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Nach ihrem hervorragenden Debütalbum „A Touch of Heaven“ beehren uns die Melodic Rocker von SERPENTINE uns dieser Tage mit ihrem zweiten Album „Living and Dying in High Definition“ nach nur einem Jahr schon wieder. Gut für uns, war doch das Debüt ein beispielhaft gutes Melodic Rock Werk. Nachdem nun vorab auch schon bekannt wurde, das dies das letzte Album mit Frontmann Tony Mills (SHY, TNT) werden würde und aufgrund des wieder sehr guten Werkes war es natürlich klar das ich dem Frontmann und Keyboarder der Band Gareth David Noon ein paar Fragen stellen musste.
J.P: Hallo Gareth, vielen Dank das du mir ein paar Fragen zu eurem zweiten Album und zu eurer neuen Band beantwortest. Nach etwas über einem Jahr schon der Nachfolger zu eurem Debütalbum „A Touch of Heaven“, wie kam es denn dazu? Ist das erste Album so gut angekommen und war euch schnell klar das es ein zweites Album geben muss?
G.N: Klar, wir waren sehr zufrieden mit dem allgemeinen Feedback aufs erste Album, besonders glücklich waren wir, als wir hörten dass unser Album in den Japanischen HMV Charts angekommen war - für uns als junge Band eine echte Ermutigung! Uns war wichtig dieses kleine Momentum zu nutzen um die Leute auf Serpentine aufmerksam zu machen und dies ist nur möglich, wenn man entweder auf vielen Konzerten auftritt oder eine neue CD raus bringt. Wir haben nie aufgehört neue Lieder zu schreiben und ich glaube wirklich, dass wir unser Songwriting schwer verbessert haben auf der neuen CD.
J.P: Im Nachgang betrachtet, wie zufrieden seid ihr denn mit eurem ersten Album? Die Zusammenarbeit mit eurem Label AOR Heaven verlief gut? Ich finde ja ihr passt perfekt zu dem Label!
G.N: Das Label stand glücklicherweise komplett hinter uns und hat uns gut unterstützt, was bei einer jungen Band oft alles andere als selbstverständlich ist! Insgesamt bin ich immer noch sehr zufrieden mit unserem ersten Album - falls ich es heute nochmal schreiben würde, würde der Sound wahrscheinlich etwas stärkere Gitarren haben, wie auch auf unserem neuen Album, aber ansonsten würde sich nichts ändern. Das gute Feedback vieler Fans bestärkt uns darin, dass wir eine gute Aufnahme abgeliefert haben.
J.P: Nachdem es ja schon bekannt war, natürlich die Nachfrage warum denn nun nach zwei so erfolgreichen Alben Tony Mills die Band verlässt? Hat er einfach mit seinen anderen Bands und Projekten einfach zu viele Verpflichtungen?
G.N: Das liegt ehrlich gesagt hauptsächlich an Tonys Gesundheit. Es ist ja mittlerweile bekannt, dass er letzten Sommer in Norwegen einen Herzinfarkt hatte und daraufhin seine Reisen deutlich eingeschränkt hat, weshalb er auch nach Norwegen umgezogen ist. TNT war immer seine erste Priorität, das wussten wir natürlich schon von Anfang an und durch seine gesundheitlichen Probleme hat er nun weniger Zeit für Projekte wie SERPENTINE oder STATE OF ROCK. Natürlich ist es schade ihn gehen zu sehen, doch mit unseren Plänen mehr im Studio zu sein und zu touren war es weder in seinem, noch in unserem besten Interesse bei uns zu bleiben. Er wünscht uns eine erfolgreiche Zukunft, und unsere einzige Möglichkeit war, einen neuen jungen Sänger reinzuholen, der auch in Großbritannien lebt. Das haben wir nun auch getan und wir sind bereits wieder daran Demos für das nächste Album einzuspielen und dann sind da natürlich noch die Festivals im September und Oktober.
J.P: Mit Matt Black habt ihr ja schon einen Ersatz gefunden. Über ihn ist leider im Internet nicht so viel zu finden. Erzähl uns doch mal ein bisschen über ihn, wie kam der Kontakt zu Stande, wie habt ihr ihn gefunden? Oder hat er euch gefunden?
G.N: Wir hatten echt unglaubliches Glück, wir hatten gerade eine neue Co-Managerin angenommen und sie schlug vor uns mit Matt in Verbindung zu setzen. Er war der erste und einzige den wir zum vorsingen einladen mussten, da er uns live gleich vom Hocker gerissen hat. Matts Karriere ist auch noch recht frisch, daher sind die meisten Sachen die man online findet bereits mit Serpentine. Auf You Tube sind ein paar sehr gute Videos von SERPENTINE mit Matt auf unserer letzten Tour zu sehen und die neue Version mit Matt von „Lonely Nights“ (Vom „A Touch of Heaven“ Album) könnt ihr auf unserem Myspace hören.
J.P: Bedeutet eigentlich euer Bandname irgendetwas? Hört sich irgendwie ein wenig mystisch an….Wie würdest du eigentlich euren Stil beschreiben? Trifft es Melodic Rock ganz gut?
G.N: Naja, ich kann leider nicht sagen, dass ich den Namen in einem Traum vor mir sah, aber ich hatte das Wort vor einigen Jahren in einem Lied gehört und es hat mir total gut gefallen. Als Bandnamen gefallen mir einzelne Wörter sowieso immer am besten. Aber es stimmt schon, dass Serpentine etwas mystisch klingt und glücklicherweise engt es uns auch musikalisch nicht ein wie manche Bandnamen das tun. So können wir machen was wir wollen! Unser Stil hat sich seit dem ersten Album schon ziemlich weiterentwickelt. Es war uns auch wichtig, dass wir nicht zweimal das gleiche Album schreiben und so ist „Living and Dying in High Definition“ deutlich mehr dem Melodic Hardrock Genre zuzuschreiben als das erste, mehr AOR orientierte Album 'A Touch of Heaven'. Wenn man sich unsere Musik wirklich aufmerksam anhört, merkt man wie vielschichtig die Musik ist und ich hoffe das ist etwas, dass uns von einigen anderen Bands in diesem Genre etwas abhebt. Unser Ziel ist, dass man jedes Mal wenn man die CD hört wieder etwas neues wahrnimmt.
J.P: Kommen wir mal zu eurem neuen Album „Living and Dying in high Definition“. Wie verlief die Produktion, wann habt ihr mit dem Schreiben der Songs angefangen?
G.N: Die Produktion lief wirklich einwandfrei von Anfang an bis zum Schluss - jeder Song inspirierte uns dazu noch einen grösseren und besseren Song zu schreiben. Dieses Album fühlt sich wirklich wie unser bestes bisheriges Werk an und ich hoffe es ist es auch! Der Sound ist viel gewaltiger und direkter als auf unserem ersten Album. Wir hatten bereits mit dem schreiben des zweiten Albums angefangen bevor das erste Album überhaupt in den Läden war und es wäre wahrscheinlich sogar schneller fertig gewesen hätten wir nicht die Probleme mit Tonys Gesundheit gehabt. Trotzdem, ich bin sehr zufrieden mit dem zweiten Album und würde nichts daran ändern wollen.
J.P: Die Stücke die mir sofort im Ohr hängen geblieben sind, waren „Philadelphia“ und „Where do we go from here“. Hast du irgendwelche Lieblingssongs auf dem Album? Gibt es eine Art roten Faden der sich durch eure Texte zieht, also was für Themen verarbeitet ihr in euren Songs?
G.N: Der rote Faden auf diesem Album scheint eindeutig Liebeskummer zu sein. Ein Bandmitglied ging gerade durch eine Trennung und ich denke, dass sich das im Text widerspiegelt, es geht um große Gefühle. Wir haben natürlich versucht das Ganze trotzdem fröhlich und melodisch zu verpacken damit das Album nicht zu depressiv klingt!! Ein Song wie „Philadelphia“ hingegen ist ganz anders, von der Geschichte her eher mit „Jukebox Hero“ zu vergleichen. Meine persönlichen Lieblingssongs auf dem neuen Album sind Philadelphia und Dreamer, das sind wohl sogar meine Lieblingssongs beider CDs.
J.P: Ich habe gelesen ihr habt eine sehr ausführliche Tour mit CRASHDIET und HOUSTON gespielt. Ein sehr interessantes Package. Gerade die Jungs von CRASHDIET müssen doch tierisch Party gemacht haben, oder? Wie lief denn die Tour so?
G.N: Ja klar, es wurde schon einiges an Alkohol konsumiert! Die ganze Tour hatte eine starke Party Atmosphäre und ich denke, dass sich die Bands auf der Bühne trotzdem sehr gut geschlagen haben. Es war eine perfekte Gelegenheit für die Promotion aller Bands, da alle etwas zu beweisen hatten. Es war super, wie viele Leute live zu den Shows kamen und wir hoffen, dass es noch weitere Touren dieser Art geben wird!
J.P: Wie kommt es denn eigentlich das du so gut deutsch sprichst, bzw. das ich diese Interview auf deutsch führen kann? Hast du deutsch studiert?
G.N: Vor was sich jetzt wie eine Ewigkeit anfühlt, habe ich Deutsch an der Universität studiert. Wobei heutzutage kann ich eigentlich nur noch üben weil meine Verlobte aus der Schweiz kommt. Ich hoffe wieder etwas in Schwung zu kommen beim H.E.A.T. Festival später im Jahr... vorausgesetzt das Bier ist nicht zu stark!
J.P: Was steht denn in der nächsten Zeit bei euch an? Auf dem HEAT Festival in Deutschland kommen wir deutschen Fans ja auch in den Genuss euch zu sehen, ich werde auch da sein!! : - ). Habt ihr vor eure Zusammenarbeit mit AORHEAVEN längerfristig fortzusetzen?
G.N: Naja, wir haben jetzt bereits zwei Alben mit AOR Heaven herausgebracht und ich denke wir haben wirklich eine sehr starke Beziehung. Außer eine der Parteien würde ihre Meinung ändern sehe ich nicht weshalb sich dies für das nächste Album ändern sollte. Wir fangen gerade erst an! Unser Auftritt bei HEAT wird der erste außerhalb Großbritanniens sein, darauf freuen wir uns natürlich besonders! Danach folgen Firefest (UK) und Rockfest Madrid in Oktober, wir haben im Moment also alle Hände voll zu tun! Gleichzeitig versuchen wir auch ein paar erste Songs mit unserem neuen Sänger Matt zu schreiben.... so schnell wird uns demnächst nicht langweilig!
J.P: Vielen Dank Gareth für deine Zeit und die interessanten Antworten! Ich wünsche euch alles Gute für die Zukunft. Es war mir wirklich eine Ehre, da ich auch ein großer Fan von euch bin!
Thanks a lot! Looking forward to seeing you and the German Rock Mafia in Ludwigsburg!!!
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