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Die Band ILIUM hat es bei vielen bislang nur zu einem absoluten Geheimtip gebracht und ist in unseren Breitengraden nur mäßig bekannt. Das scheint aber irgendwie am Land zu liegen. Die Jungs kommen nämlich aus Australien und wenn man dort nicht gerade dem Hard Rock ala AC/DC oder AIRBOURNE frönt, sondern eher härteren Metalklänge zugewandt ist, scheint man ein wenig in der Versenkung zu verschwinden. Ähnlich ergeht es ja auch den Leidensgenossen von PEGAZUS. Nun versuchen ILIUM mit ihren schon fünften Album „Genetic Memory“ aus dem Schatten des Geheimtips herauszutreten und einem größeren Publikum bekannt zu werden. Die richtige Plattenfirma mit Escape Music scheint man dafür gefunden zu haben. Gitarrist und Gründer Jason Hodges rief die Band im Jahre 1998 ins Leben, es dauert aber ein paar Jahre, nämlich genau bis 2002 bis etwas mehr Leben, mit dem Einstieg des Gitarristen/Bassisten Adam Smith, in die Band kam. 2003 konnte man dann endlich das Debütalbum „Sirens of the Styx“ unter die Leute bringen. Das zweite und das dritte Album „Permian Dusk“ bzw. „Vespertillion“ kamen 2005 und 2007 auf dem Markt und man konnte damit ein paar sehr gute Bewertungen in den Print Medien einfahren. Der bisherige Sänger Lord Tim stieg danach aus und man fand in Mike Di Meo (Ex RIO, Ex MASTERPLAN) einen geeigneten Ersatz und mit ihm nahm man das vierte Album „Ageless Decay“ sowie das aktuelle Album auf. Zu den bisher schon angesprochenen Mike Di Meo, Adam Smith und eben Gründer Jason Hodges komplettiert Schlagzeuger Tim Yatras die Band. Ganz schön viel Input oder? Bevor ich euch aber in die musikalische Welt entlassen kann, noch kurz ein Wort zum Stil, der sich irgendwo zwischen Heavy und Power Metal einpendelt. Die großen Vorbilder sind da dann natürlich BLACK SABBATH, IRON MAIDEN oder auch JUDAS PRIEST. So nun aber auf zur Musik, sonst schlaft ihr mir hier noch vor dem Monitor ein : - ). Als erstes begrüßt uns „Inaesthesia“. Dieser startet mit ein paar Keyboardtönen bevor das Heft an die Gitarrenfraktion und den Gesang von Mike Di Meo übergeben wird. Dieser setzt natürlich auch so gleich dem Ganzen die Krone auf und veredelt die Nummer quasi mit seinem Gesang. Der Chorus passt hier perfekt und sofort fühlt man sich als Melodic Power Metal Anhänger wie zu Hause. Ein guter Start! Beim folgenden „Littoria“ geht es anfangs ein wenig gemäßigter zur Sache ,bevor man im gepflegten Midtempo durchstartet. Typisch Midtempo ist auch der Aufbau und der Chorus der Nummer ausgefallen. Typisch heißt aber hier nicht schlecht, sondern standesgemäß. Gut, aber nicht überragend könnte man hier zusammenfassen. Danach folgt ein bisschen Standardkost, bevor mit „The Immortality Gene“ wieder ein bisschen mehr Qualität eingebracht wird. Eine schöne melodische Nummer, dessen Stärken ganz klar im Chorus und im absolut kraftvollen Gesang von Mike liegen. Aber auch das ein oder andere Gitarrensoli weiß hier absolut zu überzeugen. In der Mitte des Albums finden wir mit „Genetic Memory“ das Titelstück der Scheibe. Das Stück überzeugt durch seine leichten progressiven Züge und so findet man hier eine überlange Nummer mit allerlei spielerische Raffinesse zu entdecken. Keine einfache Kost, aber eine lohnenswerte. In der Folge können auf jeden Fall noch das traditionell rockende „Neanderthal Within“ mit seinen coolen Gitarrenriffs, sowie der außergewöhnliche Abschlusstrack „Irrinja“ mit der Metalpremiere des Digereedos punkten
Anspieltipps:
Auf und ab geht es hier auf “Genetic Memory”. Die Tracks die eindeutig herausstechen sind “Inaesthesia”, “Littoria”, “The Immortality Gene” und “Neanderthal Within”.
Fazit :
ILIUM waren mir nicht wirklich ein Begriff, wobei die Australier bisher ganz ordentliche Alben am Start hatten. Das trifft es auch hier ganz gut, allerdings fehlt zu einem sehr gut auch noch einiges. Der Anfang hört sich zwar ganz vielversprechend an, allerdings geht den guten Jungs dann anscheinend ein wenig die Linie flöten. Ein Großteil der folgenden Tracks kann nicht mehr so mit der Eingängigkeit und tollen Melodien wie zuvor punkten. Mike Di Meo ist natürlich ein hervorragender Sänger und die restlichen Musiker stehen ihm an ihren Instrumenten in nichts nach. Aber viele Songs zünden gar nicht, oder brauchen einfach zu lange um ein klein wenig zu zünden. Das ist leider in der heutigen Zeit zu wenig um richtig viel Beachtung zu gewinnen....wirklich schade nachdem guten Start hätte ich ohne zu zögern eine Bewertung im 8er Bereich gezogen, so wird es leider nur eine 7,5. Julian
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