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Band: Shannon
Album: Shannon
Spielzeit: 59:11 min.
Plattenfirma/Vertrieb: AnvilCorp/Import
Vergleichbare Bands: Shy, Firehouse, Pink Cream 69
Homepage: www.shannon-rock.com oder www.myspace.com/shannonbandrock
Wertung: 8,5 von 10
Anlässlich dieses Reviews musste ich ganz tief in den Abgründen meines CD-Regals graben, um mir wieder bewusst zu werden, dass ich es hier mit einer Top-Scheibe zu tun habe. Da wir ja gleichzeitig das neue Demo „World Of Desire“ besprochen haben, bot es sich natürlich an, ein paar lobende Worte über das 2003 erschienene Erstlingswerk der Franzosen zu verlieren. Ich muss ganz ehrlich gestehen, dass ich die Scheibe beim Erscheinen für gut befunden hatte, sie aber irgendwie aus den Augen (und Ohren) verloren habe. Umso besser, dass ich jetzt wieder daran erinnert werde, denn was die Jungs hier abliefern, kann ich nur als komplett unfranzösisch bezeichnen. Gleich zu Beginn werden mit „Heartbreaker“ zwar etwas AOR-mässige Klänge angeschlagen, aber im weiteren Verlauf zeigt sich schnell, aus welchem Holz die Jungs um Röhre OLIVIER DEL VALLE geschnitzt sind. Dessen Organ könnte als Mischung aus TED POLEY und MARC STORACE durchgehen, was durchaus als löblich zu bezeichnen wäre. „Love In Hollywood“ erinnert stark an FIREHOUSE und auch „Billion Dollars Rain“ knallt schön erdig aus den Boxen. Mit „She´s A Liar“ stimmen SHANNON dann wieder etwas sanftere Töne an, ohne aber eine gewisse Grundhärte zu verlieren. Knackig weiter geht’s mit „Young´n Tough“ und „Wild, Wild, Wild“ bevor „Scared Of War“, ein mächtiger und epischer Stampfer auf den Hörer losgelassen wird. Als weiteres Highlight möchte ich noch das göttliche „Father“ und den Rausschmeißer „One In A Million“ nennen, aber auch der Rest der 13(!) Songs kann sich sehen lassen. Die Band wurde übrigens bereits 1998 gegründet und beglückt seitdem die Fans mit ihrer fantastischen Mischung aus US-Hardrock mit gelegentlichen europäischen Einflüssen. Solltet Ihr also mal wieder Bock auf schnörkellosen, hochmelodischen Hardrock haben, dann besorgt Euch dieses Juwel (und die aktuelle EP gleich mit dazu)!
Stefan

 

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Band: Shannon
Album: World Of Desire (Demo)
Spielzeit: 22:59 min.
Plattenfirma/Vertrieb: Eigenvertrieb/Import
Vergleichbare Bands: Pink Cream 69, XYZ
Homepage: www.shannon-rock.com oder www.myspace.com/shannonbandrock
Wertung: 9 von 10
Rockmusik aus Frankreich ist (für mich) immer mit ein wenig Vorsicht zu genießen, da sie doch mitunter sehr eigenwillig zu sein scheint. Daher habe ich auch nur sehr wenig aus dem Land der Feinschmecker in meinem CD-Regal stehen. Als aber 2003 eine Band namens SHANNON mit ihrem selbstbetitelten Debüt eine wahre Melodicrock-Perle hervorgebracht haben, war ich schon sehr überrascht. Sehr schade fand ich dann auch, dass ich bis zum heutigen Tag nichts mehr von dieser vielversprechenden Combo vernommen habe. Gut, das Debüt wurde auf einem französischen Mini-Label veröffentlicht und die Zeiten für klassischen 80er Hardrock werden auch nicht besser. Aber es gibt so viel Müll in dieser unseren Musiklandschaft, da muss doch ein kleines Plätzchen für ein paar Franzosen sein, die die 80er mit ihrem klassischen, amerikanisch geprägten Hardrock hochleben lassen. Und here we are: seit geraumer Zeit existiert nun dieses Demo zum neuen Album, das 2007 das Licht der Welt erblicken soll. Geboten werden fünf Songs, die meineserachtens die Klasse des Debüts sogar noch übertreffen und bei denen garantiert kein Hardrocker-Auge trocken bleibt. Auf „World Of Desire“ gehen die Jungs noch eine ganze Ecke straighter und rockiger zu Werke als noch anno 2003. „Do You Know?“ geht gleich richtig in die Vollen, hat aber trotz seiner Härte einen ausgeprägt melodischen Refrain. „Hungry For Love“ ist ein klassischer Midtempo-Stampfer, wiederum mit einem Chorus, der sich sofort in sämtlichen Windungen des Gehirns festbeißt. Bei „No Better Times“ geht’s dann ein wenig dreckiger zu, absolut genial. Der Gesamtanteil der Keyboards wurde um einiges zurückgeschraubt, aber beim folgenden „Long Gone“ bekommen sie einen gelungenen Einsatz. Klasse Song. Das abschließende „Keep On Rolling“ überzeugt noch einmal auf ganzer Linie und setzt einen tollen Schlusspunkt auf eine Demo-EP, die süchtig macht. Ich fiebere schon dem Tag entgegen, an dem ich das komplette Album in meinen Händen halten kann. Wer sich jetzt ungläubig die Augen reibt, checkt am Besten mal bei Myspace vorbei.
Stefan

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