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Band: INNERWISH Album: No turning back Spielzeit: 52:25 min Plattenfirma: Ulterium Records Veröffentlichung: 28.05.2010 Homepage: www.innerwish.gr oder www.myspace.com/innerwish Wertung: 8,5 von 10 Die Band INNERWISH war mir bislang völlig unbekannt. Das wird sich jetzt aber ganz gewaltig ändern. 1995 gegründet, ging es im Jahr 2000 so richtig los nachdem man einen Plattenvertrag mit dem deutschen Label Limp ergattern konnte. Seit 2009 ist man nun beim schwedischen Label Ulterium Records unter Vertrag und das mir vorliegende Labeldebüt „No turning back“ soll das bisher beste Album der Band sein. INNERWISH besteht aus dem Mitgliedern: Babis Alexandropoulos (Gesang), Thimios Krikos (Gitarre), Manolis Tsigos (Gitarre), Antonis Mazarakis (Bass), Terry Moros (Schlagzeug) und George Geogiou (Keyboards). In den letzten Jahren konnte sich die Band live einen richtig guten Namen machen und die Fans waren gespannt wie das neue Album ausfallen wird. Stilistisch ordnen sich INNERWISH in die Melodic Powermetal Ecke ein. Dann schauen wir jetzt mal ob das Versprechen der Promofirma, das es das beste Album der Band ist, wahr ist und was einem bei „No turning back“ erwartet. Los geht es mit dem Opener “The Sigs of our lives”. Die doppelläufige Gitarrenfront eröffnet kreischend und treibend, bevor die angenehme Stimme von Sänger Babis einsetzt. Ein Power Metal Machwerk erster Güte, wo zusätzlich der Chorus noch recht gut ins Ohr geht und absolut mitsingbar ist. Eine sehr gute Eröffnung. So kann es weiter gehen! Das tut es auch. „Chosen One“ schlägt in die ähnliche Kerbe wie der Opener, auch wenn hier die Keyboards ein wenig präsenter sind und das Ganze schön hinterlegen. Die Melodieführung des Songs ist auch durchaus gelungen. Eine schnelle druckvolle Nummer, die mir persönlich sehr gut gefällt. Das folgende „Burning Desires“ ist um einiges langsamer, dafür aber umso melodischer ausgefallen. Ein richtiger Midtemporocker der mit einem mehrstimmigen Gesang im Chorus und einem instrumentalisch klasse Mittelteil punkten kann. Hier kann Sänger Babis auch beweisen das er nicht nur den helloweenschen Gesang drauf hat sondern er stimmlich auch variabler ist. Der Titeltrack „No turning back“ folgt an der 4. Stelle der Platte. Hier erwartet uns ein abwechslungsreicher Song, bei dem der Gesang erst ein wenig aggressiver als sonst ist um dann beim Chorus wieder melodisch zu klingen. Was soll man groß sagen, ein würdiger Titeltrack. Mit dem folgenden „Sirens“ betreten INNERWISH ein wenig Progressiv Metal Land. Langsam, treibend und mit einer mystischen Orchestrierung versehen kommt der Song daher. Gut gemacht ist es auf jeden Fall, fällt für mich trotzdem im Vergleich zum Rest ein wenig ab. Richtig Dampf unterm Hintern machen uns die 6 Jungs dann mit dem Stück „Lawmaker“. Ein flotter, dennoch melodischer Power Metal Track, der mit einem Chorus versehen ist der wirklich super ins Ohr geht. Ich könnte mir vorstellen dass dieser auch live gut zünden könnte. Beim 9. Stück „Welcome to my World“ kann ich mir nicht helfen, aber beim Chorus überfallen mich Dejavü Gefühle. Ich weiß nur nicht genau wo ich die Machart hinstecken soll, vielleicht zu BLIND GUARDIAN? Ich komm gerade nicht drauf. Ansonsten ist das Stück aber gut gemacht. Geht auch super ins Ohr. Beim vorletzten Song „Full of Lust“ flitzen noch mal richtig die Finger übers Gitarrengriffbrett und INNERWISH erfreuen uns hier mit einem flotten Stück was mit einem absolutem Ohrwurm Chorus ausgestatte ist und einem so schnell nicht mehr loslässt. Mit „Live for my own“ beschließt eine Ballade die Platte. Ein guter Abschluss, auch wenn die Ballade nicht so aufregend ist. Gute gemachte Standardkost halt.
Anspieltipps:
Hier wird es etwas schwierig für mich. Es sind viele gute Stück auf „No turning back“ enthalten. Zum Anchecken würde ich euch aber „Chosen One“, „Burning Desires“, “No turning back“ und „Full of Lust“ empfehlen.
Fazit :
Die neue Platte von INNERWISH hat mich doch überrascht. Ich hatte eigentlich mit einer durchschnittlichen normalen Power/Melodic Metal Kapelle gerechnet. Am Anfang war dem auch so. Die Songs steigern sich aber von mal zu mal und entfalten dann ihre wahre Stärke. Besonders innovativ ist es nicht was man hier hört und man hat auch einiges schon so irgendwo gehört. Aber INNERWISH drücken dem Ganzen noch ihren eigenen Stempel auf und heben sich dadurch von den vielen durchschnittlichen Power Metal Bands ab. Mir hat die Platte sehr gut gefallen und ich lege sie jedem ans Herz der mal wieder gut gemachten melodisch angehauchten Power Metal hören will. Mich haben die Jungs auf jeden Fall überzeugt und ich bin gespannt was noch von INNERWISH zu hören sein wird.
Trackliste:
01. The Signs of our live 02. Chosen One 03. Burning Desires 04. No turning back 05. Sirens 06. Save us 07. Last breath 08. Lawmaker 09. Welcome to my World 10. Kingdom of our Prime 11. Full of Lust 12. Live for my own
Julian
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