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sandra dee - visions of pain

Band: Sandra Dee
Album: Visions Of Pain
Spielzeit: 44:03 min
Plattenfirma: Eönian Records
Veröffentlichung: 07.06.2011
Homepage: www.eonianrecords.com
WERTUNG: 5 von 10
Nach der tollen TNA-Scheibe war ich sehr gespannt auf die zweite Veröffentlichung des Monats auf Eönian Records. Der Titel „Visions Of Pain“ und das etwas düsterere Artwork lassen aber auf eine etwas dunklere Ausrichtung der Musik schließen. Und siehe da: es passt!
Zwar startet der Opener „Pretty Child“ noch recht Hairmetal-mässig, aber es wird im Verlauf der Scheibe immer härter, metallischer und vor allem auch schlechter. Aber mal der Reihe nach:
SANDRA DEE existierten zwischen 1989 und 1992 und stammen aus Illinois, bevor man 1990 nach Kalifornien umsiedelte, um am Puls der Zeit zu sein. Sänger Chris Kamykowski, der auf 8 von 10 Tracks zu hören ist, erinnert an eine Mischung aus Sebastian Bach (SKID ROW) und Dee Snider (TWISTED SISTER).
Mit „Pretty Child“ steht auch gleich der beste Song ganz am Anfang, „Cassandra“ oder „Peace, Pot & Politics“ (mit Jack Adams von SGT. ROXX als Duett-Partner) können noch etwas mithalten, aber der Rest der Songs ist halbgar, hat keine besonderen Songstrukturen, keinerlei Eingängigkeit und klingt teilweise unfertig. Der dumpfe Demosound tut sein Übriges, um „Visions Of Pain“ auf das Abstellgleis zu schieben.
Mit der Verpflichtung des neuen Sängers Lance Thomason 1991 konnte die Band aber auch keinen Fortschritt für sich verbuchen. Im Gegenteil, die beiden Stücke „Cold“ und „Nothing“ klingen wirr und leer, vielleicht ein Relikt dieser Grunge-verseuchten Zeit.
Um es ganz schell zusammenzufassen: SANDRA DEE sind eine der Bands, die es damals nicht geschafft haben. Und dass darauf heute jemand gewartet hat, glaube ich nicht.

Trackliste:

01. Pretty Child
02. Cassandra
03. Take You Higher
04. Heading Home
05. Peace, Pot & Politics
06. Going Down
07. Inside Yourself
08. Visions Of Pain
09. Cold
10. Nothing

Stefan

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