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Band: ORDEN OGAN Album: Easton Hope Spielzeit: 66:15 min Plattenfirma: AFM Records/Soulfood Veröffentlichung: 22.01.2010 Homepage: http://www.ordenogan.de; http://www.myspace.com/ordenogan WERTUNG: 9 von 10 Die Überraschungsband des Jahres 2008 ist zurück. Die Äbte um Frontmann und Gitarrist Seeb sind mit ihrem zweiten Album „Easton Hope“ (das selbstproduzierte lass ich mal außen vor) zurück auf der Überholspur. Nachdem das Debüt Album „Vale“ 2008 viel Staub aufgewirbelt hat, wurde viel vom Nachfolger erwartet. Ob es sich gelohnt hat werden wir gleich erörtern. Zuvor gibt es noch aus dem Lager ORDEN OGAN zu vermelden das diese zum Label AFM Records gewechselt sind. Ansonsten gibt es keine Neuerung - das Line Up ist stabil geblieben. Kommen wir zur Musik. Los geht es mit dem sehr schönen Instrumental Intro „Rise and Ruin“. Musikalisch absolut topp und fesselnd. Sehr schöne Einleitung die Lust auf mehr macht. Der erste richtige Track der Scheibe ist dann „Nobody Leaves“. Die Äbte legen hier richtig gut los. Double Bass Drumming vom Feinsten. Der Drummer holzt sich echt die Seele aus dem Leib! Trotz der immer wieder aufkommenden Geschwindigkeit hat der Song viel Melodie. Im Mittelteil gibt es ein klasse Riff, welches mir persönlich sehr gut gefällt. Hört mal genau hin, dann wisst ihr was ich meine. Der Chorus gehört auch mit zum Besten und Eingängigsten was hier auf der Scheibe zu finden ist. Auffallend ist noch das Frontmann Seeb hier immer wieder von den Backing Vocals seiner Bandkollegen eindrucksvoll unterstützt wird. Starker Song! Die nächste Nummer – „Goodbye“ - besitzt einen sehr treibenden Rhythmus, welcher dem Song gut zu Gesicht steht. Untermalt wird das Ganze hier von Keyboardklängen die einen passenden Klangteppich bilden. Der Chorus ist mir zwar ein klein bisschen einfallslos geraten, aber trotzdem ist der Song wahrlich kein schlechter. Der Titelsong der Scheibe „Easton Hope“ kommt als Nächstes. Ein etwas langsameres Stück, welches aber einen regelrecht fesselt. Dies gelingt dem Song aufgrund der Abwechslung den er bietet. Tempowechsel, Hammerchorus, Keyboards und klasse Melodien. Alles drin was der Melodic Metaller braucht! Beim siebten Song der Scheibe „Nothing Remains“ gibt es einen bekannten Gastmusiker zu hören. Diesen hat nämlich niemand anderer als der Ex BLIND GUARDIAN und Ex SAVAGE CIRCUS Schlagwerker Thomen Stauch eingezimmert. Der Song startet mit einem Pianointro, bevor Gitarre und Schlagzeug einsetzen. Man wird hier das Gefühl nicht los, das dieser Song auch auf einem Album der blinden Wächter hätte stehen können. Die Songstruktur ist doch recht ähnlich. Für mich als BLIND GUARDIAN Fan der ersten Stunde natürlich ein Leckerbissen. „We are Pirates“ der neunte Song der Scheibe sollte schon vom gleichnamigen Video her jedem Fan geläufig sein. Nicht nur der Songtitel hat was mit Piraten zu tun, nein, auch der Song selbst ist eine wahre Hommage an die Piraten unter den schwer metallischen Bands RUNNING WILD. Da verwundert es auch nicht das hier mit Majk Moti (Ex RUNNING WILD) ein weiterer Gastmusiker seinen Beitrag leistet. Den Chorus des Songs bekommt man so schnell nicht mehr raus, das steht fest! Ein weiterer Song der nicht unerwähnt bleiben darf ist das folgende „The Black Heart“. Mal wieder ein etwas schnellerer Song. Hier wird nicht lange gefackelt. Gleich zum Anfang sind Gitarren, Bass und Drums präsent. Vor dem Chorus wird es aber noch etwas ruhiger was dem Song eine gewisse Epik verleiht. Nach der Ruhe ertönt dann der klasse mehrstimmig gesungene Chorus. Ich wiederhol mich, aber ich muss es noch mal sagen, eine echt starke Nummer!
Als Anspieltipps gibt es für euch folgendes zum antesten. „Nobody Leaves“, „Easton Hope“, „Welcome Liberty“, „We are Pirates“ und „The Black Heart“
Fazit :
Was die Jungs von ORDEN OGAN uns hier servieren ist richtiger guter Stoff. Man kann eine klare Weiterentwicklung zum Vorgänger erkennen. Alles klingt irgendwie noch etwas reifer, kompakter und harmonischer als beim Vorgänger „Vale“. Die Abwechslung wird bei allen Songs recht groß geschrieben. Feine Melodielinien und Tempowechsel lassen niemals Langeweile aufkommen. Sänger und Frontmann Seeb`s Gesang geht zwar manchmal bei dem vielen Bombast etwas unter, aber auch seine Gesangsleistung hat sich im Vergleich zum Vorgänger verbessert. Alles im Allem wird uns hier ein starkes Stück Power/Melodic Metal geboten und wenn die Qualitätssteigerung von Album zu Album her so weiter geht dann werden wir wohl bald um die Höchstnote nicht mehr herumkommen! Fans sollten sofort zugreifen und Neueinsteiger am Besten gleich zwei Ohren riskieren. Es lohnt sich auf jeden Fall!
Trackliste:
01. Rise And Ruin 02. Nobody Leaves 03. Goodbye 04. Easton Hope 05. Welcome Liberty 06. All These Dark Years 07. Nothing Remains 08. Requiem 09. We Are Pirates 10. The Black Heart 11. Of Downfall And Decline
Julian
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