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Jake Roeder
Jake Roeder inti 3

Auch aus Bayern kommt verdammt gute hausgemachte Musik. Und damit meine ich nicht weißblaue Schunkelmusik. Bestes Beispiel hierfür ist der Regensburger JAKE ROEDER. Dessen Debütalbum konnte mich richtig überzeugen. Also habe ich gleich ein paar weitere Fragen an den sympathischen Songwriter geschickt.

M.R.: "Finally..." ist dein Debutalbum als Solokünstler. Da ich mir sicher bin, dass die Rockingboy Leser dich eher weniger kennen (wir sind doch eher die Rock/Metal Ecke), stell dich doch einfach kurz vor. Was hast du bisher gemacht? Was für ein Mensch bist du?

J.R.: Ich würde mich im weitesten Sinne als Singer/Songwriter bezeichnen. Dennoch hege ich auch große Sympathien für die härtere Gangart in der Musik! (ich habe alle ACDC Platten - und spiele aushilfsweise ab und an Bass in einer ACDC Coverband). Ich finde es schwer sich selbst zu charakterisieren - Ich würde mich als: ehrliche, fröhliche, lustige, geradlinige, manchmal schweigsame, ruhige und ausgeglichene, teilweise sehr sensible, manchmal verplante Person bezeichnen.
Bisher hab ich für verschiedene Künstler als Gitarrist und Backgroundsänger gearbeitet - im Studio und live. Außerdem war ich als Komponist tätig. Ich betreibe mit großartigen Kollegen ein Tonstudio (www.ostwerk.com).


M.R.: Ich habe dich in meinem Review als JACK JOHNSON Süddeutschlands bezeichnet. Was hältst du von solchen Aussagen?

J.R.: Das ehrt mich sehr mit einem Künstler dieser Größenordnung verglichen zu werden!


M.R.: Ich denke, es dürfte als Singer/Songwriter momentan schwierig sein Aufmerksamkeit in den Medien zu erzeugen. Hast du spezielle Aktionen in petto? Oder willst du die Musik für sich sprechen lassen?

J.R.: Eher zweiteres! Ich möchte ja aufgrund meiner Musik wahrgenommen werden - nicht weil ich Dieter Bohlens Aktionsteppich mit mir trage oder sowas!

M.R.: Ich bin von "Finally.." sehr begeistert, wie du meinem Review entnehmen kannst. Doch mir persönlich fehlen ein wenig die Ecken und Kanten bei den Songs. Bin ich da zu sehr Rocker oder hast du das auch von anderen bereits gehört?
J.R.: Was sind Ecken und Kanten? Songwriting technisch gesehen oder von der Produktionsweise/Art? Deine Aussage hat durchaus seine Berechtigung und ich glaube auch zu wissen was du damit meinst. Ich habe mit drei verschiedenen Produzenten gearbeitet und jeder hatte seinen eigenen Stil. Dass die Platte trotzdem in einem Sound daherkommt finde ich erstaunlich - scheinbar hatte jeder das gleiche in mir (oder meinen Songs) gesehen.
Dass dabei wenig Ecken oder Kanten gesehen werden ist für mich nicht schlimm - das ist ja immer Geschmackssache. frag einen MODERN TALKING Fan - der findet meine Sachen wahrscheinlich viel zu kantig. Frag einen DREAM THEATER Fan - der hört in mir wahrscheinlich den Schlager schlechthin! Das ist immer Taste Frage!
Außerdem würde ich eh sagen dass so eine CD ja immer nur ein "Stand Heute"-Statement ist! Man entwickelt sich ja zwangsweise durch die verschiedensten Einflüsse. Vielleicht wird dir die nächste Platte dann kantenspezifisch mehr zusagen - haha!


M.R.: Eigentlich ist "Finally..." der ideale Soundtrack für den Sommer (jedenfalls in meinen Augen). Bist du guter Dinge, dass du genügend Airplay in den Radiostationen bekommst, um spätestens im Juli die Charts zu stürmen?

J.R.: Das freut mich! Ich hab mit allen Produzenten versucht immer mein Naturell soundtechnisch einzuarbeiten - dass du es als sommerlich betrachtest freut umso mehr! Airplay wäre natürlich grandios - meine letzte Single hat ja schon sehr gut funktioniert - ich hoffe sehr dass es die Hörer ähnlich sehen wie du und meine Platte Zuspruch im Radio findet! Man muss sich dennoch darüber bewusst sein dass man im englisch sprachigem Pop/Rock mit großer internationaler Konkurrenz kämpft (die ja auch unbestritten tolle Musik macht). Ich wäre trotzdem sehr happy wenn ich meinen Namen mal auf so einem Chartbogen sehen könnte!

M.R.: Du hast sehr viele Instrumente selbst gespielt (Fender-Rhodes Piano, Gitarre, Bass). Hast du ein paar Musiker, die dich live unterstützen und was ist bisher live so in Planung? Ich hab da was von mehreren Gigs für das SWR3 Rockcafe gelesen und Gerüchte über eine Australien Tour gehört.....

J.R.: Ich habe eine ganz großartige Band, die mit großem Elan bei der Sache ist und mich ständig unterstützt, berät und mir in allen Lebenslagen zur Seite steht, genauso wie zwei der Produzenten (Bernhard Frank und Christian Lohr). Anders wäre das auch um die Hälfte lustiger und nicht so spannend. Die Meinung meiner Band etc. ist mir wichtig und hilft mir auch mich als Mensch und Musiker zu entwickeln.
Auf das SWR3 Rockcafe freu ich mich schon sehr - ich fahr sehr gerne Achterbahn - die ist ja dort um die Ecke. Auf Australien noch mehr - Reisen und Musikmachen - was kann es schöneres geben. neue Menschen kennenzulernen, andere Länder zu sehen und trotzdem eine Sprache zu sprechen (MUSIK) - find ich grandios!


M.R.: Du hast mit insgesamt 3 verschiedenen Produzenten zusammen gearbeitet. Bernhard Frank, Gary Baker (auch für die Backstreet Boys tätig) und Christian Lohr (u.a. Gianna Nannini, Sting, etc.). Wie hast du es geschafft diese hochkarätigen Namen für dich zu begeistern? Wie war die Zusammenarbeit? Und was hast du dabei so alles gelernt?

J.R.: Christian Lohr hat sein Studio in der Nähe meines Heimatortes und wir kannten uns flüchtig. Als ich mit meiner damaligen Band MILK! produzieren wollte war der erste Weg zu ihm. Wir dachten zwar, dass er eh keine Lust hatte auf eine Nachwuchsband (damals hatte er grad Gianna Nannini im Studio) - aber er fand dennoch Gefallen an uns. Wir sind sehr eng befreundet und arbeiten auch zusammen an verschiedenen Projekten. Toller Mensch und Mentor.

Gary Baker habe ich auf einer Reise nach Nashville kennengelernt. Wir haben Songs für eine Künstlerin geschrieben. Er ist ein herzensguter Mensch und wir haben uns auf Anhieb prächtig verstanden. Wir haben ständig Kontakt - mein amerikanischer Vater (so bezeichnet er sich). In der Tat habe ich durch diese Reise dort sowas wie eine Familie gefunden - die ich leider viel zu selten sehen kann! Aber ich werde im Oktober in Amerika touren und meine Freunde dort wieder treffen.
Bernhard Frank ist ein Wahnsinns Produzent der mich sehr geprägt hat. Er ist mehr der Tüftler und probiert gerne. Ich kannte ihn vorher, hatte aber nie groß etwas mit ihm zu tun! Durch Zufall bei einem Live Gig kamen wir ins Gespräch und beschlossen zusammen zu arbeiten obwohl Bernie eigentlich mehr aus dem Elektro/Chill Out Bereich kommt - er war sehr erfolgreich als Produzent der Band Moodorama. Er hatte aber Lust darauf und hat einen großartigen Job gemacht. Immer freundlich und hilfsbereit - außerdem ein extraklasse Toningenieur. Mittlerweile bin ich auch in seinem Studio eingemietet und er verrät mir immer Tricks zum besseren Aufnehmen und Mixen etc. Danke für deine Geduld Bernie!


M.R.: Abschließend möchte ich dir noch die letzten Worte übergeben. Egal was du sagen willst. Nur Werbung für Jahn Regensburg ist verboten, ich bin großer FC Ingolstadt Fan ;-)

J.R.: Ha dann halt nicht der Jahn -haha - Dann möchte ich mich bei dir für das nette Interview bedanken - Außerdem bei      allen die mir bei der Platte geholfen haben! Muchas gracias - tres mas! haha! Ach ja - vorbei schauen gerne bei:    jake-music.com und myspace.com/jakeroeder

Dem brauch ich eigentlich nichts mehr hinzufügen ;-)
 

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