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Band: Phenomena
Album: Blind Faith
Spielzeit: ?? min
Plattenfirma/Vertrieb: Escape Music
Veröffentlichung: 24.09.2010
Homepage: http://www.myspace.com/tomgalleysphenomena
WERTUNG: 8,0 von 10
Tom Galley Erfinder der PHENOMENA Saga entführte uns bereits 1985 in diese Welt um uns mit musikalischen Mitteln auf eine Reise in eine andere Welt mitzunehmen. Nachdem das Debüt bereits mit einigen bekannten Gastmusikern aufwarten konnte, unter anderem Glenn Hughes (DEEP PURPLE, HTP), Schlagzeug Legende Cozy Powell (RAINBOW, WHITESNAKE), Don Airey (DEEP PURPLE) und Neil Murray (WHITESNAKE), wiederholte er diese Reise 1987 mit dem zweiten Werk “Phenomena II – Dream Runner” und 1991 mit dem dritten Teil „Phenomena III – Inner Visions“ erneut. Dort gab es natürlich wieder eine illustre Gästeliste bestehend aus John Wetton (ASIA), Scott Gorham (THIN LIZZY), Brian May (QUEEN) und Scott Gorham (THIN LIZZY). 2006 gab es eine lang geplante Rückkehr nach PHENOMENIA mit dem Titel „Psycho Fantasy“ auf dem z.B. Tony Martin (BLACK SABBATH) und Glenn Hughes (DEEP PURPLE) mitwirkten. Nun präsentiert uns Mr. Galley also bereits das fünfte Werk, indem er uns mit in seine Phenomena Welt mitnimmt. PHENOMENA „Blind Faith“ heißt der neuste Output. Und wie auf den Teilen zuvor auch, schallt uns wieder eine illustre Runde von Gastsänger entgegen. Da wären z.B. Mike Di Meo (Ex RIOT, Ex MASTERPLAN), Rob Moratti (SAGA), Ralf Scheepers (PRIMAL FEAR), Tony Martin (BLACK SABBATH und Terry Brock (GIANT, STRANGEWAYS). Genug der Vorrede, nun werden wir sehen wie es musikalisch um das neuste PHENOMENA Werk bestellt ist und wie sich die vielen Gesangstalente schlagen.
Als Opener hat man mit „The Sky is falling“ Mike Di Meo ins Rennen geschickt. Und er macht seine Sache bei diesem Midtempotrack recht gut. Gediegen und langsam beginnt der Track, bevor mit dem Einsatz der Instrumente Schmackes in die Sache kommt. Mike’s Stimme passt perfekt zur Nummer und verleiht dem Ganzen genug Druck. Ein eingängiger Chorus tut sein übriges, so dass der Einstieg schon mal vielversprechend ist.
Beim folgenden „Bind Faith“ darf Rob Moratti seine Stimme erklingen lassen. Eingeleitet und unterlegt mit leicht orientalisch klingen Klängen, entwickelt sich im weiteren Verlauf ein schneller Rocker, der durch seine einfache Struktur und dem sehr klaren und ausdrucksstarken Gesang von Rob. Eine gute Nummer, nicht mehr aber auch nicht weniger.
Das nun anstehende flotte „Fighting“ wird von einem guten Bekannten, nämlich Ralf Scheepers, mit seinem Gesang veredelt. Der Mann liefert mal wieder eine absolute Top Leistung ab! Ralf’s Stimme passt zu dem schnellen Song wie die Faust aufs Auge und hier erkennt man wie wichtig ein passender Sänger zum Song ist. Mit einem einprägsamen Chorus und dank Ralf frisst sich der Track quasi in die Gehörgänge. Klasse Teil!
Mit „Liar“ folgt nun eine düstere stampfende Nummer, bei der sich passenderweise Tony Martin gesanglich austoben darf. Die Riffs knallen schön und der Bass sowie die Schießbude legen einen richtig guten Groove, so dass man bei der Nummer einfach nicht anders kann und mitwippen muss. Der eingängige Chorus geht ebenfalls gut ins Ohr, alles richtig gemacht würde ich sagen Mr. Galley.
Ein bisschen Luft zum verschnaufen bekommt der geneigte Hörer bei „Angels don’t cry“ welches von Mikael Erlandsson gesungen wird. Ein langsam und stampfender Song der durch den rauchigen und ausdrucksstarken Gesang von Mikael richtig Charakter bekommt. Beim Chorus wird es dann richtig melodisch und genau dieser Wechsel macht den Song so interessant. Coole Nummer!
Einen starken Song findet man auch am Ende der Platte mit „One more chance“ welches von Terry Brock gesanglich veredelt wird. Wie es sich für Mr. Brock gehört, haben wir es hier mit einer satten Melodic Rock Nummer zu tun. Die Gitarrenriffs sind schön knackig und griffig, die Stimme von Terry natürlich über jeden Zweifel erhaben und der Chorus an Eingängigkeit kaum zu überbieten. Sau starkes Teil und das zum Abschluss!

Anspieltipps:
Es gibt hier Licht und Schatten. Ganz klar die Lichtblicke sind auf jeden Fall „Fighting“, „Liar“, „Angels don’t cry“ und das abschließende „One more chance“.

Fazit :
Bislang war mir das PHENOMENA Projekt von Tom Galley total unbekannt. Der Mann versteht auf jeden Fall sein Handwerk das muss man ihm lassen. Er hat sich eine große Schar von bekannten Sängern zusammengesucht die seiner Saga ihren Stempel aufdrücken. Wie schon angesprochen, gibt es hier viel Licht aber auch ein wenig Schatten, in Form von richtigen Rock Perlen, aber auch nicht sehr spektakulären und belanglosen Nummern. Trotzdem gebe ich hier eine gute Wertung von 8 Punkten, da die Lichtblicke doch überwiegen. Einfach eine gute Platte. Fans von Melodic Rock die kein Problem mit zusammengewürfelten Projekten haben, können hier bedenkenlos zugreifen.

Trackliste:

01. The Sky is falling
02. Blind Faith
03. Fighting
04. Liar
05. I was gonna tell you tonight
06. Angels don’t cry
07. If you love her
08. House of Love
09. Don’t ever give you heart away
10. One more chance

Julian

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