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Der Schlagzeuger Michael Ehre bekannt durch sein Engagement bei FIREWIND, ULI JON ROTH und METALIUM hat seine erste eigene Band am Start. LOVE.MIGHT.KILL heißt die Kapelle und dieser Tage erscheint ihr Debüt Album „Brace for Impact“. Ich ließ mir natürlich die Chance nicht nehmen Michael selbst ein paar Fragen zur Band, zum Album und zu seinem bisherigen Schaffen zu stellen.
J.P: Hallo Michael, vielen Dank das du mir ein paar Fragen zu eurem Debüt Album beantwortest. „Brace for Impact“ ist euer offizielles Labeldebüt bei Massacre Records. Wie zufrieden seid ihr mit der Scheibe? Warum fiel den die Labelwahl auf Massacre Records, die ja doch eher für ihre sehr harte Ausrichtung bekannt sind?
M.E: Wir sind sehr zufrieden mit unserem Debüt. Unsere Intention war es, ein abwechslungsreiches, powervolles und melodisches Metalalbum zu produzieren. Ich denke das ist uns gelungen. Dass die Labelwahl auf Massacre fiel, hängt damit zusammen, dass ich mit Metalium schon seit 10 Jahren mit ihnen zusammenarbeite. Das Vertrauen ist beidseitig sehr groß und so war es ein logischer Schritt, das Album bei Massacre Records zu veröffentlichen.
J.P: Wie ist denn deine Band LOVE.MIGHT.KILL überhaupt entstanden? Du standest ja schon bei einigen Bands in Lohn und Brot, wann reifte denn der Entschluss jetzt auch mal etwas Eigenes auf die Beine zu stellen?
M.E: Ich habe vor ein paar Jahren begonnen, einige meiner Demos, die stilistisch nicht zu den anderen Bands, in denen ich spiele passten, auszuarbeiten und aufzunehmen. Ehrlich gesagt war gar nicht geplant, dass dieses Aufnahmen jemals über ein Label veröffentlicht werden sollten, geschweige denn eine komplett neue Band entsteht. Ich wollte mich vielmehr in die ganze Produktionsschiene einarbeiten und dafür erschienen mir diese Demos hervorragend geeignet. Dass daraus jetzt doch ein komplettes Album mit Release über Massacre geworden ist, liegt daran, dass diese Songs sich so prima entwickelt haben. Mit Jan habe ich einen ausgezeichneten Sänger mit super Ideen gefunden. Nachdem wir die ersten fertigen Tracks hatten, war schnell klar, dass wir die Scheibe auf keinen Fall auf irgendeiner Festplatte liegen lassen.
J.P: Deine Mannschaft ist ja doch recht bunt gemischt, willst du uns sie mal kurz vorstellen und vor allem wie bist du denn an die Musiker ran gekommen?
M.E: Unseren Sänger Jan Manenti, der aus Italien kommt, habe ich auf einer meiner Tourneen mit Kee Marcello kennengelernt. Unsere Gitarristen Stefan Ellerhorst und Christian Stöver haben in den neunziger Jahren gemeinsam bei der deutschen Metalband „Crossroads“ gespielt. Weil ich vermutlich deren größter Fan war, bzw. immer noch bin und ich beide schon sehr, sehr lange kenne, war schnell klar, dass sie meine allererste Wahl für Love.Might.Kill sein würden. Jogi Sweers am Bass habe ich vor ein paar Jahren kennengelernt. Da er ein toller Musiker und Mensch ist und zudem noch um die Ecke wohnt, war auch hier die Wahl nicht schwer. Für unsere ersten Liveshows haben wir zudem mit dem ehemaligen „Mob Rules“-Keyboarder Sascha Onnen einen weiteren langjährigen Freund dabei, der prima in unser Bandgefüge passt.
J.P: Gibt es eine Message hinter dem Bandnamen? Doch ein wenig ungewöhnlich würde ich sagen.
M.E: Ja, allerdings, hahaha...aber das ist einer der Vorteile dieses Namens. Ich hatte ein paar andere Ideen, die aber allesamt schon zigmal vergeben waren. Den Namen „Love.Might.Kill“ habe ich dagegen bislang noch nirgends gefunden. Des weiteren gefiel mir die Idee, dass man die Wörter des Bandnamen sowohl einzeln als auch in ihrer Gesamtheit deuten kann. Einzeln betrachtet spiegeln sie ganz treffend einige Merkmale unserer Gesellschaft wieder. Genau genommen geht es doch auf unserem Planeten nur um „Liebe“, „Macht“ und „Töten“ (im Sinne von Kriege führen). Man kann natürlich den Bandnamen auch als Satz lesen.
J.P: Kommen wir mal zum Debütalbum „Brace for Impact“. Gibt es dort eine Art roter Faden der sich durch die Songs zieht? Ist das Ganze eine Art Konzeptalbum oder welche Themen verarbeitest du in den Songs?
M.E: Nein, es handelt sich hier nicht um ein Konzeptalbum. Wie gesagt haben wir in unseren Texten viele Themen verarbeitet, die reale Themen zum Inhalt haben. Fantasythemen über Krieger und Drachen kamen hierfür nicht in Frage und hätten auch sicherlich nicht zu unseren Songs gepasst. Ich habe vor Kurzem im Netz ein Review gelesen, in dem unsere Texte z.T. als „cheesy“ bezeichnet wurden. Das könnte man annehmen, wenn man sich nur oberflächlich mit ihnen auseinander setzt. Bei genauerer Betrachtung allerdings entdeckt man das genaue Gegenteil.
J.P: Ein paar Songs sind mir sofort ins Ohr gesprungen. Zum einen wäre da das mit einem genialen Groove ausgestattete „Caught in a Dream“, der Titelsong „Brace for Impact“ und „We are the Weak“. Erzähl uns doch bitte etwas über die Nummer. Wären das auch deine Favoriten auf dem Album? Gibt es die überhaupt?
M.E: Naja, mit meinen persönlichen Favoriten ist das so eine Sache. Ich kann schlecht einen oder mehrere Songs hervorheben. Ich mag sie alle und sehe das Album eher als Gesamtes. Viele bringen mich durch meine Aktivitäten bei Metalium sofort mit Powermetal und permanentem Doublebass-Drumming in Verbindung. Das ist natürlich vollkommen okay. Mit dem „Brace for Impact“-Album war es mir allerdings auch ein Anliegen, diese Erwartungen aufzubrechen. Und gerade die Songs, die Du erwähnst, zeigen ja, dass ich auch anders kann, hahaha....also: „Mission erfüllt“, hahaha
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