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Wertung: 8,5 von 10

Nach dem bärenstarken Vorgänger "X To The Power Of Ten", der noch bei Locomotive Records raus kam, haben die deutschen Progressive Power Metaller LANFEAR bei Pure Legend Records eine neue Heimat gefunden. Hoffentlich lässt diese Kombination LANFEAR endlich die Früchte ihrer harten und mittlerweile über 20-jährigen Arbeit ernten. Denn leider sind die Jungs bisher nicht über den Geheimtipp oder Untergrundstatus hinaus gekommen. Um es vorweg zu nehmen: "This Harmonic Consonance" hat alles, was ein erfolgreiches Album benötigt, um in die Fußstapfen von NEVERMORE oder vielleicht auch ein wenig  DREAM THEATER zu treten. Gut, für die letzteren ist der progressive Frickelfaktor entschieden zu gering. Macht aber nix, denn trotz aller Eingängigkeit bieten LANFEAR starke Stücke, wie das nach dem Intro einsetzende "Colours Of Chaos". Voller Energie, durchsetzt mit vielen kleinen Ideen und kreativen Einschüben verspricht bereits dieser Song ein Feinschmeckermenü für den progressiven Powermetal Gourmet. Das folgende "By-Product Nation" kann da leider nicht ganz mithalten. Dort ist leider nicht jede Melodie so hundertprozentig gelungen. Doch schon "The Reverend" reisst das Steuerrad wieder auf den richtigen Kurs. Besonders der coole Mittelteil ist als gelungen zu bezeichnen.

Wie so oft bei solchen Scheiben benötigt auch "This Harmonic Consonance" mehr als nur einen Durchlauf, um zu zünden. Dann jedoch entsteht ein Feuerwerk, wie es sein sollte. Das heftige schnelle und ungeheuer mächtige "Camera Silens" kann zu einem bösen Muskelkater im Nackenbereich führen. Lediglich das Keyboard fällt mir da zum ersten Mal ein wenig lustlos auf, denn während es in den restlichen Kompositionen zum Vorteil der Stücke eingesetzt wird, misslingt dies bei "Camera Silens". Ansonsten ist der Song aber Güteklasse 1A. Als letzten Höhepunkt kann ich euch noch "Spectrophobia" nennen, welches ebenfalls mit kreativen Ideen zu begeistern weiß.

Und so ist es abermals den Badener gelungen, ein richtig gutes Album abzuliefern, dem hoffentlich mehr Erfolg als den Vorgängern beschieden ist. Für den ganz großen Wurf haben sich noch ein paar Kleinigkeiten eingeschlichen, wobei ich sicher bin, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis diese auch ausgemerzt werden. Fette 8,5 Punkte von mir.

Markus

Wertung: 8,5 von 10

Richtig guten Prog-Metal gibt es auch Made In Germany. Verantwortlich dafür: LANFEAR, die mit ihrem mittlerweile fünften Album „X To The Power Of Ten“ die internationale Konkurrenz teilweise sehr alt aussehen lassen. Denn diese 50 Minuten bieten feinstes Prog-MetalFutter ohne jegliche Ausfälle, dafür mit einigen herausragenden Songs. Schon der Opener „Enter Dystopia“ überzeugt sowohl von der instrumentalen bzw. gesanglichen Leistung als auch von der Komposition und der gelungen Mixtur aus progressiven Elementen und Eingängigkeit. Das folgende „My Will Be Done“ vereint gekonnt Thrash und Power Metal und dürfte live zu einem Nackenbrecher werden. Mit „Brave New Men“ haben LANFEAR dann ihr bisheriges Meisterstück abgeliefert. Dieser Cocktail aus frühen LABYRINTH und DREAM THEATER mundet gar vorzüglich. Immer wieder die Repeat-Taste gedrückt und nochmal angehört und trotzdem entdeckt man immer neue Facetten. Es gibt eigentlich nur ein Wort dafür: göttlich genial! „Synaptogenesis“ liefert sich Duelle mit alten NEVERMORE und dürfte Proggern das Wasser im Mund zusammen laufen lassen. Lediglich die im Hintergrund eingesetzten Keyboards können mich nicht überzeugen. Das ruhige „Just Another Broken Shell“ ist die beste Prog-Metal-Halbballade (gibt es das Wort überhaupt?), die mir in meinem Musikhörerleben untergekommen ist. Lust auf mehr? Dann lasst euch „A Twin Phenomenon“ nicht entgehen. Ach, was sag ich? Lasst euch dieses Album nicht entgehen!

Markus

Lanfear - This Harmonic Consonance

Info

Band: Lanfear
Album: This Harmonic Consonance
Spielzeit: 49:38 min.
Plattenfirma: Pure Legend Records
Veröffentlichung: 24.02.2012
Homepage: www.lanfear.eu

Tracklist

1. Giorno Del Giudizio
2. Colours Of Chaos
3. By-Product Nation
4. The Reverend
5. Idiopathic Discreation
6. Camera Silens
7. I, Robo Sapiens
8. Spectrophobia
9. Word Not Spoken
10. Disharmonic Consonance

Lanfear - X To the Power

Info

Band: Lanfear
Album: X To The Power Of Ten
Spielzeit: 51:21 min.
Plattenfirma/Vertrieb: Locomotive Records
Homepage: www.lanfear.eu

Tracklist

 

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