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Wertung: 7 von 10

Vor nur wenig mehr als einem Jahr konnten uns Frontiers Records mit der tollen Debütscheibe der Norwegerin Isabell Oversveen alias ISSA absolut überzeugen und Julian zückte voller Begeisterung glatt 9,5 Punkte. Kein Wunder, denn auf "Sign Of Angels" haben sich wirklich einige verdammt starke Melodic Rock Stücke geschlichen. Umso gespannter war ich nun, als der Nachfolger bei uns ankam. Gut, die Begleitband hat sich komplett geändert, aber das war bei solch einem Projekt ja abzusehen. Als Songwriterin konnte sich ISSa nun erstmal selber einbringen. Tatkräftige hochkarätige Unterstützung hat sie mit Magnus Karlsson (Stammsongwriter bei Frontiers Records), die beiden Brüder Martin (u.a. KHYMERA, HOUSE OF LORDS), dem großartigen Chris Laney oder Randy Goodrum (u.a. TOTO, STEVE LUKATHER) abermals an ihrer Seite gehabt. Und mit "Looking For Love" geht es auch vielversprechend los. Die Gitarren scheinen ein wenig mehr im Vordergrund zu stehen als beim Debüt und der Song macht schon mal wirklich gute Laune. Beim folgenden "Please Hold On" dominieren dann aber wieder die Keyboards etwas mehr das Geschehen. Und ISSA hat wirklich eine grandiose Stimme, der Song mit seinem 08/15 Refrain und eher langweiligen Gesangsmelodien geht dann aber völlig an mir vorbei. Na ja, kann nicht alles ein Volltreffer sein, dachte ich mir. Machen wir weiter. Doch erstmal ist keine Besserung in Sicht. "Take A Stand" klingt wie ein alter ROXETTE Song, der aber auch nur im Mittelmaß dümpelt. Schon folgt die erste Ballade "Invincible", schmalzig und ohne Pep oder auch nur den Hauch von einem Gänsehautgefühl. Ähnlich verloren läuft "Two Hearts" an mir vorbei und ich hab dem Album ehrlich verdammt viele Anläufe gegönnt. Erst beim siebten Stück "You're Making Me" erwischt mich wieder das Gefühl des Debüts. Dieser Song rockt. Und dann tatsächlich. Gegen Ende des Albums wird ISSA wieder stärker, denn auch "We're On Fire", "What Does It Take" und das abschließende "The Storm" bleiben in den Gehörgängen haften. Tja, dann sind die 53 Minuten auch schon vorbei. Und mit 5 guten Songs bei einem Dutzend auf dem Album ist die Ausbeute diesmal viel geringer als beim Debüt geworden. Schade. Vielleicht sollte sich ISSA für das nächste Album ein klein wenig mehr Zeit gönnen. Denn eine Hammerstimme hat die Norwegerin noch immer.      
Markus

WERTUNG: 9,5 von 10

Laut der Labelinfo erwartet uns mit der Newcomerin ISSA ein ganz heißer neuer Melodic Metal Act. Die adrette blonde ISSA ist Norwegerin und schickt sich an die Tradition der letzen großen Melodic Metal Acts wie W.E.T und TREAT fortzusetzen, nämlich uns mit feinen melodischen Klängen zu beglücken. Um dies umzusetzen holte sie sich für ihr Debütalbum „Sign of an Angel“, welches mir nun vorliegt, starkes Personal ins Boot. Auf dem Produzentenstuhl nimmt SAINT DEAMON Schlagwerker Ronny Milianowicz Platz. An der Gitarre steht Peter Huss, den Bass bedient Nobby Noberg ebenfalls SAINT DEAMON und als Schlagwerker konnte, den von mir nach seinem Ausstieg bei MASTERPLAN verschollen geglaubten, Uli Kusch gewonnen werden.Hochkarätiges Personal also, welches ja schon mal für eine gewisse Qualität bürgt. Wir werden jetzt herausfinden ob auch die Songs die bereits vorhandene Qualität bestätigen können und ob die Vorschusslorbeeren für ISSA gerechtfertigt waren.
Mit dem ersten Track „Angels Crying“ legt die blonde Rockamazone schon mal amtlich los. Ihre Stimme unterscheidet sich doch gut zu anderen Rocksängerinnen so dass man sofort gespannt zu hört. Der Aufbau des Songs ist Melodic Metal typisch. Strophe etwas langsamer, bevor im Chorus ein wenig Fahrt aufgenommen wird. Der Chorus ist ebenfalls typisch sehr catchy und man kann ihn bereits nach kurzem mit trällern. Ein sehr guter Einstieg der Lust auf mehr macht.
Diese Lust wird dann auch gleich mit dem 2. Track „I’am Alive“ gestillt. Langsam und gediegen startet die Nummer, bevor ein wenig mehr Dampf auf die ganze Geschichte mit einsetzen des Chorus kommt. Im Midtempobereich bleibt das Ganze aber die ganze Zeit. Wieder haben wir es hier mit einem super Chorus zu tun, der quasi im Ohr kleben bleibt. So ein Doppelschlag zum Anfang, das ist mehr als ich erwartet hatte.
Die ersten ruhige Töne gibt es dann mit „Give Me a Sign“. Es entwickelt sich eine melodische Halbballade, die zwar mit ordentlich Kraft gespielt und gesungen wird, aber die ruhigen Pfade nie verlässt. Der Gesang von ISSA ist, wie zuvor auch, absolut klasse und überzeugt.
Beim folgende „River Of Loves“ denkt der geneigte Hörer gleich an eine Ballade, aber schon nach den ersten Takten wird klar hier haben wir es mit einem klassischen Melodic Rock Song zu tun. Gut ausgearbeitete Melodien, ein catchy Chorus der sofort hängen bleibt und einfach gute Laune versprüht. Hier findet der Genre Fan alles was das Herz begehrt. Klasse!
Bei „What can I do“ kann ich mir nicht helfen, aber irgendwie erinnert mich die Nummer vom Aufbau und von der Instrumentalisierung her total an die Nu Metaller von EVANECENSE. Dieser schon sehr stimmungsgeladene Song wird noch zusätzlich von ISSA’s Gesang ergänzt. Eine sehr gute Kombi.
Track 6 „Closer“ ist ähnlich angelegt wie „Rivers of Love“. Einfach ein sehr guter typischer Melodic Rock Song. Bislang kommt man aus dem Staunen nicht mehr heraus!
Und es geht weiter mit den richtig guten Melodic Rock Perlen. „As I live and breathe“ geht richtig gut ins Ohr. Der Refrain und die Melodien hier gehen einen dermaßen ins Blut über das man einfach mit singen und mit grooven muss. Mein Staunen vergrößert sich nur noch und zwar von Song zu Song.
So wie die Platte angefangen hat, so hört sie auch auf, saustark. Mit „Fallen Angel“ wird uns noch mal ein absoluter Ohrwurm in die Gehörgänge gedrückt. Ein Midtempo Track der einem durch Mark und Bein geht und mit einer Hookline ausgestattet ist, die man im Schlaf mit trällern kann. Beide Daumen nach oben!

Anspieltipps:

Hier welche zu nennen fällt mir wirklich sehr schwer. Das ganze Album ist auf einen dermaßen hohen Level. Jeder Song ein Hit. Ich pick trotzdem mal „Angels Crying“, „I’am Alive“, „Rivers of Love“ und „As I live and breathe“ für euch herraus.

Fazit :

Junge, Junge da bin ich aber ganz schön überrascht worden! So einen starken Erstling hätte ich hier nicht erwartet. Wo war ISSA nur die ganze Zeit? Eine absolute Bereicherung für den Melodic Metal Markt. Das Album ist super produziert. Die gesangliche und instrumentale Leistung ist über jeden Zweifel erhaben und ein Hit folgt dem nächsten. Beim hören der Scheibe, ist mir nicht nur einmal der Mund offen stehen geblieben! Natürlich mag man dem Album eine gewissen Kommerzialisierung nicht absprechen, aber das ich mir absolut egal. Ich bewerte hier die Musik und die ist absolut genial. Ich vergebe hier absolut verdiente 9,5 Punkte und spreche eine Kaufauforderung für alle Melodic Metal Jünger aus, die mit weiblichem Gesang kein Problem haben. Geile Scheibe!

Julian

Issa - The Storm

Info

Band: Issa
Album: The Storm
Spielzeit: 53:38 min.
Plattenfirma: Frontiers Records
Veröffentlichung: 14.10.2011
Homepage:
www.myspace.com/
isabelloversveen

Tracklist

1. Looking For Love
2. Please Hold On
3. Take A Stand
4. Invincible
5. Two Hearts
6. Black Clouds
7. You're Making Me
8. Gonna Stand By You
9. We're On Fire
10. Too Late For Love
11. What Does It Take
12. The Storm

ISSA_-_Sign_Of_Angels_artwork

Info

Band: Issa
Album: Sign of an Angel
Spielzeit: 48:15 min
Plattenfirma/Vertrieb: Frontiers Records
Veröffentlichung: 24.09.2010
Homepage: ??

Tracklist

01. Angels Crying
02. I'm Alive
03. Give Me A Sign
04. River Of Love
05. What Can I Do
06. Closer
07. Unbelievable
08. How Will I Know
09. As I Live And Breathe
10. Flying High
11. It's Not Me
12. Fallen Angel

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