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Band: Shadowman Album: Watching Over You Spielzeit: 52:39 min. Plattenfirma/ Vertrieb: Escape Music/H'ART Homepage: www.overland-shadowman.com/index.htm VÖ: 22.04.2011 Wertung: 8,5 von 10 Meine Laune steigt momentan ins Unermessliche. Zu einem liegt das an den tollen, sommerlichen Temperaturen und zu anderem an der Vorfreude auf einige AOR/Melodic Rock Kracher, die sich für die nächsten Wochen angesagt haben. Sei es die neue JOURNEY, die ich schon mit Spannung erwarte, oder das formidable AFTER HOURS Album „Against The Grain“, welches die Tage erscheinen wird. Eine britische Formation lässt diesen Gemütszustand weiter steigen. SHADOWMAN releasen ihr viertes Studioalbum und bieten den idealen Soundtrack für Grillorgien, Cabriofahrten oder einfach nur entspanntem Abhängen.
Die 4 Bandmitglieder, sind schon seit Jahrzehnten im Biz unterwegs. So wundert es auch nicht, dass diese ALL STAR Combo schon seit ihrem Debüt durchgehend positive Kritiken einheimst. 2 ½ Jahre nach ihrem letzten Album „Ghost In The Mirror“ legen sie nun nach und veröffentlichen mit „Watching Over You“ definitiv ihr bestes Werk! Steve Overland, (Gesang - FM, OVERLAND), Steve Morris (Gitarre und Keyboard - HEARTLAND) und die beiden THUNDER Recken Chris Childs (Bass) und Harry James (Schlagzeug) bieten auf ihrem vierten Longplayer eine kernige Mischung aus AOR und klassischem Hardrock. Besonders das härter ausgerichtete Material lässt aufhorchen und zeigt in bester Manier auf, dass AOR/Melodic Rock viel mehr als nur LENOR - PLÜSCH Sound zu bieten hat. Mit diesem Mix liegen sie irgendwo in der Schnittmenge ihrer Hauptarbeitgeber, JOURNEY und FOREIGNER. Aufgrund des vielseitigen Songmaterials und einer phantastischen Gesangs- und Gitarrenarbeit hebt sich das Album äußerst positiv vom Durchschnitt ab.
Ich weiß wirklich nicht, wie es die beiden Steve's fertig bringen so eine geile Leistung hinzulegen. „Watching Over You“ besticht geradezu durch dem/den erstklassigen Gesang /Refrains und einer wahnsinnig geilen Gitarrenarbeit. Hört euch einfach mal das Können der beiden Herren auf dem Song „Cry“ an. Das ist PORNO PUR! Die ausdrucksstarke und kräftige Stimme Overland's trifft auf ein ein tolles, melodisches und warmes Gitarrenspiel von Morris. Obwohl die Nummer eine Ballade ist, versprüht sie ein gesundes Maß an Härte. Der Song hat mich echt gepackt. Es handelt sich dabei aber nur um ein Beispiel, denn „Watching Over You“ glänzt über die ganze Spielzeit hinweg.
Tommy Hansen hat einen starken und druckvollen Mix hingelegt. Das verleiht dem Album mächtig viele Ecken und Kanten und passt perfekt zu dem melodischen und kernigen Material.
Das die Band aber gar nichts falsch gemacht hat, beweist der Opener „Across The Universe“ und lässt beim Hörer keine Wünsche offen. Frischer Hardrock dröhnt aus den Boxen und das Duo Morris/Overland glänzt mit einer tollen Leistung. Dies macht den Song aber noch nicht aus. Es ist die Hammondorgel, die bei diesem Song sehr gekonnt Akzente setzt. „Renegades“ ist ein flotter Rocker bei dem sich Gitarren – Steve austoben kann. Auf dem Titeltrack werden alle positive Merkmale des AOR/ Melodic Rock vereint und hätten dem Song vor ca. 20 Jahren zu einem Erfolg mit Charteinstieg verholfen. Geiler Gesang, eine grandiose Gitarrenarbeit, tolle Hooklines und eine Hammondorgel, die immer wieder in Erscheinung tritt, machen den Song aus. Leicht wie eine sommerliche Brise kommt das im Midtempo angesiedelte „Are You Ready“ daher und macht einfach nur Spaß. Das mehrstimmig startende „Waiting For A Miracle“ glänzt durch ein tolles Gitarren- und Hammondorgel Zusammenspiel. Beide Instrumente führen einen regelrechten Dialog im Mittelteil, inklusive einem kurzen Soli. Der Song hätte auch gut auf JOHN WAITE's genialem Album „Rough & Tumble“ stehen können. Toll gemacht. „Stop Breaking This Heart Of Mine“ ist reinstes Futter für Anhänger der gemäßigteren Töne und ist sehr 80er Jahre ausgerichtet. Der Song wäre vor 2 ½ Dekaden eingeschlagen wie eine Bombe. Bei „Heaven Waits“ kommt es zu einer kleinen Überraschung. Der Track zollt dem 70er Jahre Hardrock Tribut und erinnert mich, von der Instrumentalisierung, an LED ZEPPELIN. Knackig geht es bei „Justify“ zu. Sehr starke und kernige Gitarren treffen auf Overland's Organ. Totale Party- und Sommerstimmung verbreitet „Party Is Over“ und lässt mich gutgelaunt mit wippen. Zwar ist der Song eher belanglos arrangiert, kann aber durch die Gesamtleistung der Rhythmusgruppe doch noch gefallen.
Trackliste:
1 Across The Universe 2 Renegades 3 Cry 4 Watching Over You 5 Are You Ready 6 Suzanne 7 Waiting For A Miracle 8 Stop Breaking This Heart Of Mine 9 Heaven Waits 10 Whatever It Takes 11 Justify 12 Party Is Over Das vierte Album der Schattenmänner ist wohl ein AOR/Melodic Rock Album, welches niemand auf seinem Zettel stehen hatte und kann es locker mit den Veröffentlichungen der vergangenen Monate aufnehmen (VEGA, BAD HABITS, JOHN WAITE etc.).
Mir gefällt „Watching Over You“ verdammt gut, da es eine sehr gesunde und abwechslungsreiche Mischung enthält und auch mal mit einer kleinen Überraschung (wie bei „Heaven Waits“) aufwartet. Über die sensationelle Leistung des Duo's Morris/Overland verliere ich keine weitere Worte, denn es wäre einfach nur müßig und wer diese Arbeit auf dem Album nicht schätzt, dem ist eh nicht mehr zu helfen.
Wer sehr gut intonierten, frischen Rock zu seinen Faves zählt, sollte hier sofort zugreifen. Besser kann man melodischen Hardrock nicht vortragen. Ich bin auf das neue JOURNEY Album gespannt und ziemlich sicher, dass „Watching Over You“ den direkten Vergleich locker standhalten kann.
Von meiner Seite wird das tolle Album mit starken 8,5 Punkten honoriert. Götz
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