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Sorgente - Loma Vista Drive

Band: Sorgente
Album: Loma Vista Drive – Tales From The Other Side
Spielzeit: 56:23 min
Plattenfirma/ Vertrieb: Sorgente Music/Soulshine
Homepage: www.sorgente-music.com
VÖ: 10.09.2010
Wertung: 6,5 von 10
Mit „Let Me In“ haben die Münchner anno 2008 für mich das coolste Partyalbum des Jahres abgeliefert. Ihr spaciger Mix aus Soul, Funk, Reggae und Psychedelic kam total relaxt rüber und punktete nicht nur bei mir. Auch in den USA starteten SORGENTE voll durch, gewannen sogar bei  den Los Angeles Music Awards den Titel „Best International Rock Performer Of The Year“. Die Jungs ließen es sich nicht nehmen, als erste deutsche Band, die diesen Titel gewonnen hat, direkt nach L.A. rüber zu fliegen, begleitet von einem Fernsehteam des Bayerischen Rundfunks und tauchten drei Wochen in die Metropole ein. Dementsprechend haben SORGENTE ihr neues Album auch nach der Strasse benannt, in der sie dort residierten. Und der Untertitel macht deutlich, dass verschiedene Substanzen noch immer festes Repertoire der Band sind. Deenn im Gegensatz zu “Let Me In“ sind die Stücke noch stärker von psychedelischen Versatzstücken geprägt. Immer wieder scheinen THE DOORS durch, deren „Crystal Ship“ eines von vier Coverstücken auf dem Album geworden ist. Bereits der Opener „Two Sisters Of Mystery“ stammt im Original von MANDRILL, „Sugarman“ von SIXTO RODRIGUEZ und „Please Be With Me“ von SCOTT BOYER. Für meinen Geschmack ein wenig zu viele Coverstücke, die SORGENTE allerdings detailverliebt ihrem Stil angepasst haben. Lediglich bei „Crystal Ship“ geht es ehrlich nach hinten los. Von den eigenen Stücken möchte ich „Already Missing You“ in den Vordergrund heben. Tolle Ballade, bei der der Drogenrausch nicht so sehr im Vordergrund steht, wie bei anderen Stücken. „Loma Vista Drive“ ist laut Pressetext ein musikalischer Drogentrip und dem kann ich teilweise zustimmen. Manche der Ideen wurden wahrscheinlich nicht im nüchternen Zustand geboren. Und genau darin liegt in meinen Augen das größte Problem des Albums. Es gibt wenig bis gar keinen Funkrock mehr zu hören, dafür wabert 60s Sound aus den Boxen, der zwar gut komponiert und umgesetzt wird, nüchtern aber manchmal nur schwer zu ertragen ist. Besonders die kurzen Ministücke „Wasted“, „Alone“ und „My Sweet Addiction“ im Mittelteil des Albums sind für meine Ohren nervend. SORGENTE sind glücklicherweise eine wirklich talentierte Band und wenn sie aus dem Drogenrausch wieder aufwachen erwarte ich mir noch richtig geile Alben, denn ansonsten steckt auch in „Loma Vista Drive“ die gleiche Detailverliebtheit und das relaxte Songwriting wie im Vorgänger.

Markus

Sorgente - Let Me In

Band: Sorgente
Album: Let Me In
Spielzeit: 56:03 min.
Plattenfirma/Vertrieb: Sorgente-Music/Soulshine
Homepage: www.sorgente-music.de
Wertung: ohne Wertung
Eigentlich haben SORGENTE hier nix verloren, denn mit Rock haben die Münchner sehr wenig zu tun. Doch wir sind mehr als nur open-minded und „Let Me In“ ist einfach eine coole Partyscheibe geworden, die Erwähnung finden muss. So ist das. Da wäre zum Beispiel „One Time“ ein Bastard aus GEORGE MICHAEL und einem Schuß Elektro-Pop, der sofort in die Tanzbeinchen geht und die Tanzfläche in Nullkommanix füllt. Außerdem hab ich seit DAFT PUNKs „One More Time“ nicht mehr so einen eingängigen Refrain gehört. DAFT PUNK ist auch das Stichwort, wer DAFT mag, wird SORGENTE lieben. „I Got All“ gehört auf jeder Beachparty in diesem Sommer gespielt (und dabei eng umschlungen im Sand so manche Verrenkung gemacht, natürlich rein tanztechnisch). Hier trifft Easy Reggae auf ein paar elektronische Spielereien und ein absoluter freaky Song ist das Ergebnis. Ich möchte gar nicht wissen, welcher Trip gebucht wurde bzw. was für Pilze sich die Münchner beim Komponieren von manchen Songs reingeschmissen haben. Man höre sich nur das völlig relaxte „Spacelord“ an. Weitere Anspieltipps sind das funkige an PRINCE erinnernde „Good Lookin“ und das abgefahren rockende „High All Night“. Ach ja, „Partytime“ und „Alive“ nicht zu vergessen, wobei die auf der Promo enthaltene „Alive (Reprise)“ eher unnötig ist. Gut, nicht alles ist Gold, was glänzt, aber „Let Me In“ ist DAS Partyalbum des Jahres 2008 und wer seine Nicht Rocker Kumpels auf einer Party überraschen will, schmeißt es in den Player und danct voll ab. Voll krass.
 

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