Schwein schwarz copy klein
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Saint Deamon - Pandeamonium

Band: Saint Deamon
Album: Pandeamonium
Spielzeit: 38:57 min
Plattenfirma/ Vertrieb: Frontiers Records/Soulfood
Homepage: www.saintdeamon.se oder www.myspace.com/saintdeamonband
Wertung: 8,5 von 10
Holla, tendierten die Schweden auf ihrem Debütalbum teilweise noch ein wenig Richtung AOR so haben sie nun eine ordentliche Schippe Härte drauf gepackt. Ich denke mal, der letzte Rest Weichspüler wurde über Bord geworfen. Nun bieten sie klassischen Powermetal a la HAMMERFALL, BRAINSTORM oder IRON SAVIOR. Allerdings bieten sie doch so manche Melodie mehr an, als die beiden letztgenannten. „The Only One Sane (Nevermore)“ ist so ein Beispiel. Das folgende „Pandeamonium“ fällt dann völlig aus der Reihe und bietet eine Powerballade, wie ich seit Jahren keine mehr gehört habe, gefühlvoll, episch, mächtig und verdammt abwechslungsreich. MEAT LOAF meets NIGHTWISH meets BROTHER FIRETRIBE. Es hat seinen Grund, warum wir gerade diesen Song auf SunriseFM präsentieren. Göttlich. Bei „Eyes Of The Devil (Pyramid)“ läuft dann wieder jedem gestandenen Melodic Metaller das Wasser im Mund zusammen. Kleine AOR Einflüsse kann ich bei „A Day To Come (Lies) ausmachen, spätestens beim gewaltigen Chorus sind die aber völlig wurscht. Schön. „Way Home (Clone)“ ist dann einfach nur perfekter Melodic Metal im Stile von HELLOWEEN, wie es die Kürbisköpfe seit vielen Jahren nicht mehr zustande gebracht haben. Anscheinend haben wir Deutschen es den Schweden eh etwas angetan, schließlich wird bei „Fallen Angel (Hell Patrol)“ der Engel schon sehr deutsch gesprochen, ich verstehe jedenfalls Fallen Engel. Doch auch hier passt die Mischung aus Härte in der Strophe und dem butterweichen Refrain. Innovationspreise werden SAINT DEAMON keine gewinnen, aber ich denke darauf sind sie gar nicht scharf. Aber ein bisschen Abzug gibt es doch, denn „Oceans Of Glory“ ist 1:1 von HAMMERFALL abgekupfert, selten habe ich einen Song gehört, bei dem ich sofort  an deren „Glory To The Brave“-Album denken musste. Leider ist nach nicht einmal 40 Minuten schon Schluß. SAINT DEAMON haben ein verdammt gutes Melodic Metal Album abgeliefert, dass zwar an die Vorbilder erinnert, deren letzte Ergüsse aber oft überflügeln kann. Weiter so.

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Band: Saint Deamon
Album: In Shadows Lost From The Brave
Spielzeit: 45:42 min.
Plattenfirma/Vertrieb: Frontiers Records
Vergleichbare Bands: Hammerfall, Helloween, Freedom Call
Homepage: www.saintdeamon.se oder www.myspace.com/saintdeamonband
Wertung: 7,5 von 10
Der Heilige Dämon lädt uns also ein, mit ihm eine Reise über die Weltmeere zu unternehmen, da wollen wir doch nicht so sein und schippern mit. Am Anfang unserer Reise klimpert man uns ein düsteres Gitarren-Intro, bevor Shouter Jan Thore Grefstad erstmals seine Stimme erhebt und von „My Judas“ erzählt. Grefstad könnte in den tieferen Passagen durchaus als JORN LANDE´s kleiner Bruder durchgehen, was einiges über seine Sangeskünste aussagen dürfte, andererseits aber auch schon das größte Manko dieses Silberlings darstellt: SAINT DEAMON sind kein Unikum und könnten daher im allgemeinen Veröffentlichungsdschungel etwas untergehen. Was aber nicht heißen soll, dass die Songs schlecht sind, die die Jungs um Ex-DIONYSUS-Drummer Ronny Milianowicz da zu Tage fördern. Aber im Grossen und Ganzen fehlt einfach die Eigenständigkeit, klaut man doch teilweise ordentlich von HAMMERFALL. So, genug gemeckert, gibt es doch auch positives zu vermelden. Songs wie „My Heart“, wovon sich auch ein Video mit an Bord dieser Silbertorte befindet, sind wirklich erste Sahne und gehen runter wie Öl. Und auch der Gesamteindruck der Tracks ist durchaus positiv, wenn sich auch ein paar etwas schwächere eingeschlichen haben. Dennoch ist „In Shadows Lost From The Brave“ ganz ordentlich in einem Zug durchzuhören, vor allem entpuppen sich einige Songs („My Judas“, „The Burden“) erst nach öfterem Hören als echte Kracher. Jens Bogren (SYMPHONY X, HAMMERFALL, KATATONIA u.v.m.) hat SAINT DEAMON´s Erstling auch einen genretypischen, kraftvollen Sound verpasst. Antesten sollten Freunde der o.g. Kapellen diese Scheibe also unbedingt.
Stefan

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