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www.radio-paranoid.net.
In der Heart N Heavy Sendung des großartigen DJ GeneralCuster. Auch hier heißt es unbedingt reinhören!

svartahrid - ex inferi

Band: Svartahrid
Album: Ex inferi
Spielzeit: 44:05 min.
Label/ Vertrieb: Soulseller Records
Homepage: www.myspace.com/svartahrid
Wertung: 7 von 10
Nach einer zweijährigen Pause veröffentlichen die norwegischen Black-Metaller Svartahrid
ihr nunmehr 5. Studioalbum. Die Band ist für eingefleischte Black-Metal Fans ein echter
Geheimtipp, besteht zwar schon seit 1994 aber vielleicht erst seit der Friedhofsaktion von Ex-
Basser Ilvastar auch keine gänzlich unbekannte mehr. Die ersten beiden Alben wurden noch
bei Napalm Records aufgenommen, das dritte Studioalbum lief dann bereits unter Soulseller.
Aber wollen wir uns jetzt lieber der Musik widmen: das Album mit dem Titel Ex Inferi bietet
11 abwechslungsreich gestaltete Songs – Intro und Outro mitgezählt – mit sehr druckvollem
Sound. Wenn man sie mit Kollegen vergleichen möchte, könnte man Svartahrid als
aggressivere und Keyboard-ärmere Version von Dimmu Borgir bezeichnen. Dennoch sehr
melodiös gehalten, im Hintergrund hämmernde Drums und darüber ein Riff-Teppich, der
zwischen dissonanten Harmonien und Standard-Klängen wechselt. Die Band besteht
insgesamt aus drei Personen: Sänger+Gitarrist Istar, Drummer Forn und 2.Gitarrist Simen.
Wobei letzt Genannter erst seit einem Jahr Mitglied der Gruppe ist. Svartahrid klingen mit
ihrem Geschredder wie typischer Black Metal, andererseits gibt es auch Ausnahmen: wie die
Stimme von Sänger Istar. Die klingt nämlich nicht so gekeift, wie man es sonst von dieser
Musikrichtung gewohnt ist, sondern eher gebellt, an manchen Stellen rau. Beispielsweise bei
Cursed seeds of the Nazarene. Die Gitarren sind hier eher im Hintergrund. Ganz anders bei
Scale of Worth: hier erklingt ein langes, disharmonisches Gitarren-Intro, der Gesang – dieses
Mal düsterer und tiefer – setzt immer nur kurz ein. Richtig Gas wird beim Titellied Ex Inferi
gegeben. Hier muss der Drummer ordentlich hämmern, auch die Gitarren haben was zu tun.
Richtig Abwechslung bietet Fire hate Kill, das im Refrain Off-Beat Rhythmus aufweist und
auch innerhalb der Strophen vom treibendem zum punktierten Rhythmus übergeht.
Absolutes Hightlight ist Bastard Child: zu Beginn erklingt Glockengeläute, dann
schepperndes Schlagzeug, dann setzen die restlichen Mitglieder ein. Alles sehr stimmungsvoll
und gut durchdacht. Svartahrid haben mit Ex Inferi ein wunderbares und eindruckvolles
Album geschaffen, dennoch gibt es ein ABER: sie haben leider wenig Wiedererkennungswert.
Oder warum denkt man bei manchen Passagen sofort an Dimmu Borgir? Da müssen die
Herren noch ein bisschen an ihrem Stil arbeiten...
Franziska

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