Schwein schwarz copy klein
Rockingboy Banner
Schwein schwarz copy klein
Silent Call cover_300dpi


Band: Silent Call
Album: Greed
Spielzeit: 55:10 min
Plattenfirma: Escape Music
Veröffentlichung: 26.03.2010
Homepage: www.silentcall.se oder www.myspace.com/silentcallswe
Wertung: 7 von 10
Die Schweden SILENT CALL beehren uns nach ihrem 2008er Debüt „Creations from a choosen Path“ mit ihrem neuen Album mit dem simplen Titel „Greed“. Kopf der Band ist nach wie vor der Ex SEVENTH WONDER Sänger Andi Kravijaca.
Musikalisch geht es wesentlich härter und komplexer zur Sache als beim Vorgänger, so dass man den Sound der Band bei den Kollegen von SYMPHONY X ansiedeln kann.
Los geht es mit dem Opener „Every Day“. Eine sanfte Gitarren/Keyboard Einlage empfängt uns hier und leitet den Song gut ein. Das Sanfte weicht aber bald progressiven Klängen. Die Drum und Bass Rhythmusfraktion legt hier einen dichten Klangteppich der gut ins Gesamtbild des Songs passt. Immer im Hintergrund präsent ist auch das Keyboard, was aber auch nicht als negativ angesehen werden kann. Insgesamt ein guter Einstieg in die Platte.
Stück Nummer 2 hört auf den Namen „I’am my Nation“. Eine recht komplexe Angelegenheit, die dem Hörer einiges abverlangt. Am Anfang und am Ende des Songs gibt es eine Art Sprechgesang welcher sich in das komplexe Gefüge einfügt. Die Abwechslung wird hier ebenfalls nicht vernachlässigt. Mal geht es langsamer, mal wieder etwas schneller zu Werke. Das Stück braucht definitiv mehrere Durchgänge um sich zu entfalten.
Track 3 „Through the Endless Night“  ist eine schöne melodische Halbballade die man nachdem komplexen Vorgänger gut gebrauchen kann. Beginnen tut das Piano, bevor es vom schönen Gesang von Frontmann Andi unterstützt wird. Alle anderen Instrumente halten sich etwas im Hintergrund wodurch der Gesang wirklich sehr gut rauskommt. Hervorzuheben sind noch die vorzüglichen Gitarrensolos, die den Song veredeln.
Feines Stück, gefällt mir wirklich gut.
Weiter geht es mit „All that might be“. Diesmal nimmt das Keyboard eine sehr hervorgehobene Stellung ein. Es ist von Anfang an entweder im Vorder - oder im Hintergrund immer präsent. Ein schöner Chorus und mal wieder eine gute Gesangsleistung runden die Nummer ab. Das Ganze ist hier weniger sperrig. Dadurch geht es recht gut ins Ohr und bleibt sofort hängen.
Freunde schöner keyboardlastiger Einleitungen werden bei Track 8 „Falling from Grace“ wieder fündig. Schön abwechslungsreich führt der Song einen durch seinen komplexen Aufbau bis hin zum gut gestalteten Chorus. Im Mittelteil gibt es zusätzlich noch einen etwas ruhigeren, gerade zu melodischen, Teil der sich perfekt einfügt.
Zum Abschluss der Scheibe gibt es mit „Clavains Tale“ eine melodische Halbballade. Diese entfaltet eine schöne Stimmung, quasi zum dahinträumen. Aufgrund dessen, das hier nur der ausdruckstarke Gesang, Hintergrund Keyboards und Gitarren zu hören sind, gelingt das dem Song auch spielend. 
Ein schöner ruhiger Abschluss von „Greed“, der aufgrund der vorherigen Komplexität der Stücke doch sehr hervorsticht.

Meine Anspieltipps für euch sind dieses Mal: „Every Day“, „Through the Endless Night“ und „All that might be”.

Fazit :

Ihr merkt schon so richtig begeistert klingt das nicht. „Greed“ ist kein schlechtes Album geworden. Allerdings ist es doch im Gegensatz zum Vorgänger doch sehr schwierig Zugang zu den Stücken zu finden. Diese sind so komplex das man doch mehrere Durchläufe braucht um mit der großen Soundwand die auf einen zurollt fertig zu werden. Ein paar Songs sind aber einfacher gestrickt und gefallen dadurch dem Hörer auf Anhieb.
Ich würde  es mal so sagen für Fans von progressiver Musik bestimmt ein Leckerbissen. Allen anderen würde ich raten zuerst mal ein wenig in die Platte reinzuhören. Musikalisch und instrumental ist alles gut gemacht, aber ob es jedem gefällt? Das wird sich zeigen.
Um die, vorher als Vergleich heran gezogenen, Kollegen von SYMPHONY X qualitativ zu erreichen müssen sich SILENT CALL aber noch ein wenig strecken.

Trackliste:

01. Every Day
02. I’am my Nation
03. Through the endless Night
04. All that might be
05. Dream tomorrow
06. Turn the Tide
07. Unbreakable
08. Falling from Grace
09. When the Angels call your Name
10. The Wages of Greed
11. Clavains Tale

Julian
 

Free Counter

 

Site Search Site Search

 

 

Follow RockingboyMag on Twitter

 

Schwarz gif