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oliver weers - evil´s back

Band: Oliver Weers
Album: Evil's Back
Spielzeit: 45:50 min.
Plattenfirma/ Vertrieb: Metal Heaven/Soulfood
Homepage: www.myspace.com/oliverweersband
VÖ: 25.02.2011
Wertung: 8 von 10
Als es darum ging die neuen VÖ's zu verteilen, fragte mich Stefan ob ich OLIVER WEERS kennen würde … ganz klar sein Fehler, denn ich plapperte darauf los ;-), er konnte ja nicht ahnen, dass ich WEERS Debütalbum noch heute sehr gerne höre.

Hier nochmal ein kleiner Abriss von OLIVER WEERS bisherigen Karriereverlauf.
2007 gewann der deutschstämmige und in Dänemark lebende Sänger den Necomercontest „X-Factor“.
In der Folgezeit arbeitete er  intensiv mit Sören Andersen (MIKE TRAMP, ARTILLERY) an seinem Debütalbum und konnte für „Get Ready“ auch noch Marco Mendoza (WHITESNAKE, THIN LIZZY) und Tommy Aldrige (OZZY, WHITESNAKE), für die Einspielung des Erstlings gewinnen.
Das Album wurde durchgehend gut aufgenommen und so kam es, dass Weers und Kumpanen unter anderem WHITESNAKE und MÖTLY CRÜE auf deren Touren supporteten.

Aktuell arbeitet WEERS mit einer komplett neuen Band zusammen:
Anders Bo : Guitars
Laki Ragazas : Lead Guitar
Anders Borre : Bass, Production
Morten Hell Born : Drums

Diese unterstützt O.W. auch durchgehend auf einem guten Niveau und liefert einen geeigneten, hart rockenden Soundteppich, der verdammt druckvoll durch die Boxen kommt.

„Evil's Back“, sein neues Album, bietet dem Hörer natürlich einen gesanglich bestens aufgelegten WEERS, der mit seiner rauen Stimme im Mittelpunkt der Songs steht, sowie eine Menge harter Gitarren. Jetzt könnte man aufhören zu lesen und denken: OK, ein „Get Ready“ Part II.
Dem ist aber definitiv nicht so!

Die Band spielt eine erfrischende, vielfältige Mixtur, die sich aus klassischem Hardrock und auch  modernen Einflüsse zusammen setzt.
Hier ein paar Beispiele der gebotenen Vielfalt:
Nach dem kurzen Intro erfolgt auch die erste Überraschung des Albums in Form des Titelsongs.
Hier trifft OLIVER WEERS markante Stimme auf einen modern ausgerichteten Sound mit harten Gitarren und Drums. Ich persönlich fühle mich an so manche „Modern Rock“ Band erinnert.
Auf „All My Life“ zeigt O.W. das er auch richtig schön rocken kann und der Track bohrt sich, aufgrund des sehr eingängigen Refrains, schnell im Gehörgang fest.
Bei „Hero“ braten die Gitarren gleich los und WEERS Gesang kommt sehr gut zur Geltung und dann …
tja, was ist das denn??  … Die unglaubliche Stimme von REBECCA  ARMSTRONG (STELLA BLACK ROSE). Die beiden Gesangsartisten harmonieren und ergänzen sich einfach perfekt und bieten dem Hörer ein erstklassiges Duett, Für mich das Highlight des Albums!
„Beautiful Rain“ ist die obligatorische Ballade, die am Anfang mit einem schönen Acoustic Gitarrenpart startet. Weers Gesang erinnert mich beim Refrain stark an OZZY OSBOURNE. So sollte eine Ballade klingen, Augen zu und einfach nur zuhören und dabei vor sich hin träumen.
„Devil's Chain“ ist ein gutklassiger, straighter Rocker, der von der Rhythmussektion regelrecht nach vorne getrieben wird. Auch die zum Einsatz kommenden Streichersamples integrieren sich hervorragend in den Gesamtsound des Tracks.
Der letzte Track „Rainbow Star“ ist Weers persönliche Huldigung an sein großes Idol RONNIE JAMES DIO  und fängt sehr verhalten  und getragen, nur mit Gitarren unterlegt, an und mausert sich im Verlauf zu einen herausragenden, schleppenden Midtempo Rocker, welcher natürlich auch wieder von Weers phantastischer Gesangsleistung lebt. Mich erinnert der Song stark an HEAVEN AND HELL und hätte auch auf dem Erstling der Band um IOMMI einen guten Eindruck hinterlassen. Ein toller Finisher und nach „Hero“ das zweite starke Highlight.

Tracklist:

01. Intro
02. Evil's Back
03. All My Life
04. Without You
05. Hero feat. Rebecca Armstrong
06. Need It Bad
07. Beautiful Rain
08. Much Too Much
09. Fighting The Mountains
10. Devil's Chain
11. Demolition Man
12. Rainbow Star

Auch die Produktion ist schön druckvoll und Kristian Thomsen, der für den Mix zuständig war, hat eine gute Arbeit hingelegt.

Im Endeffekt handelt es sich bei „Evil's Back“ um ein gutes, vielseitig ausgerichtetes und druckvolles  Hardrock Album mit genügend Eiern, welches aber dem Niveau von „Get Ready“ nicht ganz standhalten kann, da sich kleinere Schwächen im Songwriting aufzeigen.

Ich habe mir einen kleinen Rockhimmel gebastelt (ALL I KNOW sind darauf schon verewigt) und auf dem sind 8 Sterne platz für „Evil's Back“.
Götz

Oliver Weers - Get Ready

Band: Oliver Weers
Album: Get Ready
Spielzeit: 42:39 min
Plattenfirma/ Vertrieb: Target Records/Soulfood
Homepage: www.myspace.com/oliverweersband
Wertung: 8 von 10
Will irgendeiner von euch da draußen mal wieder ordentlichen guten skandinavischen Hardrock hören? Dann sollte er sich schnellstens OLIVER WEERS erste Soloscheibe „Get Ready“ besorgen. Und nicht nur wegen den durchaus vorhandenen Referenzen, schließlich sind auf dem Album Tommy Aldrige (Ex- WHITESNAKE, OZZY, etc.) an den Drums und Marco Mendoza (Ex-THIN LIZZY, WHITESNAKE, etc.) am Bass zu hören. Denn hinter der Scheibe steht mit Sören Andersen ein Gitarrist und Produzent, der in „Get Ready“ sein Herzblut investiert hat und das merkt man den Kompositionen auch an. Mit „Calling Out For You“ geht es dann auch gleich in die Vollen. So muss melodischer Hardrock klingen. Hier ein bisschen EUROPE, da ein wenig FIREHOUSE und fertig ist der gute Laune Song Nummer 1. Das folgende „Hands High“ hat noch einen Touch BON JOVI zu seligen 80er Zeiten zu bieten und besonders Oliver kann mit seiner rauen nicht zu soften Stimme den Glückspegel bei mir stark erhöhen. „Even Giants Cry“ brauchte dann ein paar Durchgänge, um dann so richtig sein Potenzial zu entfalten. Liegt vielleicht an der nicht gerade überwältigen Strophe, aber die Bridge und der Refrain sind Hammer. Auch „First Day Of Our Life“ erfreut meine Ohren, ehe „Will You Be Mine“ die Balladenfraktion zufrieden stellen darf. Mir persönlich doch ein wenig zu schmalzig, klingt vom Härtegrad ein wenig nach Eurovision Song Contest und dem weißrussischen Beitrag, der es aber nicht ins Finale geschafft hat. Glücklicherweise holen Oliver & Friends dann aber wieder die Rockkeule raus und mit „Angel“ folgt auch ein richtiges Highlight. Das BJÖRK-Cover „Army Of Me“ fällt dann leider ziemlich aus dem Rahmen und passt irgendwie gar nicht auf „Get Ready“. Hätte man sich sparen können. Die restlichen drei Songs sind dann noch recht gut, holen die Kastanien aber nicht mehr so arg aus dem Feuer, dass ein Platz in der Hall Of Fame möglich gewesen wäre. Trotzdem bin ich sehr positiv überrascht und will mehr von den Jungs hören. „Get Ready“ ist einfach ein verdammt gutes Hardrock Album.

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