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Band : Spellbound Dazzle Album : Unreal Fairy Tales Spielzeit : 50:03 Plattenfirma : Limited Access Records Homepage: www.spellbounddazzle.com oder www.myspace.com/spellbounddazzle VÖ : 28.01.2011 Wertung: 9 von 10 Ob die Geschichte dieser Band eine Story wird über die wir uns in sagen wir mal 20 Jahren, wenn eine Bandkarriere sich schon mal dem Ende zuneigt (oder gar beendet ist bevor sie richtig anfängt…soll es ja geben)...wer will das wissen ?
Nach allem was uns die Plattenfirma (Limited Access Record) von SPELLBOUND DAZZLE weismachen will erwartet uns mit dem Erstling UNREAL FAIRY TALES „Ein märchenhaftes Feuerwerk magischer Klänge“…spätestens an dieser Stelle sollte man ob solcher Lobeshymnen vorsichtig sein.
Doch eins muss man dem Pressemenschen lassen, er hat verdammt nochmal Recht…
Die 12 Songs der starken Scheibe haben es in der Tat in sich. Die beiden Brüder Kreso (Gesang und Keyboards) und Branko Stekovic (Gitarre), verstärkt durch Dante Bridda (Bass) und Stefano Artus (Schlagzeug) brennen eine Wunderkerze nach der anderen ab, selten habe ich ein dermaßen abwechslungsreiches, kurzweiliges vor allem unvorhersehbares Album in die Finger bekommen.
Das wunderbare Wechselbad der Gefühle, hervorgerufen durch eine sich ständig ändernde Mixtur aus harten Metal-Riffs diverser Stilrichtungen, Refrains die das Herz eines jeden Schlagerfans höher schlagen lassen, gerockten Disco Grooves und vor allem durch die ständigen Breaks die den Hörer immer und immer wieder in eine andere Richtung schicken machen die Platte zu einem Erlebnis sondergleichen.
Ich wüsste nicht einmal mit welcher Band ich SPELLBOUND DAZZLE vergleichen sollte, vieles meint man hier und da schon mal gehört zu haben…bloß um im nächsten Moment wieder eines Besseren belehrt zu werden. Es macht auch keinen Sinn einzelne Song hervorzuheben, zu einzigartig und doch wieder einprägsam ist jeder einzelne. Spätestens nach „So Close“ dürfte klar sein daß die Dazzles eine große Zukunft vor sich haben, machen sie doch selbst vor folkloristischen Einlagen ihrer Heimat Kroatien keinen Hehl.
Was auch immer Ihr vorhabt, tut Euch selber einen Gefallen und holt Euch diese Perle. Wer von Euch Bock auf ein aufgewecktes Stück Überraschungs-Metall hat liegt hier mehr als richtig, auch wenn die Luft ab W.i.t.m. (When I Touch Myself) ein wenig ausgeht. Meint man.
Doch dann holen die vier die Überraschungs-Keule nochmal raus und präsentieren und mit „Ruska“ einen Ohrwurm der sicher den Weg auf das eine oder andere Mixtape für aufgeschlossene Metalheads finden wird und für einigen Spaß sorgen wird. Ich sage nur Metal-Akkordeon…
Meine Platte des Jahres. Yippieh a yeah…Schweinebacke.
Die Tracklist:
1. Intro 2. Goodbye My Love 3. Foolin‘ Of Each Other 4. SBD 5. So Close 6. Monster 7. In My Room 8. Rullo 9. Spaceman 10. W.i.t.m. 11. Ruska 12. Outro
Bernd
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