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Kahira - Augenblick

Band: Kahira
Album: Augenblick
Spielzeit: 40:42 min
Plattenfirma/ Vertrieb: 7Hard
Homepage: www.kahira-music.de
VÖ: 07.05.2010
Wertung: 4,5 von 10
In Zeiten, in denen Deutschland den Eurovision Song Contest gewinnt, Politiker daraufhin gleich das Bundesverdienstkreuz für die 18-jährige Abiturientin vorschlagen, in genau diesen Zeiten veröffentlicht die Sängerin Katja Juraschka mit Produzent Volker Wenzel das mir vorliegende Album „Augenblick“. Bereits seit 2002 war Katja bei verschiedenen Projekten und Bands involviert, unter dem Namen KT-J erschien ihre erste Mini-EP und unter dem Banner von THE ANIMA veröffentlichte sie einige englischsprachige Songs. Nun hat sie sie sich dem deutschsprachigen Pop-Rock gewidmet und kann auf „Augenblick“ zumindest mit richtig guten Texten bei mir punkten. Von daher kann ich der Presseinfo bisher nur zustimmen. Doch da steht auch viel von eingängigen Melodien und bretternden Gitarren. Also von den Gitarren hab ich nicht viel gemerkt. Doch von anfang an. „Vielleicht“ ist ein Stück, dass mich an ICH & ICH und einen Tick SILBERMOND erinnert. Ruhige Strophe, kurze Bridge, eingängiger bzw. recht einfach gehaltener Refrain und dabei sogar ein wenig Stromgitarre, aber schön im Hintergrund. Das Schlagzeug treibt den Song an und macht ihndadurch sogar hörenswert. Bei „Niemals Zu Spät“ wieder der gleiche Aufbau: Ruhige Strophe, sehr kurze Bridge, langer Refrain, der aber diesmal ebenfalls sehr ruhig ausgefallen ist.  Puh, ehrlich bei mir kommt gediegene Langeweile auf. Also weiter: „Wenn Du Weiter Gehst“, viel Keyboard, wenig Gitarre, ruhige Strophe, kurze Bridge, langer Refrain, kommt bekannt vor, oder? Oh, bei „In Ewigkeit“ wird es ähnlich wie bei Track 1 tatsächlich flotter und ein paar kleine Gitarren sind zu hören. Aufbau? Siehe oben. Die Melodie ist sehr eingängig und bisher der beste Song. Na vielleicht kommt doch noch der Durchbruch. Schade, zu früh gefreut. „Warum“ ist nur eine durch und durch durchschnittliche Ballade. „Augenblick“ ist dann wieder genau das gleiche wie zuvor. Wären nicht die anderen Texte, ich könnte die Stücke teilweise nicht auseinander halten. Das Songwriting ist einfach nur öde und langweilig. Entschuldigung für die harten Worte. Doch trotz eigentlich guter Stimme und guten Texten ist KAHIRA dadurch nicht mal wirklich Durchschnitt.  Denn bis zum letzten Ton von „Für den Moment“ habe ich mich dann nur noch gediegen gelangweilt. Ach ja, Michael Bormann hat das Album schließlich noch gemixt und gemastered, geholfen hat es nichts.

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