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Sodom – Lords Of Depravity II, 390 Min. (Steamhammer/SPV)

5 Jahre nach Teil 1 ist nun der zweite Teil der grandiosen Dokumentation über SODOM erschienen.
Drehte sich beim ersten Teil alles um die Anfänge der Band, die diversen Besetzungswechsel und die Entstehung der Thrash-Szene, wird auf dem zweiten Werk die Geschichte der Band ab 1995 aufgearbeitet. Hierbei ist natürlich nicht zu verachten das es sich bei der aktuellen Besetzung mit Tom, Bobby und Bernemann um das stabilste Lineup handelt. Wie sich die einzelnen Mucker gefunden haben, wie die Eindrücke von Bobby und Bernemann auf den ersten Touren und Gigs im Ausland waren, das sind die zentralen Themen. Da beide ja bislang nur bei lokalen Bands gespielt haben kommen hier etliche witzige und unterhaltsame Eindrücke zusammen.
Zudem sind die angesprochenen Touren oder Gigs nicht die Standardsachen wie Deutschland oder Europa sondern hier wird das Hauptaugenmerk auf die erste USA Reise, bei der Zoll Szene kann ich mich immer wieder einnässen, die ersten Gigs in Südamerika oder auch die ersten Abstecher ins Land der aufgehenden Sonne gelegt.
Die drei Chaoten von SODOM bringen Ihre Anekdoten mit soviel Sympathie, Enthusiasmus und Humor rüber das man gar nicht merkt wie die vier Stunden verfliegen. Und das will was heissen.
Natürlich wird auch der Tod von Chris Witchhunter nicht ausgelassen und bei der Stelle der Doku steht jedem Metaller das Wasser in den Augen. Bei der Stelle mit Witchhunter's Mutter musste ich Pause drücken da ich geheult hab wie ein kleines Mädchen. Wirklich ergreifend der Teil.

Auf Disk 2 gibt es dann noch das komplette SODOM-Jubiläums-Konzert von 2007 bei dem fast alle ehemaligen Sodomisten auf der Bühne waren. Daneben gibt es noch einige Video-Clips und Deleted Scenes.
Bild (16:9 - 1.77:1) und Ton (Dolby Digital 2.0 und 5.1) lassen keine Wünsche offen.
Alles in allem eine wirklich runde Sache die uns hier von SODOM zum Kauf angeboten wird.

Die Fans der Band haben das Teil eh schon, eine Kaufempfehlung geht aber auch an alle anderen Musikfans da die Doku wirklich mit keiner anderen Band-Historie verglichen werden kann.
So ausführlich wird man so schnell nie wieder Einblicke in das "echte" Leben auf Tour, Studioarbeit und das aussenrum des Musikbiz bekommen.
Steve
 

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