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Band: Soulspell Album: The Labyrinth of Truth Spielzeit: ?? min Plattenfirma/Vertrieb: Inner Wound Recordings Veröffentlichung: 18.10.2010 Homepage: www.soulspell.com Wertung: 8 von 10 Die SOULSPELL Metal Oper ist das Baby und das Projekt des brasilianischen Drummers Heleno Vale. Hiermit möchte er zeigen dass auch Brasilien über eine breite Heavy Metal Anhängerschaft und Künstlerlandschaft verfügt. Ähnlich wie bei Tobias Sammet’s AVANTASIA Projekt verkörpern verschiedene Sänger unterschiedliche Charaktere um die eine komplexe Story gebaut ist. Die genaue Story bleibt leider im Verborgenen, bekannt ist aber das es wohl um aktuelle Themen wie auch um historische geht. Ich denke mal das dort das Booklet mehr Aufschluss geben wird um was es hier genau geht. Nachdem das SOULSPELL Projekt über die Landesgrenzen von Brasilien bekannt wurde, konnte man eine illustre Schar von Gästen gewinnen. Darunter so Ausnahmesänger wie Zak Stevens and Jon Oliva (Ex. SAVATAGE), Blaze Bayley (Ex. IRON MAIDEN), Tim Ripper Owens (Ex. JUDAS PRIEST, Ex. ICED EARTH), aber auch brasilianische Gesangstalente wie Edu Falaschi (ANGRA) and Nando Fernandes (HANGAR) konnten gewonnen werden. Verstärkung im instrumentalen Bereich erhielt man von Roland Grapow (Ex HELLOWEEN, MASTERPLAN). Das ist aber nur ein Auszug aus der sehr umfangreichen Musikerliste. Wer mehr wissen möchte, den sei die oben angegebene Homepage ans Herz gelegt. Achso das der Schöpfer Heleno Vale die Kessel rührt, ist natürlich selbstverständlich. Jetzt stürzen wir uns aber mal ins episch, progressive Geschehen und beäugen mal die Musik von „The Labyrinth of Truth“ dem Werk des SOULSPELL Projektes. „The Entrance“ ist der Eröffnungstrack der uns entgegenschallt. Ein kurzes 1 Minute 20 kurzes musikalische Intermezzo, welches uns einstimmen soll. Der erste richtige Track ist dann „The Labyrinth of Truths“. Dieser geht teilweise sehr rustikal und aggressiv zur Sache, was aber auch an der Stimme des Hauptsängers liegt, welche ich leider nicht genau zu ordnen kann. Der Chorus ist aber durchaus mitsingkompatibel und dürfte auch bei Melodic Rock Fans Anklang finden. Im Verlaufe des Songs gibt es auch noch Unterstützung von anderen Figuren bzw. Sänger/innen. Wie für einen progressiven Track üblich, wird uns hier auch viel Abwechslung und eine lange Spielzeit geboten. Prog Herz was willst du mehr? Eine würdige Eröffnung. Der nächste Track „Dark Prince’s Dawn legt gleich fulminant mit bratenden Gitarren und treibenden Drums los. Auch hier kann ich die einzelnen Sänger ohne Booklet schlecht zu ordnen. Ich meine aber Tim Ripper Owens erkannt zu haben. Hier ist der Chorus noch einen Ticken stärker als beim Vorgänger. Im Mittelteil gibt es einen mehrstimmig Gesungen Kanon. Habe ich so noch nicht gehört in einem Metal Song. Coole Abwechslung. Der Gesamteindruck ist hier wirklich recht hoch. Klasse! Das folgende „Amon’s Fountain“ wartet mit einem langsam und sanften Anfang auf, bevor der Song mit dem Chorus ein wenig Fahrt aufnimmt. Im weiteren Verlauf kracht es hier an allen Ecken und Enden und der Zuhörer bekommt hier eine Menge geboten ,sei es von der Anzahl der Sänger, als auch von der Struktur und der Instrumentalisierung her. Beim folgenden „Into the Arc of Time“ kommen zwei gesangliche Schwergewichte zum Einsatz. Als Erstes hätten wir das Zak Stevens, als Zweites Jon Olivia dessen Stimme und Klavierspiel einfach unverkennbar sind. Was soll ich groß schreiben? Die beiden Namen bürgen alleine schon für Qualität, welche durch die anderen Sänger, sowie den Song an sich noch gesteigert wird. Klasse Nummer, klasse Sänger, beide Daumen hoch! Das folgende „Adrift“ ist recht midtempolastig ausgefallen. Passt aber ganz gut zum Gesamtsong, auch die Sänger bzw. Sängerinnen passen hier perfekt Zusätzlich finden wir hier auch wieder einen super Chorus der sich gut ins Gesamtbild einpasst. Der Track fällt ein wenig aus dem bisherigen Prog Schwergewichten raus, diese Tatsache lockert aber die Platte gut auf. Klasse Nummer. Abgeschlossen wird das neue Werk von SOULSPELL mit „A Secret Compartment“. Hier haben wir es wieder mit einem wahren Monstersong zu tun, der noch mal alle Stärken der Scheibe vereint. Viel Abwechslung, wechselnde Sänger, klasse Chorus und richtig gute Riffs. Hier wird uns als Hörer viel geboten fürs Geld. Ein mehr als würdiger Abschluss.
Anspieltipps:
Bei Prog Alben tu ich mich da immer sehr schwer. Um sich ein Bild zu machen, dürften „Dark Prince’s Dawn“, „Into the Arc of Time“ und „Adrift“ gut geeignet sein.
Fazit :
Ich bin ja nicht so der Prog Fan, aber das neue Werk von SOULSPELL konnte mich schon stellenweise begeistern. Zwar ist die Hitdichte hier nicht ganz so hoch wie beim großen Bruder AVANTASIA, aber es ist bedeutend besser als viele andere Metaloper Versuche die ich bislang gehört habe. Die Auswahl und Zuweisung der Sänger ist gut getroffen, erstaunlich wenn man bedenkt dass der Kopf des Ganzen ein Schlagzeuger, die ja meistens als eher komponierfaul gelten, ist. Prog Fan’s sollten sich auf jeden Fall mal das Werk zu Gemüte führen. Prog Muffel werden hier keine Freude dran haben. Das Ganze ist natürlich auch nicht so einfach zugänglich. Wenn man sich aber Zeit nimmt und den Nummer ein paar mehr Durchläufe gönnt, entdeckt man die ein oder andere richtig gute Nummer. Gute 8 Punkte vergebe ich hier.
Trackliste:
01. The Entrance 02. The Labyrinth of Truths 03. Dark Prince’s Dawn 04. Amon’s Fountain 05. Into the Arc of Time (Haamiah’s Fall) 06. Adrift 07. The Verve 08. Forest of Incantus 09. A Secret Compartment
Julian
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