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Wertung: 9 von 10

Einer der erfolgreichsten deutschen Metal Bassisten kehrt mit seiner Band SINNER alle Jahre wieder zurück ins Metalrampenlicht. Die Rede ist natürlich von keinem geringeren als Mat Sinner. Der sympathische Schwabe mischt nicht nur mit den Power Metallern PRIMAL FEAR die Metal Welt auf, nein er hat ja auch noch seine eigene Kombo SINNER am Start. Und mit dieser ist er auch schon mittlerweile fast 30 Jahre im Geschäft, im Jahre 1982 viel der Startschuss für SINNER. In regelmäßigen Abständen von 3 bis 4 Jahren, bis auf eine längere Pause in den 90igern, veröffentlichte man die bisherigen (16 !) Alben und heuer kommt die Band mit ihrem neuen Album „One Bullet Left“ um die Ecke gebogen. Die letzten Alben „There will be Execution“ (2003), Mask of Sanity” (2007) und “Crash & Burn” (2008) sind alle sehr ordentlich ausgefallen und konnten sogar mit Chartpositionen glänzen. Ich war also sehr gespannt inwieweit sich der gute Mat noch steigern könnte. Die Mannschaft ist mal wieder total runderneuert worden, was aber auch nicht viel ausmacht, da der gute Mat eh für das komplette Songwriting und die Stimme der Band verantwortlich ist. Die aktuelle Mannschaftsaufstellung liest sich so, Mat Sinner (Gesang, Bass), Alex Beyrodt (PRIMAL FEAR, VOODOO CIRCLE, Gitarre), Christof Leim (THE NEW BLACK, Gitarre), Alex Scholpp (Gitarre) und Andre Hilgers (RAGE, Schlagzeug). Eine illustre Gesellschaft also.
Produziert hat das Album der gute Mat selbst und abgemischt wurde es von Achim Koehler. So nun aber genug der langen Vorreden. Stürzen wir uns auf die 12 neuen musikalischen Leckerbissen von SINNER
Mit „The One you left Behind“ geht das Ganze los. Ein Gewehrschuss später befinden wir uns schon mitten drin im Riffgewitter. Die Jungs fackeln nicht lange und man groovt sich relativ zügig zum klasse Chorus der dann auch wieder schön melodisch und mitsingbar gehalten ist. Das SINNER jetzt mit drei Gitarren agieren, merkt man sofort, macht es doch die Songs wesentlich lebendiger und variabler. Ein guter Opener, ganz so wie man es von Mat Sinner gewohnt ist.
Als Nächstes erwartet uns mit „Back On Trail“ der schon vorab bekannte Videotrack. Hier wird noch mal eine ordentliche Schippe Eingängigkeit drauf gepackt. Die Nummer geht tierisch ins Blut und überzeugt mit klasse Melodien und Choren. Mat's tiefe Stimme fügt sich wunderbar in die Nummer ein. Eine perfekte Vorabveröffentlichung und somit auch einer der Hits der Scheibe!
Kurze Zeit später erwartet uns mit „One Bullet left“ der Titeltrack. Eine extrem groovige Midtemponummer wo Rythmusfetischisten absolut auf ihre Kosten kommen. Die Rythmusabteilung bestehend aus Mat und Andre grooven um die Wette und die Gitarrenfraktion steht dem in nichts nach. Der Chorus ist natürlich passend dazu schön eingängig. Wieder so eine Nummer die man relativ schnell nicht mehr aus dem Kopf bekommt.
Bei „10 2 Death“ wird mal wieder etwas mehr aufs Gaspedal gedrückt. Hier stehen wieder mehr die Gitarrenrifffraktion im Vordergrund und ich muss sagen die Jungs erzeugen wirklich ordentlich Bums! So einen genialen Gitarristen wie Alex Beyrodt muss man halt auch mal fordern. Aber auch Christof und Alex stehen ihm in nichts nach. Coole Nummer.
Die obligatorische Halbballade erwartet uns mit „Haunted“. So und nicht anders kennen wir den guten Mat. Er hat auch die ruhigen Töne voll drauf! Die Nummer erzeugt eine wunderbare Atmosphäre, der man sich spätestens beim klasse Chorus nicht mehr entziehen kann. Richtig stark was SINNER uns hier präsentieren!
Auch die folgenden Songs halten was der erste Teil der Platte versprochen hat, das starke “Suicide Mission” frisst sich in die Gehörgänge, “Mind over Matter” überzeugt mit seinen krachenden Riffs und die Abschlussnummer “Rolling Away” lässt nochmal ein bisschen ruhigere Atmosphäre aufkommen und beschließt die Scheibe perfekt.
Anspieltipps:
Die Tracks sind allesamt auf einem sehr hohen Level, allerdings stechen “Back on Trail”, “One Bullet left”, “Haunted” und “Rolling Away” dann doch ein bisschen aus der Masse raus. Sie sollte man sich unbedingt zu Gemüte führen, wenn man die Scheibe mal antesten will.
Fazit :
Die Hochphase von SINNER in den 80igern konnte ich leider aufgrund der dafür zu späten Geburt (in den 80iger) nicht miterleben, aber ich muss sagen das macht mir nichts sind doch SINNER aktuell wieder auf einem absoluten Höhepunkt angelangt. Das zeigen vor allem die schon angesprochenen letzten Veröffentlichungen. Auch wenn SINNER quasi mit dem Namensgeber steht und fällt und man in der letzten Zeit häufig eine runderneuerte Mannschaft präsentierte, der Qualität tat das Ganze keinen Abbruch! Mit “One Bullet left” zeigt uns der gute Mat das er durchaus in der Lage ist sich weiterzuentwickeln und ich finde man merkt ganz stark, dass er drei sehr unterschiedliche Gitarristen und somit auch die unterschiedlichsten Stile im aktuellen Sound von SINNER vorhanden hat. Und auf Andre Hilgers ist eh Verlass!
Man kann den Jungs nur zur neuen Scheibe gratulieren und ich hoffe es wird in drei Jahren wieder eine neues Werk von ihnen geben, vielleicht ja mal in einer ähnlichen Bandbesetzung : - ).
Absolut verdiente 9 Punkte und eine absolute Kaufempfehlung vergebe ich hier, los Leute ab zum Plattendealer eures Vertrauens!
Julian

Sinner

Info

Band: Sinner
Album: One Bullet Left
Spielzeit: 50.31 min
Plattenfirma: AFM Records
Veröffentlichung: 09.09.2011
Homepage: www.matsinner.de

Tracklist

01. The One You Left Behind
02. Back On Trail
03. Give & Take
04. One Bullet Left
05. 10 2 Death
06. Haunted
07. Atomic Playboys
08. Suicide Mission
09. Wake Me When I´m Sober
10. Mind Over Matter
11. Mend To Be Broken
12. Rolling Away

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