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Band: Rudra
Album: Brahmavidya: Transcendental I
Spielzeit: 62:38 min.
Plattenfirma/Vertrieb: Vic Records/Plastic Head Distribution
VÖ.: 15.06.2009
Homepage: www.rudraonline.org und www.myspace.com/vedicmetal
Wertung: 9 von 10
Seit 1992 turnt die Band aus Singapur schon durch die Szene. Mit dem aktuellen Langeisen "Brahmavidya: Transcendental I" ist nun das fünfte Album der Exoten auf dem Markt erschienen. Nach der vom Label bezeichnende Bezeichnung "Vedic Metal" musste ich auch erstmal googlen. Mit "Vedic"ist eigentlich eine
altindische Sprache gemeint. Somit ist die textliche Ausrichtung schon mal klar. Es geht im Allgemeinen um die indische Kultur und Mythologie. Kein schlechtes Thema wie ich finde. Zumindest nicht so ausgelutscht wie die ewigen Thor- und Odingesänge. Was erwartet uns musikalisch? Wer hier an nen Bollywood Soundtrack auf Metal Basis denkt wird schnell eines Besseren belehrt. Los geht es mit einem Intro das mit klassischen indischen Instrumenten und Gesang auf indisch (Vedic?) empfängt. Nach dem Intro ist die Marschrichtung allerdings klar. Klarer und leicht technischer/progressiver Death Metal ist hier Trumpf. Durch den Gesang und die an Blast Speed erinnernde Schlagzeugarbeit kann man einen Black Metal Einschlag nicht verleugnen. Das Ganze wird sehr professionell dargeboten und macht richtig Laune. Langsame und groovige Passagen wechseln sich mit extremen Blast Speed Parts ab und der Sänger klingt
teilweise wie Peter Tägtgren in seinen besten Zeiten. Auch die Gitarrenarbeit ist sehr unkonventionell. Bestes Beispiel ist der Song "Natural Born Ignorance". Ein dünnes Riffchen geht in ein extrem melodisches solo über während die Double Bass im Hintergrund alles zu Staub zermalmt. Danach folgt das Riffing einem einfachen MörserRiff das von Bolt Thrower stammen könnte. Einfach geil! Alle Songs sind sehr unterschiedlich in ihrem Aufbau und der Umsetzung. Das mach dieses Album wirklich spannend. Songs wie "Immortality Roars" basieren nur auf Drums und einer Sitar, "Amrtasyaputra" ist Gebolze vom Allerfeinsten und "Reversing The Currents" erinnert mit den Tempiwechseln an die Götter Nile. "Meditations At Dawn" könnte aufgrund des reinen Percussion- und Akustikklampfe Gewandes sowie dem von einer Frau gesungenem Text an Sepultura zu Roots Zeiten. Überhaupt ist Nile die einzige Band mit der sich Rudra vergleichen lassen. Dabei lassen Rudra noch nicht mal halb soviel landestypische Sounds in ihre Mucke wandern wie die Kollegen von Nile es tun. Abschliessend bleibt mir nur ein Urteil. Wer abwechslungsreichen Death Metal mag, und auch keine Berührungsängste mit Nile und Konsorten hat, der sollte das Album unbedingt mal anchecken. Auf der MySpace Seite sind etliche Songs des neuen Albums verfügbar. Anhören, ausflippen und sich den Schädel wund bangen ist hier angesagt!!
Steve
 

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