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Band: The Suicide Kings
Album: Menticide
Spielzeit: ca. 30:00 min.
Plattenfirma/ Vertrieb: KB Records/Cargo
Homepage: www.thesuicidekings.de oder www.myspace.com/thesuicidekingspunk
VÖ: 01.04.2011
Wertung: 7,5 von 10
Schonmal gleich als Warnung, wer sich nicht ab und zu gerne mal ein heftigeres Brett gibt/gönnt, braucht gar nicht weiter lesen. Denn die hessischen Selbstmord Könige hauen ein Gemisch aus Street Punk/ Hardcore/Metal heraus.
Ich mag Bands wie DISCIPLINE, AGNOSTIC FRONT, DEATH BEFORE DISHONOR (die ich schon live erleben durfte und mich durch ihre Power - neben einen Faustschlag an die Kauleiste beim Pogo - absolut geplättet haben) und die ÜBERGÖTTER BLOOD FOR BLOOD. Die dargebotene Mucke von THE SUICIDE KINGS hat durchaus positive Momente, kann aber beim besten Willen nicht mit den genannten Bands mithalten.
Die Darmstädter existieren seit 2005 und präsentieren mit „Menticide“ ihr drittes Studioalbum. Die Band ist 2010 auf Quartettgröße geschrumpft und besteht momentan aus:
Rüdiger – Vocals
Tober – Guitar
Chris – Bass
Markus – Drums

Die 4 Jungs machen keinen Hehl aus ihrer Vorliebe für Metal und das hört man ihrem Sound auch zu genüge an. „Menticide“ klingt wie eine Mischung aus DISCIPLINE, AGNOSTIC FRONT (in ihrer metal-lastigen Phase) und alte EXODUS. Das Hauptaugenmerk wird natürlich auf den Streetpunk gesetzt, der auch allgegenwärtig ist. Die typischen Mitgröhlparts treffen auf Double Bass Drums und eine metallisch spielende Gitarre. Die räudigen und heiseren Vocals – obwohl Gebelle hier um einiges besser passt -  von Rüdiger geben dem Silberling den endgültigen Schubs in Richtung Street Punk.
THE SUICIDE KINGS klingen für meinen Geschmack ein bisschen zu sehr nach DISCIPLINE und schaffen es nicht komplett sich von diesem Vergleich zu lösen.
Innovationen/Abwechslungsreichtum kann und darf man auf der Platte nicht erwarten, denn hier wird einfach gerotzt, geprollt und derbe aufgespielt. Die Combo bewegt sich ganz weit weg von aktuellen Trends und spielt sehr konservativ. Die Platte hätte locker schon vor über 15 Jahren erscheinen können, denn auch damals spielten z.B. AGNOSTIC FRONT genau diese Mucke. Dies meine ich nicht als negativen Vergleich, sondern möchte ich als einen Soundvergleich verstanden wissen. Ich bezweifle, dass sie sich in meinem Player durchsetzen werden, dafür sind die 4 Könige mir einfach zu unauffällig und verstehen es nicht sich besonders positiv von anderen Bands abzusetzen.

Trackliste:
1. 2nd Class Citizien Boys
2. Carry my Guilt
3. Not with us
4. Major Moments
5. Life of Nancy
6. The Flag
7. Walk alone
8. Crucify the Saints
9. Killing Glance
10. Menticide
Der Sound auf „Menticide“ klingt schön kraftvoll und tritt mächtig ins Gesäß. Da hat Witali Weber (Ex Gitarrist von DISBELIEF) den Jungs einen wirklich passenden Sound aufs Gesicht gedrückt.
Die, für Hardcore Releases nicht ganz unübliche, kurze Spielzeit des Albums fällt nicht weiter ins Gewicht.
THE SUICIDE KINGS bieten solide Kost, die weder vom Hocker reißt noch negativ aufstößt.
Ich belle mal eben unauffällige und neutrale 7,5 Punkte aufs Papier.
Götz

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