rock. Keine Innovation im Vergleich zum Vorgänger, aber trotzdem richtig gut.
Als drittes haben wir mit „Holy Grail“ einen weiteren, na was kommt wohl? Richtig gute Laune Rocker. Gleich die ersten „Na, Na, Na“ Vocals bringt das AOR Herz zum hüpfen, richtigen Metaller treibt es aber den Angstschweiß auf die Stirn. Was soll man groß sagen? Wie zuvor ein keyboardlastiger Song, der durch einen guten Chorus und melodischen Strophen besticht.
Die erste Ballade erwartet uns nun an vierter Stelle. „Here comes the Night“ ist, schmalztechnisch, harter Tobak. Muss man eindeutig mögen. Zuckersüßer Gesang, mit klebrigen Chorus und sanften Klängen. Nicht jedermanns Geschmack, aber gut gemacht.
Fahrt nimmt die Platte erst wieder mit dem siebten „Do or Die“ und achten „Wo can you count on“ Track auf. Hier wird wieder mehr auf kraftvolle Riffs als sanfte Klänge gesetzt. Bei beiden ist mal wieder der Chorus gut zum mitsingen und die Melodieführung zum mitswingen. Musikalisch gut, aber etwas langweilig auf die Dauer.
Mit „The Final Curtain“ beschließt eine Ballade die Platte. Somit besteht diese genau zur Hälfte aus langsamen gefühlvollen Balladen und aus melodischen Rock AOR Songs.

Anspieltipps:

Die ersten drei Songs „Come Alive“, „Fighting Yourselfs“ und „Holy Grail“ kann ich euch hier ganz klar nennen.

Fazit :

Nun die ersten drei Tracks lassen großartiges vermuten. Danach folgt aber ein recht schwerere Block langsamer Ballade die den geneigten Hörer auf eine harte Probe stellen. Wer durchhält bekommt zwar zwischendurch noch den ein oder anderen schnelleren Songs, aber ansonsten hält sich alles ziemlich im langsameren Midtempobereich. Musikalisch und gesanglich ist natürlich alles gut gemacht, keine Frage. Aber mir persönlich ist das Ganze doch etwas zu sehr mit Schmalz und Sentimentalität durchzogen. Ein, zwei Songs der Marke „Come Alive“ oder „Holy Grail“ und die Note wäre höher. Nichtsdestotrotz kann man waschechten AORlern die Platte durchaus empfehlen. Hört einfach mal rein und bildet euch selbst eure Meinung.

Trackliste:

01. Come Alive
02. Fighting Yourself
03. Holy Grail
04. Here Comes The Night
05. Those Eyes
06. Under Pressure
07. Do Or Die
08. Who Can You Count On
09. My Own Way
10. The Final Curtain

Julian
 

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