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Band: Prime Suspect Album: Prime Suspect Spielzeit: 46:10 min Plattenfirma/Vertrieb: Frontiers Records/Soulfood Veröffentlichung: 03.12.2010 Homepage: www.myspace.com/primesuspectmusic Wertung: 5,5 von 10 Daniele Liverani (Keyboard), Tommy Ermolli (Gitarre) und Dario Ciccioni (Schlagzeug) waren das italienische Trio bei der Band KYHMERA. Nachdem es beim letzten Album ein paar Unstimmigkeiten gab, suchten die drei ihr Heil in der Flucht um fortan unter dem Namen PRIME SUSPECT eigene Melodic Rock Songs zu veröffentlichen. Nach ein paar Demo Songs machte man sich auf die Suche nach einem passenden Sänger und fand ihn in dem deutschen Olaf Senkbeil der auch bei DREAMTIDE ins Mikro trällert. Zusätzlich holte man noch mit Mauro Catellani einen Mann für den Bass in die Band. Mit ihnen zusammen spielten man das mir nun vorliegende Debüt ein, was von der musikalischen Ausrichtung her sich an der Urband KYHMERA und LAST AUTUMN’S DREAM orientiert. Es wird uns hier also Melodic Rock gewürzt mit AOR geboten. Soweit zu den von der Promoinfo her bekannten Fakten. Stürzen wir uns ins musikalische Getümmel und schauen was uns hier geboten wird. Los geht es mit „What do you want?“. Eröffnet wird mit einem Keyboard/Gitarren Geplänkel bevor der sehr passende Gesang von Olaf einsetzt. Dieser macht seine Sache gut und besitzt einen klaren, kraftvollen Gesangsstil. Der Midtempo Track wird ganz klar von der Gitarre dominiert, das Keyboard ist nur leicht im Hintergrund aktiv. Ein guter Opener, nicht mehr aber auch nicht weniger. Das folgende „I’ll be fine“ macht seine Sache schon etwas besser. Zwar ist das Ganze hier auch mehr im Midtempo Bereich gehalten, allerdings gibt man beim Chorus ein wenig mehr Gas und dieser ist auch eingängiger als zuvor, so dass der zweite Track dem Hörer besser mundet. Das erste langsame Stück erwartet uns mit „Change this World“. Hier wird kräftig Schmalz angerührt. Wem das gefällt der dürfte mit dem Song sehr glücklich werden. Mir ist das ein bisschen to much. Der Chorus gefällt zwar gut und geht auch sehr gut ins Ohr, aber wie gesagt mir ist das Ganze ein bisschen zu kuschelig. Mit „I never knew“ wird es leider nicht besser, deswegen springen wir schnell weiter zu „I would like to reach the Sun“. Hier erwartet uns ein gute Laune Rocker, der zwar auch nicht gerade mit Schnelligkeit glänzen kann und mich von der Melodieführung her ein wenig an kirchliche Musik erinnert, aber das ist mir alle mal lieber als die vorherigen Schmalzattacken. Kann man sich gut anhören. Das folgende „It could’ve been you“ ist zwar wieder eine Ballade, aber man kann sie sich doch recht gut anhören. So richtig vom Hocker haut einen das aber wieder nicht. Apropos vom Hocker hauen, das tun in der Folge kaum noch Songs. Erwähnenswert sind noch „So Strange“ und „Watch me“, welche einen guten Groove sowie Chorus haben und sich dadurch von den ganzen langsamen Einheitsbrei gut abheben. Mehr gibt es leider aber auch hier nicht zu sagen.
Anspieltipps:
Richtig viel kann ich hier nicht nennen. „What do you want?“, “I’ll be fine und “I would like to reach the sun” sind noch die drei Tracks die man hier am ehesten empfehlen kann.
Fazit :
Selten hat mich eine CD so enttäuscht wie das Debüt von PRIME SUSPECT. Ich hatte mit einem Melodic Rock Act gerechnet der mit kleinen Hymnen und straighten Rockern aufwarten kann. Leider ist der Großteil der Songs eher unterdurchschnittlich und zusätzlich noch im absolut langsamen, schmalzigen Balladentempo gehalten. Die richtigen Hits und eingängigen Titel fehlen hier eindeutig. Gesanglich und instrumental ist hier zwar alles im grünen Bereich, das kann aber die mittelmäßigen Songs nicht wirklich retten. Sorry Jungs aber mit dem Output hier könnt ihr bei der aktuellen Fülle von Melodic Rock Veröffentlichungen nicht bestehen. Es mag Leute geben, die auch dieses Album gut finden, ich gehöre nicht dazu. Schwache 5,5 Punkte kann ich hier leider nur geben.
Trackliste:
01. What Do You Want? 02. I'll Be Fine 03. Change This World 04. I Never Knew 05. I Would Like To Reach The Sun 06. It Could've Been You 07. Hear Me Calling 08. Deep In My Heart 09. So Strange 10. Watch Me
Julian
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