|
|
 |
 |
 |
 |
 |
|
 |
 |
 |
|
|
|
|
|
 |
|
|
|
 |
|
|
|
|
|
Band: Praying Manits Album: Metalmorphosis EP Spielzeit: 27:34 min. Plattenfirma/ Vertrieb: Eigenvertrieb/iTunes Homepage: www.praying-mantis.com oder www.myspace.com/prayingmantisrock VÖ: 21.02.2011 Wertung: 9 von 10 YEAAAAHAAAA, was habe ich diesem Release entgegen gefiebert! PRAYING MANTIS are back … und wie, Herrschaften!
Ich räume als erstes mal mit einem großen Irrtum auf, welcher im Zusammenhang mit der aktuellen EP der PRAYING MANTIS in Verbindung gebracht wird! NEIN, die Metalmorphosis EP ist nicht anlässlich des 30jährigen Bandjubiläums aufgenommen worden, sondern anlässlich des 30jährigen Jubiläums des ersten Studiolongplayers „ Time Tells No Lies“, welcher 1981 erschien. Die Band wurde schon im Zeitraum zwischen 1972 und 1975 gegründet, in der Zeit wurden wenigstens die Bandmitglieder rekrutiert. Ab ca. 1975 begann man dann unter den Namen PRAYING MANTIS miteinander zu musizieren.
Ende der 70er Anfang der 80er Jahre wurde die Band in die gerade aufschwappende NWOBHM Schublade einsortiert, obwohl sie dort nicht wirklich hinein passte. Wie schon das erste Studioalbum „Time Tell No Lies“ aufzeigte, bezog die Band ihre Einflüsse ganz klar aus dem klassischen Hardrock der 70er Jahre und garnierte diesen noch mit einem leicht härteren Touch.
Für viele Jahre sollte „Time Tell No Lies“ auch das einzige Lebenszeichen von PRAYING MANTIS sein. Die Band löste sich nach mehreren Problemen auf und die Troy Brüder gründeten einige Bands/Projekte, die aber nie über einen Insiderstatus hinaus kamen (z.B. ESCAPE und STRATUS).
Anfang 1990 tauchten sie wieder aus der Versenkung auf und spielten mit alten Weggefährten der EISERNEN JUNGFRAU, PAUL DI'ANNO und DENNIS STRATTON, eine erfolgreiche Japan Tour.
PRAYING MANTIS veröffentlichten in den folgenden Jahren weitere Alben mit immer wieder wechselnden Sängern u.a. GARY BARDEN (MSG) und DENNIS STRATTON (IRON MAIDEN).
Alle Alben erreichten niemals mehr die Klasse des Debüts, was auch an den musikalischen Kurswechseln lag. Die Gebrüder Troy & Co. entwickelten sich mehr und mehr zur reinen Melodic Rock Band, wobei das Material auch nicht immer ein hohes Niveau erreichte.
Erst mit der letzten, 2009 erschienen Scheibe, „Sanctuary“ wurde die Presse wieder auf PRAYING MANTIS aufmerksam und überhäufte die Band mit durchgehend guten Kritiken.
Aktuell besteht die Band aus: Chris Troy - Bass & Vocals Tino Troy - Guitars & Vocals Andy Burgess - Guitars Benjy Reid - Drums Mike Freeland - Vocals
Wie oben schon erwähnt, hat sich nun die aktuelle Besetzung 5 Bandklassiker vorgenommen und neu eingespielt. 1.Children of The Earth 2010 – ein toller Hardrock Song, der ganz klar seine Inspiration aus den 70ern bezieht und einen tollen Refrain besitzt. Über all die Jahre hat der Track nichts an Magie verloren und begeistert mich in der Neueinspielung wie es damals das Original gemacht hat. Mike Freeland besitzt eine starke Stimme, die wie geschaffen ist, den Song neu zu interpretieren. Die Rhythmussektion hält sich stark am Original und macht damit alles richtig. 2.Praying Mantis 2010 – kommt ein bisschen heavier daher und erinnert einen beim ersten hören an Outputs von Deep Purple. Auch hier ist besonders Mike Freeland's Gesangsleistung hervorzuheben. 3.Lovers to the Grave 2010 – eine tolle Ballade, die komplett ohne Kitsch und Pomp auskommt. Auch bei dieser Nummer sind die 70er Jahre unüberhörbar. Der Song lebt von einer sehr starken Gitarrenarbeit und einem starken Chorus. 4.Panic in the Streets 2010 – ein schöner Heavyrocker mit einer absolut überzeugenden Leistung der Rhythmussektion. Dieser Song ist eine Mischung aus 70er Hardrock und NWOBHM Sound. 5.Captured City 2010 – purer Hardrock bei dem man sich immer wieder erwischt, wie der rechte Fuß mitwippt. Wiederrum eine sehr starke Leistung der Rhythmussektion sowie von Freeland. Die Leadgitarre katapultiert einen direkt mitten in die Hochzeit des Hardrocks.
Leider ist die Spielzeit der EP mit 5 Songs für mich persönlich viel zu kurz. Ich könnte noch weitere 10 Songs von diesem Kaliber,in einer neu eingespielten Version hören. PRAYING MANTIS haben mit „Metalmorphosis“ einfach alles richtig gemacht! Die Songs haben nichts von ihrer Magie eingebüßt, klingen frisch und die Band hat sich sehr an den die Originalvorlagen gehalten. Ein bemerkenswerter und auch noch sehr gelungener Versuch neuen und alten Fans ältere Stücke in der aktuellen Bandkonstellation, schmackhaft zu machen. „Metalmorphosis“ wird sich mit großer Sicherheit noch so einige Monate in meinem Player, festfressen. Kaufen und genießen! 9 starke und wohlverdiente Sterne werde ich für die sagenhafte EP auf meinen Rockhimmel kleben! Götz
|
|
|
|
 |
|
|
|
Band: Praying Mantis Album: Sanctuary Spielzeit: 51:02 min. Plattenfirma/Vertrieb: Frontiers Records/Soulfood Veröffentlichung: 05.06.2009 Homepage: www.praying-mantis.com oder www.myspace.com/prayingmantisrock Wertung: 7,5 von 10 Die Briten PRAYING MANTIS bleiben ihrem Stil treu, das ist die gute Nachricht aus dem Lager der Troy-Brüder. Aber ein neues Album bedeutet auch wieder einmal einen neuen Sänger. Dieses Mal ist es Mike Freeland, der als indirekter Nachfolger von Gary Barden, Paul Di´Anno, Bernie Shaw, Tony O´Hara oder, wie im Falle der 2003er Scheibe “The Journey Goes On” gleich mehrerer Sänger (z.B. John Sloman, Doogie White), das Mikro schwingt. Normalerweise ist der Weggang eines Sängers für eine Band ein harter Schlag, nicht so bei Tino + Chris Troy (g+b) und ihren derzeitigen Mitstreitern Andy Burgees (g) und Benjy Reid (d). Die Musik von PRAYING MANTIS ist eben unverkennbar, da steht und fällt die Band nicht wegen eines Sängers, eine absolute Ausnahme, wobei die Silberlinge mit Barden und O´Hara gesanglich wohl die bisherigen Highlights waren. Wie eingangs schon erwähnt, schippern die Briten in bekannten Gewässern, Experimente lässt man außen vor. Ein paar kleinere Ausbrüche gibt es aber schon, wie der Opener “In Time” beweist. Mit Sicherheit einer der härtesten PM-Songs, der recht klassisch beginnt, aber in Teilen fast schon in Powermetal-Regionen schwebt. Danach gibt es wieder gediegenere Kost, “So High”, “Highway” und “Restless Heart” überzeugen auf ganzer Linie und reihen sich mühelos in die Schlange der “kleinen Hits” der Band ein. Was aber fehlt, ist der große Coup a´la “A Cry For A New World” oder “Don´t Be Afraid Of The Dark”. Allerdings kann man Produzent Andy Reilly einen wirklich guten Job anrechnen, denn er rückt die Trademarks der Briten ins rechte Licht, damit “Sanctuary” auch soundtechnisch überzeugen kann – so muss das klingen, wenn dieser Name auf dem Cover prangt. PRAYING MANTIS legen mit ihrer neuen Platte ein solides Comeback aufs Parkett, das den vergangenen Alben in nichts nachsteht, aber es fehlt das letzte Quentchen Magie, der ein oder andere große Hit früherer Tage, um den Stern noch heller leuchten zu lassen. Stefan
|
 |
|
|
|
|