Schwein schwarz copy klein
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sideburn - jail

Band: Sideburn
Album: Jail
Spielzeit: 46:11 min.
Plattenfirma/Vertrieb: Metal Heaven/Soulfood
Veröffentlichung: 25.02.2011
Homepage: www.sideburn.ch oder www.myspace.com/sideburnrock
Wertung: 8 von 10
Durch AIRBOURNE hat der Anteil der Riff-Rock-Alben wieder ordentlich zugenommen – denkt man. Dass es aber die Schweizer Formation SIDEBURN (früher GENOCIDE) fast schon so lange gibt wie die O´Keefe Brüder auf dieser Erde weilen, muss dabei schon erwähnt werden. Mit “Jail” legen die Eidgenossen ihr fünftes Studiowerk (ihre 2005er Best Of Scheibe mal weggelassen) unter dem SIDEBURN-Banner vor. Dieses Mal soundtechnisch begleitet von keinem Geringeren als Millionenseller Beau Hill rockt der Fünfer mit “Live To Rock” (ja, der Name ist Programm) locker los. Und es ist alles im grünen Bereich. Große Veränderungen zum Vorgänger “Cherry Red” kann ich praktisch nicht feststellen, außer dass ihr Songwriting hier und da etwas verfeindert wurde. SIDEBURN ziehen ihr Ding durch und scheren sich nicht darum, dass ihre Musik für viele pure Abkupferei ist. Aber Riff-Rock ist nunmal ein sehr eng gestecktes Umfeld und die ständigen Vergleiche mit AC/DC und Co. müssen sich auch zig andere Combos gefallen lassen – das war schon in den 1980ern so und wird sich auch heute nicht ändern. Ich will auch nicht länger darauf herumreiten, denn die Songs auf “Jail” sind wieder einmal richtig gut geworden. Stücke wie der eben schon erwähnte Opener oder “Devil And Angel”, “One Night Stand” oder “Lazy Daisy” heben sich schön ab und präsentieren SIDEBURN als relativ eigenständige Band, die nicht nur in den festgefahrenen Spuren der australischen Vorbilder agiert sondern durchaus eigene Feinheiten einstreut. Natürlich könnten “The Red Knight” oder “Rock´n Roller” auf jeder x-beliebigen Acca/Dacca-Scheibe sein, aber das macht die coole Boogie-Nummer “Long Beard And Boogie” (da können doch nur die “Jungs” von ZZ-TOP gemeint sein, ha) wieder wett. Um es kurz zu machen: Riff-Rock Freunde werden ihre helle Freude an “Jail” haben, alle Lästermäuler können sich das reinhören gleich sparen. In meinen Augen aber macht die neue SIDEBURN Platte ordentlich Spaß und lässt für eine Dreiviertelstunde die graue Welt, in der wir nun mal leben, fast vergessen. Cheerz in die Schweiz!
Stefan
 

sideburn - cherry red

Band: Sideburn
Album: Cherry Red
Spielzeit: 45:29 min.
Plattenfirma/Vertrieb: Hangloose Records
Homepage: www.sideburn.ch oder www.myspace.com/sideburnrock
Wertung: 7,5 von 10
SIDEBURN machen whiskeygetränkten Rock irgendwo zwischen KROKUS und AC/DC (Bon Scott Ära). Kein Wunder, kommt die Band ja auch aus der Schweiz. Hier wird einmal mehr die Vorliebe der Eidgenossen für diese Art von Musik ausgelebt. Allerdings kommen SIDEBURN aus dem französischen Teil der Schweiz. Früher war man als GENOCIDE unterwegs. Immerhin kann die Band auf 8 Tonträger in 19 Jahren zurückblicken. Höchste Zeit, nach 4 Jahren mal wieder zu den Instrumenten zu greifen und den Nachfolger zu „Gasoline“ (die 2006er Best Of „Archives“ nicht mitgerechnet) einzuspielen. „Cherry Red“ nennt sich der neue Rundling, und eigentlich gibt es (Gott sei Dank) keine gröberen Veränderungen bei SIDEBURN zu erkennen. Die Songs rocken erdig und gradlinig wie eh und je. Ein Dutzend neuer Songs buhlt um die Gunst des Hörers. Außerdem befindet sich noch ein Video zum Opener „Gimme The Way“ mit auf der Platte. Wer ein paar Anspieltipps haben will, dem möchte ich „Gimme The Way“, „Six Feet Under“, den Titeltrack „Cherry Red“ oder „Down And Dirty“ ans Herz legen. Für mich ist aber allem voran die coole Hommage an eine der größten aber leider schon verstorbenen Persönlichkeiten „Ghost Of 1980 To Bon Scott“ ein Highlight („On The Highway He´s Racing With The Devil“). Absolut coole Nummer. Auch der Sound ist für eine sagen wir mal Eigenproduktion super, aber die Jungs haben ja schon langjährige Erfahrung gesammelt und hier können sie richtig punkten. Vertrieben wird „Cherry Red“ übrigens vom Hangloose Records Mailorder, natürlich könnt ihr die CD auch im Internet direkt bei der Band bestellen. Hoffen wir, dass SIDEBURN auch in Deutschland ein wenig mehr Aufmerksamkeit erfährt, verdient hätten es die Jungs auf alle Fälle.
Stefan

 

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