Schwein schwarz copy klein
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Band: Iron Maiden
Album: The Final frontier
Spielzeit: 76:38 min.
Plattenfirma/Vertrieb: EMI
Veröffentlichung: 13.8.2010
Homepage: www.ironmaiden.com und www.myspace.com/ironmaiden
Wertung: 8,5 von 10
Wie jeder Maiden-Fanboy auf diesem Planeten habe ich der neuen Scheibe der britischen Legende entgegen gefiebert.
Jede noch so kleine Info wurde aufgesaugt und bis zum erbrechen diskutiert. Hat sich diese Mühe und das Warten gelohnt? Jein.
Das erste Enzsetzen kam als das Cover veröffentlicht wurde. Prinzipiell ist es nicht schlecht, nur der neue Eddie hat ja mal gar nichts mehr mit dem heiss geliebten Eddie zu tun. Gut. Verändert hat er sich immer aber die Grundfigur war zumindest gleich.
Der nächste Schock dann bei Bekanntgabe der Tracklist und Laufzeiten der Songs.
Wieder fast alle Tracks haben Überlänge. Hat auf der AMOLAD zwar funktioniert nur haben die ewig langen Intros teilweise genervt.
Vorab-Tracks werden aus Prinzip ignoriert. Ich will das ganze Album am Stück hören.
Dann ist es soweit. Das Album erscheint und wie es sich gehört stehe ich noch vor Eröffnung beim örtlichen Plattendealer um mein Exemplar abzugreifen. Anschliessend ab nach Hause und angehört.

Die ersten Töne des Intros "Satellite 15" ertönen und ich zieh die CD gleich aus dem Player.
Hm. Da steht doch Iron Maiden drauf. Also wieder rein das Ding und auf Play geklickt.
Die Idee hinter dem Intro mit seinen für MAIDEN untypischen Drums, Gitarrensounds und elektronischen Spielereien ist gar nicht mal schlecht aber warum dauert die Chose fast fünf Minuten? Und warum ist das kein eigener Track damit den skippen kann? Die Wut verraucht teilweise sobald der Titeltrack "The Final Frontier" anfängt. Typischer IRON MAIDEN Rocker der leider über das Mittelmass im Backkatalog nicht hinauskommt.

Anders verhält es sich mit dem folgenden "El Dorado". Der Track gefällt auf Anhieb wird sich aber trotzdem nie zu einem Favoriten aufschwingen. Simpel und gut.

"Mother Of Mercy" rauscht bis auf das Solo an mir vorbei und der Refrain kann mich auch nicht begeistern was an dem sehr gequält klingenden Gesang von Bruce liegt.

Dann aber folgt mit der Ballade "Coming Home" das erste Highlight der Scheibe. Das sind die Melodien die ich von IRON MAIDEN hören will. Was ein Refrain! Mich erinnert der Song ein bisschen an die Solos Alben von Dickinson, da gibt es aber schlechtere Vergleiche.

Gas geben können die Jungs auch noch. "The Alchemist" ist ein schöner typischer Uptempo Stampfer in bester MAINDEN Manier. Hier sind dann auch mal wieder die klassischen Gitarrenharmonien zu hören. Gefällt.

Mit "Isle Of Avalon" wird der zweite Teil des Albums eingeleitet auf dem sich nur noch Songs mit Überlänge befinden. Langes langsames Intro, irgendwann geht der Song los. Leider kann mich beides nicht so recht fesseln. Die Nummer ist zwar sehr progressiv aber etwas gestrafft könnte mir die Nummer besser reinlaufen. Ach ja. Ein paar geile Solos sind in dem Song enthalten.

Mit "Starblind" folgt ein weiteres Highlight auf "The Final Frontier".
Mit für MAINDEN untypischer Rhythmik gepaart mit vielen netten Gitarrenideen und feinen Melodien, Solos und Tempiwechseln sticht die Nummer heraus.

"The Talisman" macht mir mit seinem zweiminütigen Intro zwar nicht sofort Laune, punktet jedoch mit geilen Riffs, dem Uptempo und den Gesangsmelodien. Sie können es also doch noch.

"The Man Who Would Be King" ist der vielleicht sperrigste Song auf dem Album, doch wie immer bei Dave Murray Kompositionen geht mir dieser Song verflucht gut und schnell rein und ist für mich immer noch die mit Abstand beste Nummer auf dem kompletten Album. Ein paar Durchläufe braucht man aber trotzdem um alles zu erfassen was in dieser Nummer abgeht.

Beendet wird die Scheibe con "When The Wild Winds Blows". Dieser Steve Harris Epic kommt so leicht und unbekümmert daher das man das schon beinah poppig nennen kann. Mir ist der auf die Dauer einfach zu unspektakulär. Obwohl der Text wirklich grandios ist und es am Ende eine geniale Wendung gibt.

Was mir auffällt ist das der Gesang von Bruce bei einigen Stellen auf der Scheibe wirklich sehr gepresst und unsouverän klingt. Das Problem hatten wir auch leider schon beim letzten Album.
Ansonsten kann mich die Schlagzeugarbeit von Nicko nicht wirklich überzeugen. Viel zu verhalten ist das Drumming auf "The Final Frontier". Dafür kann man auf dem Album zur Abwechslung wirklich mal drei Gitarren hören. Auch die Produktion ist brauchbar, wenn mir persönlich ein bisschen zu dumpf.

Nach zwei Wochen Dauerrotation bleibt mir nur ein Fazit.
Auch wenn die zweite Hälfte des Albums zu überzeugen weiss, die Intros grossteils gekürzt wurden und sich mit "The Man Who Would Be King" und "Coming Home" zwei künftige Klassiker vertreten sind, kann "The Final Frontier" zu keiner Sekunde gegen den Vorgänger "A Matter Of Life And Death" anstinken. An die Qualitäten des Reunion-Referenzwerkes "Brave New World" braucht nicht mal zu denken.
Macht für mich unterm Strich 8,5 Punkte wobei hier ein Fanboy Bonus eingerechnet ist.
Steve

 

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Band: Iron Maiden
Album: Death On The Road
Spielzeit: CD1 55:21 min; CD2 44:03 min
Plattenfirma/ Vertrieb: EMI Records
Vergleichbare Bands: nicht wirklich
Wertung: 9 von 10
Nach dem für mich grandiosen „Dance Of Death“ Album folgte 2003/2004 die Welttour, die wieder mal bewiesen hat, dass die eisernen Jungfrauen zu den größten Metalbands zu zählen ist, die diese Welt bisher gesehen. Nun liegt die dazugehörige Doppel CD vor, die ein wenig vor der gleichnamigen Dreifach DVD veröffentlicht wurde. MAIDEN Fans stellen sie sowieso ins Regal. Ich auch. Denn die Mischung aus aktuellen Songs wie „No More Lies“, „Rainmaker“ und „Paschendale“ und den absoluten Klassikern wie „Wrathchild“, „Fear Of The Dark“ oder „Run To The Hills“ macht einfach irre Spaß. Der Sound ist klasse, das Dortmunder Publikum geht voll mit und Dickinson ist in Spitzenform. Diese 99 Minuten lohnen sich definitiv mehr als so manches langweilige Gekicke oder so manchen angeblichen Blockbuster. Und jetzt wird noch einmal heftig bei „Can I Play With Madness“ mitgegrölt, bei „Iron Maiden“ in seligen Erinnerungen geschwelgt und bei „The Number Of The Beast“ bis zur 666 mitgezählt.

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