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Band: Painside
Album: Dark World Burden
Spielzeit:  42:20 min
Plattenfirma: Inner Wound Recordings
Veröffentlichung: 02.04.2010
Homepage: www.myspace.com/painsideofficial
Wertung: 8,5 von 10
„Dark World Burden“ so heißt das Debüt der südamerikanischen Metalneulingen PAINSIDE. Südamerika ist ja schon bekannt für seine Metalbewegung. Unter anderem haben ja die Künstler ANDRE MATOS oder SEPULTARA ihr Wurzeln in dem Land mit dem Zuckerhut.
Wollen wir also mal sehen was uns hier nun erwartet.
Die Band setzt sich zusammen aus den Herren Guilherme Sevens (Gesang), Carlos Saione (Gitarre), Marcelo Val (Bass), Daemon Ross (Gitarre) und Andre Andrade (Schlagzeug). Als bekannten Gastsänger konnte man den Frontgrabschaufler Chris Boltendahl (GRAVE DIGGER) für sich gewinnen. Als Haupteinflüsse gibt man Bands wie ICED EARTH und IRON MAIDEN an. Das sind ja schon mal keine schlechten Vorrausetzungen würde ich sagen.
Schauen wir mal was uns „Dark World Burden“ zu bieten hat.
Gut los geht es schon mal mit dem Opener „Ignite the fire“. Die Gitarrenriffs fliegen uns nur so von Anfang an um die Ohren! Recht schnell und aggressiv geht es zum Chorus der sehr prägnant und eindringlich ist.
Ein guter Start der ganz klar die Marschrichtung für den Rest der Platte vorgibt.
Ein wenig langsamer aber stampfender geht es mit „Where darkness rules“ weiter. Sänger Guilherme singt hier absolut klasse. Hier werden dann auch zum ersten Mal so richtig die Einflüsse von IRON MAIDEN hörbar. Der Songaufbau ähnelt doch stark dem der eisernen Jungfrauen. Der schon angesprochene Guilherme klingt hier an einigen Stellen doch wie zum verwechseln nach Bruce Dickinson.
Beim nächsten Song „Collapse the lies“ empfängt uns zur Abwechslung mal der Bass. Ansonsten geht es ähnlich wie beim Vorgänger etwas gemächlicher zur Sache. Allerdings ist hier der Chorus doch um einiges griffiger und besser. Die Gesang und Instrumentalleistung sind hier auf einem sehr hohen Level.
Klasse Song. Eines der Highlights der Scheibe!
Und es geht Schlag auf Schlag weiter. Mehr IRON MAIDEN als beim folgenden „The deviant“ geht nun wirklich nicht! Was soll man noch groß schreiben? Gesang topp, Songstruktur klasse, Gitarren und Rhythmusfraktion tadellos.
Kurzum ein Highlight Doppelschlag.
Das die Jungs von PAINSIDE es auch ruhiger können beweisen sie mit dem folgenden „This dark world“. Man lässt es sich aber nicht nehmen beim Chorus und im Mittelteil die Geschwindigkeit und die Heavyness etwas anzuziehen. Ich habe es schon oft gesagt aber ich muss mich noch mal wiederholen. Die Gesangsleisung ist hier absolute klasse!
Voll auf die Zwölf gibt es dann wieder mit dem nächsten Track „Sand Messiah“. Eine energiegeladene, steil nach vorne gehende Nummer, die mit einem aggressiven Riffing und Gesang punkten kann. Hier werden diejenigen auf ihre Kosten kommen, denen die Vorgängersongs zu seicht und langsam waren.
Eine melodische Perle erwartet uns mit Song Nummer 10 „The Edge“.  Hier findet der Melodic Metal Freund alles was er braucht. Schöner Aufbau und Struktur, gute Gesangsleistung und ein feiner prägnanter Chorus.
Hier erkennt man wie vielseitig die Band sein kann, mal hart und aggressiv wie z.B. bei „Sand Messiah“ und dann wieder melodisch wie hier bei „The Edge“.
Der am Anfang angesprochene Gastsänger Chris Boltendahl hat im Übrigen beim letzten Song „Redeemers in blood“ seinen Auftritt.

Anspieltipps:

Gibt es einen ganzen Sack voll. „Collapse the lies“, „The Deviant“, „Where darkness rules“ und das sehr starke „The Edge“ solltet ihr euch genau anhören wenn euch die Band interessiert.

Fazit :

Nun das Album hat mich doch etwas überrascht. Zum Anfang war es für mich doch um einige Noten schlechter, als die jetzt von mir vergebene Wertung. Aber die Songs brauchen teilweise ein wenig um zu zünden. Aber dann umso mehr! Man wird quasi von der manchmal brachialen Songwand erschlagen und das macht das Ganze nicht einfach. Aber wenn man sich Zeit lässt und dem Album eine Chance gibt, zeigen die Songs dass sie es wert waren aufgenommen zu werden.
Hervorzuheben ist natürlich die Gesangsleistung von Guilherme Sevens. Einen Bruce Dickinson kann er (noch) nicht das Wasser reichen. Aber eine starke Stimme hat der Mann alle Male!
Im Endeffekt haben wir hier ein gutes Debüt, was zwar manchmal stark an die Vorbilder der Jungs erinnert, aber bei dem Endergebnis ist mir zumindest die manchmal (noch) fehlende eigene Note nicht ganz so wichtig.
Mich haben PAINSIDE auf jeden Fall voll überzeugt!


Trackliste:

01. Ignite the fire
02. Where darkness rules
03. Collapse the lies
04. The deviant
05. This dark world
06. Sand messiah
07. Forsaken
08. Serpent's tongue
09. The edge
10. Martyr
11. Redeemers in blood

Julian
 

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