|
M.R.: Hallo Marosh, erstmal vielen Dank für eure Unterstützung auf myspace. Auch für alle Leser interessant: eure myspace Seite (siehe unten – kommt im Anschluß an das Interview).
So, jetzt aber zu eurem Album „Declaration“. Auf eurer Homepage ist von einer Gründung 1996 die Rede und einigen Besetzungswechseln. Klärt uns doch mal kurz über eure History und euer aktuelles Line Up auf.
M.S.: Das ist eigentlich eine ziemlich lange, chaotische und undurchsichtige Sache, aber ich will gerne versuchen das verständlich zu machen! 1996 gründeten mein ältester Bruder und sein Freund Djardes die Band Valorénen, die sich dann noch vor dem ersten Konzert in LAYMENT umbenannten. Im Laufe der ersten Jahre stießen in und im Umfeld dieser Band die unterschiedlichsten Musiker aufeinander, was aber 1999 oder 2000 ein Ende hatte. Die Band wurde auf Eis gelegt, da sich Unterschiede in den musikalischen Erwartungen an die Band ergeben haben. Die Musiker tummelten sich nun in anderen Projekten und gingen in diesen auf. Ein oder zwei Jahre später wollten meine Brüder die Band nicht einfach so in Vergessenheit geraten lassen, daher ging LAYMENT in die zweite Runde. Das heutige Line-up ist seitdem etwa gleich geblieben, recht früh kam noch ein neuer Schlagzeuger und vor einigen Monaten noch ein neuer Gitarrist dazu.
M.R.: Könnte das auch ein Grund für das sehr abwechslungsreiche Songwriting sein? Wie ich in meinem Review geschrieben habe, mixt ihr ja Power Metal, Viking Metal, RAMMSTEINsche Neue Deutsche Härte, Thrash Metal und sogar einen Schuß Gothic und Folk zu einem neuartigen Cocktail. Ihr nennt ihn Dark Power Metal. Das wird dem in meinen Augen nicht ganz gerecht. Was sind denn eure Einflüsse genau?
M.S.: Da wir unter anderem drei Brüder in dieser Band sind, plus drei gute Freunde von uns, die in etwa alle unterschiedlichen Musikrichtungen entspringen sind die Einflüsse dort natürlich ein eher weit gestreutes Feld. Generell sind wir in dieser Hinsicht auch eher der Meinung dass wir uns keine Grenzen aufstecken und uns nicht in irgendeine Schublade stecken lassen! Von daher liegen unsere Einflüsse überall, von 60er und 70er Rock bis hin zu modernerer Musik!
M.R.: Mit „Final“ habt ihr in meinen Augen einen absoluten Ohrwurm kreiert. Auch „Crossroads“ und „Armies“ gefallen mir persönlich. Ihr habt aber bei nur 7 verschiedenen Songs gerade die Ballade „Wake Up“ in 2 Versionen auf das Album gepackt. Ist euch die Kreativität ausgegangen oder findet ihr diesen Song etwa so verdammt gut?
M.S.: Die Auswahl der Songs wurde von uns absichtlich recht klein gehalten. Das Album war ursprünglich mal als Demo-EP angedacht und sollte noch weniger Lieder enthalten. Nach den ersten fantastischen Resonanzen hat sich die EP dann aber doch schnell zu einem ausgewachsenen Album entwickelt, dass sich mit gut 40 Minuten Spielzeit auch nicht verstecken muss. Ich befürchte auch, dass man nicht sagen kann uns ginge die Kreativität aus, da fürs nächste Album bereits 14 Songs vorhanden sind zwischen denen gewählt werden wird! Die Idee "Wake up" in 2 verschiedenen Versionen aufs Album zu packen, entsprang glaube ich, dem Andi Funke vom Metalurgy-Studio beim Abmischen. Und ja, wir finden den Song verdammt geil. Natürlich!
M.R.: Das Video habt ihr nun zu „Crossroads“ gedreht. Wie ist es dazu gekommen? Schließlich packt nicht jede Band gleich ein teures Video auf das Debüt.
M.S.: Wir fanden die Idee gut und so aufwendig war es nun auch wieder nicht!
M.R.: Das Layout zeigt euch mehr als Biker, denn als typische Dark Power Metal Band. Damit legt ihr euch gleich ein sehr erfrischendes, weil anderes Image zu. Habt ihr keine Angst zu den üblichen Biker Rock Bands gehalten zu werden und deswegen vielleicht an eurer eigentlichen Zielgruppe vorbei zu schrammen?
M.S.: Ich denke nicht, dass wir nur weil wir uns auf Motorrädern fotografieren liessen unsere Zielgruppe verlassen, weil sich durch unseren Stilmix sowieso nicht ganz klar definieren lässt was nun unsere Zielgruppe ist! Einige von uns fahren halt ganz gerne Motorrad und irgend etwas muss halt auf die Fotos – nur darum geht’s!
M.R.: Livetechnisch seid ihr auch bereits unterwegs. Allerdings doch mehr in euren heimatlichen Gefilden, dem Ruhrpott. Da ich als Bayer fast 3 Jahre im Rheinland gelebt habe, bevor ich wieder zu meinen Wurzeln zurückkehren konnte, muss ich euch schon fragen: Seid ihr mit dem Pott besonders verbunden?
M.S.: Ja natürlich sind wir das, der Pott an sich ist schon sehr in einander verwurzelt und verwachsen, die Musikszene an sich aber noch mal umso mehr! Unsere Verbindung zum Ruhrgebiet ist natürlich stark ausgeprägt, was aber nicht heißen soll dass wir nur dort spielen wollen.
M.R.: Gibt es denn Überlegungen auch in anderen Gefilden aufzutreten? Oder fehlen momentan einfach nur die Angebote?
M.S.: Klar, haben wir auch schon gemacht!
M.R.: Ihr seid Mitglied der Band Unity, einem Zusammenschluß verschiedener Underground Bands, die sich dadurch mit Samplerbeiträgen und gemeinsamen Auftritten eine gewisse Basis erschaffen haben. Erzählt doch mal ein bisschen über das Projekt. Wie lange seid ihr dabei? Was gab es schon an Besonderem? Kleine Anekdoten wären auch nicht schlecht.
M.S.: Die Band Unity hat unser Schlagzeuger Moritz vor einigen Jahren mit dem ehemaligen Manager von MANDRAKE ins Leben gerufen. In der Gründungsphase der Unity waren unter anderem Bands wie ORDEN OGAN und XANDRIA mit dabei. Die Idee war, sich gegenseitig mit Rat und Tat zu unterstützen, um so mehr für alle Beteiligten zu erreichen – Bands, Helfer und auch Fans! Die drei größten Erfolge der Unity sind der erwähnte Sampler, der bei den Medien auf extrem positives Feedback gestoßen ist, das dazugehörige, 2-tägige Festival im Kultopia in Hagen (bei dem unter anderem AGATHODAIMON, DARKWELL, BLOODFLOWERZ, MANDRAKE und CUSTARD gespielt haben) und die Online Plattform sowie www.online-unity.de, die monatlich über 50.000 Besucher zählen. Das besagte Festival fand übrigens Anfang 2005 an und war für LAYMENT im Grunde das erste von vielen kommenden Highlights nach der Reunion! Wir sind jedenfalls seit dem Einstieg von Moritz vor über drei Jahren festes Mitglied der Band Unity.www.band-unity.de
M.R.: Dann möchte ich mich für eure Zeit, die ihr dem Beantworten meiner Fragen gewidmet habt, bedanken und wünsche euch viele Erfolg für die Zukunft. Vielleicht sieht man sich auch mal auf einem Gig im südlichen Teil Deutschlands, hehe.
M.S.: Wir hoffen doch sehr! Vielen Dank für das Interview!
|