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Ich bin wahrlich kein Lokalpatriot und kenne die Mönchengladbacher Rockszene, bis auf zwei bis drei Ausnahmen gar nicht. Seit einigen Jahren begeistern mich die sensationellen MOTORJESUS mit ihrem urwüchsigen Rock, aber sonst … da kann ich einfach nicht mitreden. Ah, jetzt doch noch … die famose AC/DC Coverband BONSCOTCH hat mich von ihren Livequalitäten und dem hohen Partyfaktor überzeugt. Umso mehr freue ich mich darüber, dass Bernd mir die Besprechung der Debüt EP von SACRED GATE angeboten hat. Natürlich habe ich diese dankbar angenommen und mein Dank geht in Richtung Siegen für die tolle „Entwicklungshilfe“ ;-).
Die Gladbacher Formation besteht seit 2008 und legt mit der EP ihren Erstling vor, der die heimische Heavy Metal Community begeistern wird. SACRED GATE haben sich dem traditionellen/ True Heavy Metal verschrieben und die 6 gebotenen Songs sind ein kleiner Vorgeschmack auf das 2012 folgende full length Album. Das Scheibchen enthält 3 Studio- und 3 Liveaufnahmen, die einem glatt die Sackhaare glatt bügeln!
Das Quartett besteht aus: Jim Over – Gesang Nicko Nikolaidis – Gitarre Peter Beckers – Bass Christian Wolf – Drums
Die vier Jungs machen auf der Tonkonserve einfach alles richtig und wer auf erstklassig intonierten, mit tollen Melodien versehenen Metal steht, sollte sich diesen Output unbedingt auf den Wunschzettel notieren. Das Material ist sehr abwechslungsreich und erfrischend eigenständig. Natürlich kann man heutzutage immer die Vorbilder heraushören, aber SACRED GATE sorgen durch ihre hervorragende Songwriterqualititäten dafür, dass diese nur nebensächlich erscheinen. Die drei Instrumentalisten gehen handwerklich beachtlich solide zu Werke und sorgen dafür, dass die Songs sehr druckvoll und urwüchsig aus den Speakern tönen. Nicko Nikolaidis versteht es immer wieder, durch sein teilweise sehr feines und melodisches Spiel, Akzente zu setzen. So ein bisschen hört man seine Vorliebe für IRON MAIDEN, SAXON etc. heraus. Mit Jim Over haben die Männer einen richtig geilen Sänger in ihren Reihen, der mehr Metal in der Stimme hat als so mancher der bekannteren Gesangesartisten. Seine leicht raue, kraftvolle und klare Stimme verfügt über eine große und variable Bandbreite und dürfte jedem Metal Maniac die Freudentränen in die Augen treiben.
Bei dem Titeltrack dachte ich die ersten Sekunden, dass meine Speaker defekt wären, denn der Beginn klingt blechern und stark im Hintergrund. Dies ist aber volle Absicht der Band und nach einigen Sekunden beginnt das Feuerwerk aus geilen Riffs, treibenden Drums, einem wummernden Bass und Over's coolen Organ. „Creators Of The Downfall“ ist für mich eine kleine Hymne, welche besonders durch ein tolles Gitarrenspiel und dem Gesang mächtig punkten kann. Der gute Eindruck des ersten Songs wird durch „Burning Wings“ und dem Übertrack „Vengeance“ nur noch bestärkt. OH Mann, was für tolle Gitarrenharmonien und dazu dieser charismatische und unverwechselbare Gesang! Nach den 3 wirklich klasse Studiohammern war ich natürlich auf die verbleibenden 3 Livetracks gespannt. Auch durch das MAIDEN artige „Fight For TheCross...Die For Jerusalem“ wird das Hörvergnügen fortgesetzt und das obwohl ich weniger auf Liveaufnahmen stehe. Dies ist aber definitiv ein positiver Indikator, dass die Jungs ihr Material auch auf der Bühne souverän umsetzen können. Doch dann … leider, leider steht mir, nach ungefähr 20 Durchläufen des Songs „The Realm Of Hell“, die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben. Jungs, das könnt ihr doch echt nicht machen! Den geilsten Song von der ganzen Scheibe „nur“ in einer Liveversion zu präsentieren finde ich persönlich sehr schade und ich will unbedingt die Studioaufnahme hören! In bester old MANOWAR Manier hauen uns SACRED GATE diesen Kracher um die Ohren. Nikolaidis Gitarrenspiel ist einfach unbeschreiblich stark und melodiebetont. „Path To Glory“ ist wieder eine kleine Hymne und stellt einen würdigen Abschluss dar, der zum Mitgröhlen animiert.
Nach dem Hören von „Creators Of The Downfall“ steht für mich jetzt schon fest, dass wir mit den vier Mönchengladbachern, endlich wieder eine sehr eigenständige und international konkurrenzfähige Heavy Metal Combo vorzuweisen haben.
Ich freue mich tierisch auf das komplette Album der Jungs und kann die Scheibe jedem Fan von MANOWAR, IRON MAIDEN, VIRGIN STEELE etc. nur wärmstens ans Herz legen.
SACRED GATE sind für mich die Newcomerband schlechthin und diese BOCKSTARKE EP hat sich eine hohe Punktewertung redlich verdient. Das Debüt ist einfach nur sehr geil und 9,5 von 10 Punkte können sich nicht wirklich viele – auch nicht renommierte Bands – einsacken. Götz
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