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PRIMAL FEAR sind aktuell auf einer großen Tour quer durch die USA. Das letzte Studioalbum „16.6“  hat nicht nur bei uns eingeschlagen wie eine Bombe und aktuell veröffentlicht die Band ihr erstes Live Album „Live in the USA“, was ebenfalls bei uns hier auf Rockingboy.de besprochen werden wird. Grund genug also um Front und Bassmann Mat Sinner ein paar Fragen zur Tour, zum ersten Live Album und zur Zukunft der Band zu stellen.

Lest selbst was Mat aus den fernen USA der Metalwelt in Deutschland zu sagen hat.

J.P: Hi Mat, ihr seid ja aktuell in den USA auf Tour. Wie läuft es denn? Wie reagiert das amerikanische Publikum auf PRIMAL FEAR?

M.S: Super, 11 Shows und 60% des riesigen Landes durchfahren. Fans sind wahnsinnig dankbar, dass wir auf Tour kommen und wir haben jeden haben riesigen Spaß und tolle Konzerte.

J.P: Ist es eure erste Tour in den USA? Warum seid ihr denn auf die fixe Idee gekommen den doch recht großen logistischen Aufwand zu betreiben und in Übersee zu touren?

M.S: Nein wir haben regelmäßig auf Festivals gespielt, 2003 getourt und 2009 getourt. Die Resonanz war so gut, dass wir diesmal für 30 Tage in den USA & Kanada sind. USA & Kanada sind beides Länder in denen wir unsere Album Verkaufszahlen steigern können. Deswegen haben wir uns entschlossen jetzt wesentlich öfters dort zu touren.

J.P: Kommen wir mal zur Livescheibe. Warum zum jetzigen Zeitpunkt eine Livescheibe? Hat es etwas mit eurem, nicht mehr ganz so neuen, Label Frontiers Records zu tun, oder war es einfach an der Zeit?

M.S: Das ist die erste offizielle Live CD von Primal Fear und nach 8 CDs wurde es einfach mal Zeit so ein Dokument festzuhalten.

J.P: Was ist denn das Besondere an der Scheibe? Wenn du einem potenziellen Käufer das Album  schmackhaft machen müsstest, was würdest du ihm sagen?

M.S: Das Album bringt genau die Energie und Power einer Primal Fear Show rüber und das macht den Unterschied. Ein Mix zwischen 16.6 Songs und jede Menge Klassiker eingefangen auf einem Konzert in den USA ohne Netz und doppelten Boden. So ein Album sollte eigentlich in keiner Discographie einer hart arbeitenden Band fehlen!

J.P: Auf der Tour hat euch ja Alex Beyrodt an der Gitarre unterstützt. Wie kam es dazu? Müssen eure Fans jetzt Angst um euren 2. Gitarristen Magnus Karlsson haben?

M.S: Nee, Magnus & Frau haben Zwillinge bekommen und da war es für uns selbstverständlich, dass wir deswegen Magnus nicht vor die Türe setzen, sondern menschlich einfach den Dingen ihre Zeit geben. Alex ist ein vollwertiger Ersatz und Magnus steht ab Mitte Juni wieder mit uns auf der Bühne.

J.P: Wie seid ihr denn, im Nachhinein betrachtet, mit eurem letzten Studioalbum „16.6“ zufrieden? Ich für meinen Teil halte es ja für eines eurer stärksten Alben.

M.S: Wir sind noch immer 100% zufrieden mit der Produktion und der Entstehung. Vielleicht haben wir etwas zu viele Songs im Studio aufgenommen, aber das ist immer schwer zu beurteilen. Die nächste Produktion werden wir aber exakt wieder mit der gleichen Strategie an Songwriting und Produktionsvision angehen. Ausserdem  haben wir schon einige Ideen gesammelt!

J.P: Frontiers Records ist ja eher ein Label was mehr für die melodischen und AOR Rock Sachen bekannt ist. Wie seit ihr denn damals an den Deal gekommen und wie zufrieden seit ihr mit dem Label? Habt ihr dort als eine der ganz wenigen „härteren“ Bands vielleicht eine höhere Stellung?

M.S: Einen Teil deiner Frage beantwortest du ja selbst  - wir hatten nach dem Ende des NB Vertrags für uns final 6 ordentliche Angebote auf dem Tisch, aber aufgrund dem politischen Hintergrund war es nach Bandmeinung richtig und einen Partner zu suchen, der auf die Vorurteile an die Sache rangeht und Platten verkaufen kann. Bislang haben wir alles richtig gemacht und sind mit der Partnerschaft sehr zufrieden. Es gibt immer wieder Sachen, die aus Sicht eines Musikers oder Managers besser laufen könnten, aber dieses Problem gibt es bei JEDER Plattenfirma.

J.P: Wie geht es denn nach der Tour weiter? Wann werden die Fans wieder in den Genuss eines neuen Studioalbums kommen? Sind vielleicht sogar schon erste Songideen vorhanden und wenn ja auf was können wir uns gefasst machen?

M.S: Nach der Tour arbeite ich erst mal an der Fertigstellung des Albums von Michael Kiske & Amanda Somerville. Dann sind wir Mitten in der neuen VOODOO CIRCLE Produktion und wir starten mit der Produktion von Ralf’s ersten Solo Album. Einem sehr persönlichen Album mit tollen Songs, aber auch vielen 100% Metalsongs. Ich hab dann noch eine neue SINNER CD auf dem Zeitplan und wir werden ab Mitte September eine neue Primal Fear Europa Tournee spielen, um die Live CD und DVD zu supporten. Also jede Menge zu tun. Ich denke mal, dass wir im Februar/März nächsten Jahres mit der Produktion einer neuen PRIMAL FEAR Studio Produktion starten werden.

J.P: Ihr seid ja nun schon sehr lange im Geschäft. Wie denkst du über die heutige Musiklandschaft bzw. was glaubst du hast sich im Vergleich zu damals als ihr angefangen habt alles im Business verändert?

M.S: Trends kommen und gehen, Metal ist vielschichtiger geworden – aber ein guter Song ist immer noch ein guter Song. Der Kuchen ist etwas kleiner geworden und man muss härter arbeiten um in diesem Business weiter zu bestehen. PRIMAL FEAR ist dazu gern bereit, denn unsere Musik ist unser Leben und wir haben auf jeden Gig Bock, egal ob vor 100 oder 2000 Fans.

J.P: Eine private Fragen noch an dich Mat, wie geht es denn bei dir persönlich weiter. Wird es ein neues Album deiner Band SINNER geben? Was gibt es noch für erwähnenswerte Projekte die in der nächsten Zeit erscheinen? Es wird ja meines Wissens nach ein neues VOODOO CIRCLE Album geben, richtig?

M.S: Beide Bands werden in den nächsten Monaten neue Alben fertig stellen. VOODOO CIRCLE ist schon etwas fortgeschritten. Da wird es jetzt recht schnell gehen. Das Album heißt „Broken Heart Syndrom“ und macht musikalisch dort weiter, wo das Debut Album aufgehört hat. Für SINNER haben wir bislang 8 Songs geschrieben und werden noch weitere 4 Songs in den nächsten Tagen nachlegen. Auch hier gibt’s eine musikalische Fortsetzung von „Crash & Burn“. Wir sind noch immer 100% überzeugt von den Songs und dem Vibe und werden genau wieder in die gleiche Kerbe mit gleicher Mannschaft schlagen – das Album wird den Titel „One Bullet Left“ tragen und die Sinner Tradition mit allen Trademarks bestens fortsetzen!

J.P: Vielen Dank Mat für deine Zeit und die sehr interessanten Antworten! Viel Spaß noch auf der Tour und alles Gute für die Zukunft.

Julian

 

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