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kresta - deliberate offence

Band: Kresta
Album: Deliberate Offence
Spielzeit: 53:15 min.
Plattenfirma/Vertrieb: Magic Minds Music/Point Music
Veröffentlichung: 14.07.2010
Homepage: www.kresta.de oder www.myspace.com/krestamusic2
Wertung: 8,5 von 10
Der Münchner Gitarrist, Sänger und Songwriter Peter Kresta hatte mit “Damaged Passion” ein heißes Eisen im Feuer, das sich schön vom Einheitsbrei vieler Melodicrock-Veröffentlichungen abgesetzt hat. 2010 ist es Zeit für einen neuen Anlauf und ein neues Album, das bereits 2009 in Hannover aufgenommen wurde. Dass auch “Deliberate Offence” kein gewöhnliches Album werden würde, hat mir schon ein Blick auf die mitwirkenden Musikanten gezeigt. Neben Peter Kresta am Mikro und an der Gitarre ist weiterhin Ossy Pfeiffer für weitere Lead und Backing Vocals sowie die Keyboards zuständig. Neu hinzugestoßen sind indes Rainer Kuhn (Ex-SKYSCRAPER) an der Gitarre, Yanebo an den Drums und am Bass sowie Hannes Folberth (Ex-ELOY), der für weitere Keyboards und Effekte verantwortlich war. Zusätzlich konnte man Jaroslav Barton (KREYSON) für Gitarrensolo bei “Down” und Steve Mann (Ex-MC AULEY SCHENKER GROUP) für ein Solo bei “Wake Up” gewinnen. Mutig starten die Jungs mit “You And Me”, einem ruhigen Song mit viel Melodie, ein wenig Piano und eine markante Stimme. Viel rockiger – und ans Debüt angelehnt – geht es dann bei “Carry On” zur Sache. “Deep In Your Heart” glänzt mit toll arrangierten Keyboards bevor es mit “Down” richtig nachdenklich wird. Aber “Strange Eyes” reißt den Hörer sofort wieder in eine andere Richtung und lässt (nicht nur) die Füße mitwippen. Eine weitere kurze Verschnaufpause bietet “Lost Without You”, der Titel spricht wohl für sich. Der Rocker “Where She Goes (Nothing)” führt die Berg- und Talfahrt weiter fort, bevor “Alone” eine weitere Rocknummer bietet, während “Older” mit seinen Mundharmonikaklängen (gespielt von der amerikanischen Blues- und Jazzmusikerin Octavia) ein weiteres Mal aus dem Rahmen fällt. “Higher” könnte auch in den 80gern entstanden sein, ein typischer Rocksong mit eingängigem Refrain und Keyboards, was auch für “A Way Out” gilt. Dazwischen gibt “Promises (Endless)”  kurz vor Schluß noch ein wenig Zeit zum Innehalten, bevor der Rausschmeißer “Wake Up (Next Morning)” losrockt. Eine Heavy-Boogie-Nummer, die klingt, als wäre sie mit ihrem coolen Groove und der Hammondorgel während einer Jam entstanden. “Deliberate Offence” ist ein enorm abwechslungsreiches Album geworden, das zu keiner Zeit langweilt und die Leidenschaft der Musiker gut zu Tage transportiert. Natürlich braucht es viele Durchgänge, bis dieses “Bewusste Vergehen” - so die deutsche Übersetzung – in seinem kompletten Umfang begriffen werden kann, aber dann werdet Ihr es lieben. Die neue KRESTA ist eine erwachsene Rockscheibe voller unterschiedlicher Facetten – und nächstes Mal geht es ganz bestimmt in die Hall Of Fame.
Stefan
 

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Band: Kresta
Album: Damaged Passion
Spielzeit: 44:43 min.
Plattenfirma/Vertrieb: Magic Mind Records
Vergleichbare Bands: Bonfire, Hotwire, Fate (V)
Homepage: www.kresta.de oder www.myspace.com/krestamusic
Wertung: 8,5 von 10
Die Umstände, unter denen Peter Kresta´s Silberling entstanden ist, kann man getrost als Worst Case (der schlimmste anzunehmende Umstand) bezeichnen. Denn wenn ich im Booklet und im Info so nachlese, was sich im Laufe der Jahre so alles ereignet hat und was die Fortschritte der Arbeiten immer wieder zurückgeworfen hat, ist es ja schier unmöglich, dass „Damaged Passion“ schließlich doch noch das Licht der Welt erblickt hat. Angeblich existierten von dem Teil viele unterschiedliche Mixe, aber jetzt ist es doch noch gelungen, mit Hilfe von Walter Wicha (RAILWAY) das essentielle Ergebnis zu erzielen. Und das kann sich durchaus hören lassen, denn für eine Eigenproduktion hat dieser Rundling schon mächtig Power. Gemastered wurde dann im altehrwürdigen Sky Studio zu Taufkirchen von Bobby Altvater. Ursprünglich war es geplant, den hier vorliegenden Tonträger als Band einzuspielen aber letztendlich wurde daraus eine Art Projekt, an dem einige namhaften Musiker beteiligt sind: neben Walter Wicha auch Karel Adam (b., KREYSON, JUTTA WEINHOLD) und Daniel Hafstein (d., ebenfalls KREYSON, JUTTA WEINHOLD) und viele weitere, darunter auch die Sänger Ossy Pfeiffer und Jürgen Wulfes (CHOLANE). Stilmäßig liegt KRESTA im Fahrwasser von BONFIRE oder auch HOTWIRE, also Melodicrock deutscher Prägung, teilweise kommt auch etwas der Sound der aktuellen FATE zu Tage. Soviel zur groben Beschreibung, doch jetzt zu den Songs an sich. „Damaged Passion“ beginnt mit dem atmosphärischen Intro „Shine“ und dem anschließenden „Fantasy“ wirklich mustergültig und somit reißt es mich von Anfang an gleich mal richtig vom Hocker. Auch „Savage Society“ kann mich begeistern, ein klasse Song. Die Ballade „No Limits“ ist mit 2:15 min. zwar etwas kurz geraten, aber in der Kürze liegt ja bekanntlich die Würze. „Passion Of The Fire“ geht dann wie schon erwähnt ein bisschen Richtung aktuelle FATE, was auch ein bisschen am Shouter liegt. „Open Fire“ ist ein genialer Stampfer, der sich sofort in den Lauschern einnistet, während „Love Reaction“ volle Kanone rockt und einen interessanten Mittelteil bietet. Zeit zum Kuscheln ist dann wieder bei „Dream Away“ angesagt, einem Duett mit Sängerin Dana B., bevor mit „Golden Time“ ein absoluter Kracher am Start ist, der sich im Laufe der knapp 4 Minuten sehr intensiv entwickelt. Mit „Zofie (A World Apart)“ gibt es dann noch etwas softere Kost, bevor mit dem treffend betitelten „Massacre (Strike Down)“ ein krachendes Instrumental ansteht. Einzig die zwei weiteren (Dance)-Versionen von „No Limits“ hätte man sich sparen können, denn diese passen so gar nicht in das Gesamtbild eines sonst rundum gelungenen Werkes. Pflichtscheibe!!! Wäre dieses geile Stück Melodicrock in den 80ern erschienen, wäre dieses Album heute mit Sicherheit ein absoluter   Klassiker!
Stefan

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